Fußball: A-Junioren-Bundesliga
U 19 der Preußen gleichwertig gegen Gladbach – aber punktlos

Münster -

Es war mehr drin als eine 1:2-Niederlage zum Start für die A-Jugend des SC Preußen. Gegen Borussia Mönchengladbach waren die Münsteraner lange ebenbürtig, doch dann entschied ein schwerer Patzer die Partie zu Gunsten der Gäste.

Sonntag, 14.08.2016, 18:25 Uhr aktualisiert: 15.08.2016, 18:25 Uhr
Enge Sache: Adrian Knüver (hinten) sitzt Gladbachs Mirza Mustafic im Nacken. Preußens Sechser machte seine Sache gut im Auftaktspiel.
Enge Sache: Adrian Knüver (hinten) sitzt Gladbachs Mirza Mustafic im Nacken. Preußens Sechser machte seine Sache gut im Auftaktspiel. Foto: Thomas Austermann

Eine Vielzahl an guten gegnerischen Standards überstanden die U-19-Junioren des SC Preußen Münster zwar, aber der mit 2:1 (1:1) an der Hammer Straße siegreiche Gast Borussia Mönchengladbach profitierte zum Bundesliga-Auftakt von einem individuellen Patzer und feierte so gesehen einen Einstand nach Maß. Die Adlerträger trösteten sich zunächst kaum mit der Tatsache, die Partie lange Zeit aus guter Ordnung heraus offen gestaltet zu haben.

„Leider gab es diesen entscheidenden Fehler“, sagte Preußentrainer Cihan Tasdelen, der die Leistung seiner gründlich neu formierten Elf aber akzeptabel fand. „Für einen Auftakt war das okay.“ Bereits Mittwoch (18 Uhr) steht beim Deutschen Meister Borussia Dortmund die nächste Prüfung an. Bis dahin wird sich weisen, ob der gegen Gladbach zu wirkungslose Tobias Warschewski aus dem Drittliga-Kader erneut parat steht. „Ihm fehlt Spielpraxis“, urteilte Tasdelen, der mit dem robusten Angreifer und dem kleinen Dauerläufer Ali Ibraim zwei völlig unterschiedliche Spielertypen im 4-4-2-Format im Angriff aufbot.

Linksfuß Timon Schmitz reagierte schon in Minute zwei schneller als alle Jung-Fohlen, als er einen abgewehrten Ball zum 1:0 verwertete. Gladbach kam mit der Zeit und wiederholt durch präzise wie hart platzierte ruhende Bälle zu Szenen. Per Foulelfmeter glich Florian Schikowski aus (14.). In Panik gerieten die Preußen nicht. Die beiden Innenverteidiger aus dem jüngerem Jahrgang, Julius Woitaschek und Mike Jordan, machten ihre Sache gut. Auch Kapitän Serkan Gül und Adrian Knüver als zweiter Sechser boten sich ständig an und stopften Löcher. Offensiv fehlte es allen an Zuversicht und Biss. „Das war etwas mutlos. Wir haben den Gegner nicht ausreichend beschäftigt“, sah Tasdelen ein Manko, das zum schwer wiegenden Nachteil wurde. Nach dem 2:1 der Gäste durch Abstauber Marvin Tenbült (63.), der eine Fang-Unsicherheit von Keeper Hadi Mortada ausnutzte, kam kaum noch Druck der Münsteraner auf. Niklas Möllmann behielt einmal mit Glück den Ball, verpasste aber das gescheite Abspiel in die Mitte. Für die Gäste, die nun gerne mit Fernschüssen operierten, setzte Alperen Sahin einen Ball an die Torlatte (82.). Auch die letzten Abschlüsse von Möllmann wurden eine leichte Beute der Mönchengladbacher um Keeper Franz Langhoff.

SCP: Mortada – Weid (82. Nacu), Woitaschek, Jordan, Zwick – Möllmann, Gül (71. Ströker), Knüver, Schmitz (71. Düzgün) – Ibraim (89. Kondring, Warschewski.

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