Fußball: Westfalenpokal
Vreden ist bereit für angeschlagene Preußen

Münster/Vreden -

Ein Tor, ein Punkt, Schlusslicht in der 3. Liga – das Westfalenpokalspiel der 1. Runde bei der Spielvereinigung Vreden am Mittwoch (18 Uhr, Hamaland-Stadion an der Ottensteiner Straße) hat für den SC Preußen Münster eine große Bedeutung. Gastgeber Vreden kann dagegen befreit die Sache angehen.

Dienstag, 16.08.2016, 01:00 Uhr aktualisiert: 16.08.2016, 11:13 Uhr
Zum Schreien: Torwart Max Schulze Niehues in Großaspach, im Hintergrund Sebastian Mai.
Zum Schreien: Torwart Max Schulze Niehues in Großaspach, im Hintergrund Sebastian Mai. Foto: Alexander Becher

Das Hama­land-Stadion an der Ottensteiner Straße sah nicht nur einen gelungenen Saisonstart der Spielvereinigung Vreden (2:1 über den SC Herford), sondern auch die geglückte Generalprobe für den Knaller im Westfalenpokal der ersten Runde. Aus Vredener Sicht ist dieses Spiel gegen Preußen Münster genau das: ein Kracher.

Und was für eine Generalprobe das war. Den 0:1-Rückstand egalisierte das Team von Trainer Marcus Feldkamp durch Claudio Rafael Viera Martins. Dann war noch Nils Temme zur Stelle und bescherte dem Westfalenligisten einen gelungenen Saisonstart mit dem Siegtreffer zum 2:1.

Also, Vreden ist bereit für die Preußen. Am Mittwoch steht der Pokal an, um 18 Uhr ist Anpfiff, und durchaus selbstbewusst nehmen die Feldkamp-Schützlinge die Partie in Angriff. „Wir wollen sie schlagen, das steht fest“, sagt der Coach, der als Junior von 1990 bis 1994 in der Bundesliga für den Preußen-Nachwuchs kickte, dann aber zwei schwierige Saisons in der Reserve des SCP erlebte. Verletzungen warfen ihn zurück, er ging. Feldkamp: „Ein Herzensclub? Das ist Preußen nicht. Aber ich bin da wirklich gut ausgebildet worden.“

Bernd Niewöhner, Norbert Vieth und Stefan Henning waren seine Trainer. Er selbst spielte und trainierte später dann für 14 Jahre bis 2014 bei GW Nottuln. Nun ist steht er in Vreden in der Verantwortung. Das Pokallos Preußen Münster sei das beste, das man im Westfalenpokal in der 1. Runde erhalten könne, freut sich Feldkamp. Und mit ihm seine Jungs. Man erwartet deutlich mehr als die üblichen 200 bis 250 Zuschauer bei einem Westfalenliga-Heimspiel.

„Die Preußen sind natürlich klarer Favorit“, sagt Feldkamp, aber die Hoffnung auf die Sensation lebt. Vor zwei Jahren war der Westfalenpokal erst in Runde drei beendet nach dem 0:4 gegen Regionalligist SF Lotte. Doch der Kreispokalsieger aus Coesfeld (6:0 über GW Hausdülmen) hat gegen die Preußen, die sich bekanntlich im Eiltempo in die erste sportliche Krise der Saison katapultiert haben, nichts zu verlieren.

Bei Vreden ist Torwart Aziz Recep mit von der Partie. Der 24-Jährige erlebte im Winter 2014 einen 23-minütigen Drittliga-Einsatz beim SCP, als er beim VfB Stuttgart II den vom Platz gestellten Torwart Daniel Masuch ersetzen musste. Und er hielt den Kasten bis zum Schlusspfiff sauber. Mit Romario Wiesweg ist ein zweiter Ex-Preuße in Vreden am Ball, der in der Vorsaison ab und an Trainingsgast im Drittliga-Aufgebot war.

Der SCP hat derweil am Montag den trainingsfreien Tag, ab Dienstag rückt der so wichtige Westfalenpokal – aber nur, wenn die Qualifikation für den DFB-Pokal gelingt – in den Vordergrund.

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