Fußball: 3. Liga
Weiterer Preußen-Neuzugang nicht ausgeschlossen

Münster -

Der totale Fehlstart ist abgewendet, dennoch überlegt der SC Preußen, noch mal auf dem Transfermarkt tätig zu werden. Bis Mittwoch ist Zeit dafür. Ein Neuzugang müsste allerdings sofort einschlagen können – und finanzierbar sein.

Montag, 29.08.2016, 14:26 Uhr aktualisiert: 30.08.2016, 16:05 Uhr
Sportvorstand Carsten Gockel (r.) und Aufsichtsratsboss Thomas Bäumer halten die Augen offen – vielleicht holt der SCP noch einen Neuen.
Sportvorstand Carsten Gockel (r.) und Aufsichtsratsboss Thomas Bäumer halten die Augen offen – vielleicht holt der SCP noch einen Neuen. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Tage vor dem 31. August sind für die Manager von Profifußball-Clubs in der Regel alles andere als geruhsam. Wenn sich das Transferfenster schließt, wird es seit einigen Jahren immer hektischer. Hier noch ein Knaller-Transfer, da noch ein Verkauf des Unzufriedenen, dazu viele Leihgeschäfte. Preußen Münster hielt sich in diesem Punkt in den vergangenen Jahren weitgehend zurück. Auch jetzt sind keine Massenwechsel zu erwarten. Doch ausgeschlossen ist es zumindest nicht, dass der Drittligist nach dem Stotterstart noch einmal tätig wird – natürlich nur, wenn eine Verstärkung gegenfinanziert wäre. Einen Perspektivspieler würde der SCP jetzt nicht holen, der Neue müsste schon direkt zünden. Gefordert wäre also erneut die Sponsorenschaft, die jüngst bereits den Deal mit Innenverteidiger Ole Kittner ermöglichte. Sportvorstand Carsten Gockel lässt sich nicht entlocken, an welcher Stelle er nachbessern würde. In der Viererkette? Vorne rechts? Im Sturmzentrum? Vom ersten Saisondreier am Samstag, als ein verdientes 1:0 über den FSV Mainz 05 II gelang, lassen sich die Verantwortlichen nicht blenden. „Es war ein erster Schritt, nicht mehr“, sagt Gockel. „Ich hoffe, dass jetzt das Selbstbewusstsein zurückkehrt.“ Die vielen Umstellungen, auch in Taktik und System, fruchteten offenbar. „Manchmal muss es eben die einfache Variante sein“, so der 43-Jährige. „Ich fand es richtig, einfach und geradlinig spielen zu lassen. Schönes Spiel will keiner sehen, wenn die Ergebnisse fehlen. Wir müssen jetzt einfach sehen, dass wir die spielerische Entwicklung im laufenden Betrieb sehen.“ Der erste Dreier, die erste gegentorfreie Partie, der erste Treffer eines Stürmers (Jesse Weißenfels) – die Erleichterung war allgegenwärtig. Nun folgt eine erneute zweiwöchige Liga-Pause, wie vor der Begegnung mit Mainz. Vielleicht etwas unglücklich, aber letztlich angesichts von Pokal, Olympia und Länderspielen nicht vermeidbar. „Wir werden die 14 Tage nutzen, um weitere Fortschritte zu machen“, so Gockel, der etwas verärgert ist, dass in diesem Zeitraum kein Praxistest einzurichten war. Das Westfalenpokal-Spiel bei der SpVgg Erkenschwick wurde aufgrund des Polizei-Einsatzes bei einer Großdemo in Köln am Samstag verschoben. Trotz der Anfrage zweier Bundesligisten ließ sich mit Blick auf Sicherheitsaspekte am Wochenende kein Testspiel-Termin realisieren. „Das ist schon sehr unbefriedigend“, sagt Gockel.

Immerhin kann er sich so in den nächsten beiden Tagen auf mögliche Spieler-Geschäfte konzentrieren. Abgeben wird der SCP voraussichtlich niemanden mehr. „Wollen wir auch nicht, der Kader ist immer noch sehr schmal. Und weg möchte auch keiner“, sagt der Sportvorstand. Ein Wechsel des sportlich aussortierten Cihan Özkara, der finanziellen Spielraum schüfe, deutet sich nach wie vor nicht an.

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