Fußball: 3. Liga
Preußen-Coach Steffen mit Tunnelblick

Münster -

Während andernorts noch fleißig auf- oder abgerüstet wurde, hat der SC Preußen eine intensive Trainingswoche fast hinter und eine weitere noch vor sich. Trainer Horst Steffen hat sich durch den ersten Saisonsieg noch nicht ganz besänftigen lassen – er sieht weiter seine Spieler in der Pflicht.

Donnerstag, 01.09.2016, 15:42 Uhr aktualisiert: 01.09.2016, 17:47 Uhr
Noch ist Horst Steffen nicht wieder so gelöst, wie er es gerne wäre. Den 1:0 gegen die Mainzer Reserve bewertete er nur als ersten Schritt. Damit weitere folgen, lässt er seine Spieler aktuell im Training richtig bluten.
Noch ist Horst Steffen nicht wieder so gelöst, wie er es gerne wäre. Den 1:0 gegen die Mainzer Reserve bewertete er nur als ersten Schritt. Damit weitere folgen, lässt er seine Spieler aktuell im Training richtig bluten. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Drittliga-Konkurrenz des SC Preußen hat in den vergangenen Tagen noch mal kräftig nachgerüstet oder aussortiert. Einiges los auf dem Transfermarkt, nur in Münster nicht . „Ich kümmere ich mich nicht um die anderen“, sagt Trainer Horst Steffen mit demonstrativer Gelassenheit. „Ich will auch gar nicht bewerten, ob die Vereine jetzt super nachlegen konnten oder einfach vorher schlecht geplant haben.“

Natürlich hat er registriert, dass der nächste Gegner Hallescher FC Dominique Fennell von den Würzburger Kickers losgeeist und Selim Aydemir zurückgeholt hat, dass der SC Paderborn den Ex-Preußen Marcus Piossek aus Kaiserslautern und Zlatko Dedic vom FSV Frankfurt verpflichtet hat. Auch Mael Corboz, den neuen US-Boy beim MSV Duisburg, oder Sertan Yegenoglu, der von 1860 München zum SV Wehen Wiesbaden wechselt, hat er auf dem Schirm. Genau wie Selcuk Alibaz, der Fortuna Köln verstärkt. „Wir waren früh durch mit unserer Planung und kannten unser Budget“, sagt Steffen ohne Neid. „Was um uns herum passiert, ist egal.“

Der Kader des SC Preußen in der Saison 2016/2017

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  • Das ist der SC Preußen in der Saison 2016/2017

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Horst Steffen (Cheftrainer)

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  • Sreto Ristić (Assistenztrainer)

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  • Carsten Nulle (Torwarttrainer)

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  • Jürgen Keseberg (Betreuer)

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  • Christian Krabbe (Physiotherapeut)

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  • Matthias Haase (Physiotherapeut)

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  • Norbert Bußmann (Betreuer)

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  • Marc Rösgnen (Athletiktrainer)

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  • Patrick Drewes (Torwart)

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  • Max Schulze Niehues (Torwart)

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  • Simon Scherder (Abwehr)

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  • Stephane Tritz (Abwehr)

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  • Lion Schweers (Abwehr)

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  • Bennet Eickhoff (Abwehr)

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  • Denis Mangafic (Abwehr)

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  • Sebastian Mai (Abwehr)

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  • Jeron Al-Hazaimeh (Abwehr)

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  • Sandrino Braun (Mittelfeld)

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  • Claudio Michele Rizzi (Mittelfeld)

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  • Amaury Bischoff (Mittelfeld)

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  • Edisson Jordanov (Mittelfeld)

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  • Danilo Wiebe (Mittelfeld)

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  • Benjamin Schwarz (Mittelfeld)

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  • Philipp Hoffmann (Mittelfeld)

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  • Mehmet Kara (Mittelfeld)

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  • Sinan Tekerci (Mittelfeld)

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  • Lennart Stoll (Mittelfeld)

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  • Jesse Weißenfels (Sturm)

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  • Tobias Rühle (Sturm)

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  • Tobias Warschewski (Sturm)

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  • Adriano Grimaldi (Sturm)

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  • Cihan Özkara (Sturm)

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Beim SCP blieb also Ole Kittner die einzige Nachverpflichtung. Der Innenverteidiger muss allerdings derzeit pausieren wegen einer Reizung am Hüftbeuger. Auch die Rückkehr von Amaury Bischoff verzögert sich nach seinem Außenbandriss, erste Laufversuche brach der Franzose zuletzt ab. Immerhin soll Jeron Al-Hazaimeh pünktlich in der kommenden Woche wieder mit der Mannschaft trainieren.

Die gesunden Preußen-Profis bekommen in diesen Tagen noch nicht wieder den netten Herrn Steffen zu sehen, den sie bislang kannten. Der erste Saisonsieg gegen Mainz hat dem 47-Jährigen noch nicht gereicht, um den Hebel wieder umzulegen oder den Zorn nach dem Fehlstart (und speziell der Minusleistung von Großaspach) komplett zu vergessen. „So schnell geht das nicht. Ich laufe hier noch nicht wieder freudestrahlend durch die Gegend“, sagt er selbst und versucht den Frust in harte Arbeit umzuwandeln. „Es ist Zug drin, die Einheiten sind sehr intensiv. Aber es gibt eben auch noch sehr viele Dinge, die wir verbessern müssen. Das Verhältnis zwischen Erklären und Fordern hat sich nun verändert – ich verlange einfach mehr.“

Dass weder die Westfalenpokal-Partie gegen Erkenschwick noch ein Testspiel in der 14-tägigen Pause zustanden kamen, störte den Coach weniger als Sportvorstand Carsten Gockel. „Ich wollte das gar nicht unbedingt. Wir haben genügend zu trainieren.“ Der Umbruch im Sommer mit 13 neuen Kader-Mitgliedern erfordert eben doch mehr Zeit als erhofft. „Die Integration der Zugänge fällt leichter, wenn Erfolge da sind“, sagt der frühere Bundesliga-Profi. Die blieben bislang weitgehend aus, zuletzt, der Druck hat sich nach dem Mainz-Spiel nicht grundlegend verringert.

Immerhin – am Sonntag gönnt Steffen seiner Mannschaft einen freien Tag. Wenn auch eher mit Blick auf die Regeneration als auf die Wohlfühlatmosphäre.

Jahreshauptversammlung des Fanprojekts

Das SCP-Fanprojekt lädt am Montag um 19.06 Uhr zur Jahreshauptversammlung im Presseraum der Haupttribüne. Es stehen Neuwahlen an, der bisherige Vorstand um den Vorsitzenden Benny Sicking tritt erneut an – doch auch andere Kandidaten sind willkommen. Zudem wird erstmals ein Ehrenrat gewählt. „Es war turbulenter als anfangs gedacht. Wir wünschen uns eine neue Gesprächsform, die respektvoll auf Augenhöhe mit allen Beteiligten geführt wird“, sagt Sicking zu den Zielen. Die Highlights ihrer ersten Amtszeit waren vor allem die Auswärtsfahrten mit dem Sonderzug nach Halle und dem Schiff nach Wiesbaden. Das Fanprojekt will auch künftig zum einen die Interessen der Anhänger gegenüber Hauptverein und anderen Institutionen vertreten und zudem den Dialog unter den Fans forcieren.

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