Fußball: 3. Liga
Preußen-Coach Steffen bewahrt Optimismus vor Spiel gegen Duisburg

Münster -

Keine einfache Lage für den SC Preußen. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt kommt mit dem MSV Duisburg am Mittwoch ein Schwergewicht der 3. Liga. Trainer Horst Steffen stellt allerdings die wenigen positiven Aspekte der augenblicklichen Situation heraus.

Dienstag, 09.08.2016, 15:12 Uhr aktualisiert: 09.08.2016, 15:58 Uhr
Jeron Al-Hazaimeh (r.) hat neben dem Platz gleich eine Führungsrolle übernommen, muss sich aber steigern. Gegen Osnabrück und in Rostock war der Linksverteidiger an den Gegentoren beteiligt.
Jeron Al-Hazaimeh (r.) hat neben dem Platz gleich eine Führungsrolle übernommen, muss sich aber steigern. Gegen Osnabrück und in Rostock war der Linksverteidiger an den Gegentoren beteiligt. Foto: Jürgen Peperhowe

Die ganz große Depression ist rund um den SC Preußen trotz zweier Auftaktniederlagen noch nicht ausgebrochen. Vor dem Heimspiel gegen den MSV Duisburg (Mittwoch, 19 Uhr) versucht Trainer Horst Steffen sogar gezielt, die positiven Aspekte herauszustreichen, die der Fehlstart mit sich gebracht hat. 

Wenn es etwas Gutes an der Situation gibt, dann, dass sich jetzt Strukturen finden. In Krisenzeiten entsteht oft was.

Horst Steffen, Trainer

Auch in der Akte Amaury Bischoff – der Franzose steht gegen die Zebras wieder im Kader – sucht der Coach Aspekte, die seine Arbeit voranbringen. „Das war ein Gewitter, das uns reingewaschen hat. Jetzt hat jeder Klarheit. Alle wissen, woran sie sind. Und dass der Mannschaftserfolg über allem steht. Vielleicht ist es sogar gut, was passiert ist.“ Thema fürs Erste abgehakt. Ob der 29-Jährige gleich wieder in die Startelf rückt, ist allerdings fraglich.

Ohnehin lässt Steffen wieder einmal alle rätseln, wie er in Pflichtspiel Nummer drei aufstellen wird. Obwohl – nein! In einer Personalie legt er sich diesmal völlig atypisch fest: Stéphane Tritz ersetzt hinten rechts den gesperrten Denis Mangafic. „Was er bringt, ist immer verlässlich“, sagt der Trainer über den Franzosen. Alles weitere hängt wohl auch davon ab, ob sich Stoßstürmer Adriano Grimaldi fit meldet. „Auch das hat etwas mit Mannschaftsgeist zu tun“, so Steffen. „Gerade er als Vize-Kapitän muss mir sagen, ob er hundertprozentig belastbar ist.“ Den 25-Jährigen quälten schon in Rostock Oberschenkelprobleme.

Wieder ins Aufgebot rücken Benjamin Schwarz nach langer Pause (Knie-OP) und Jesse Weißenfels, der mit mehr als einjähriger Verzögerung also tatsächlich sein Drittliga-Debüt für die Preußen geben könnte. Beide sind allerdings eher als Joker zu erwarten. Für diese Rolle benötigt Danilo Wiebe nach seinem Muskelfaserriss noch einige Tage.

Zurück zum Krisenanfang: Natürlich hat die Null-Punkte-Ausbeute den Münsteranern in den vergangenen Tagen wenig Ruhe gelassen. Und in den Einheiten hat der Stab auch intensiv an den diversen Mängeln arbeiten lassen. Aber nach außen stellt sich Steffen, der zwischen 2006 und 2010 vier Jahre im Nachwuchsbereich des MSV arbeitete, weiter vor seine Schützlinge. „Ich weiß, dass die Ergebnisse kommen werden. Und ich habe die gute Vorbereitung auch noch nicht vergessen“, so der 47-Jährige. „Wenn wir von dem, was wir machen, überzeugt sind, dann werden wir auch die Leute draußen überzeugen“, betont er mit Blick auf der Publikum, von dem gegen die Zebras natürlich auch eine eisige Reaktion kommen könnte, wenn es erneut ungünstig läuft für den SCP.

Aufstellung

Schulze Niehues – Tritz, Schweers, Mai, Al-Hazaimeh – Jordanov, Rizzi, Braun – Kara, Rühle, Tekerci

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Damit das nicht so kommt, haben gerade die Führungsspieler, laut Steffen, in den vergangenen Tagen das Heft versucht in die Hand zu nehmen im Gefüge. „Wenn alle diesen Geist haben, dann sind die guten Resultate nur eine Frage der Zeit“, so der Trainer, der in den Einheiten seit Freitag den Schwerpunkt nicht nur auf Erholung legte, sondern weiter am Ballbesitzspiel feilen ließ. Von den Prinzipien weicht er eben auch in der Krise nur ungern ab.

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