Fußball: 3. Liga
Preußen arbeiten am Defensivverhalten – Mangafic angeschlagen

Münster -

Der nächste Härtetest steht für die Preußen schon am Freitag beim Halleschen FC an. Trainer Horst Steffen ließ in den vergangenen Tagen vor allem in der Defensive hart arbeiten. Allerdings benötigt sein Team als bisher abschlussschwächstes der Liga auch vorne einen Aufschwung.

Montag, 05.09.2016, 17:45 Uhr aktualisiert: 06.09.2016, 10:01 Uhr
Stammspieler Denis Mangafic muss im Augenblick mit einer Patellasehnenblessur pausieren.
Stammspieler Denis Mangafic muss im Augenblick mit einer Patellasehnenblessur pausieren. Foto: Jürgen Peperhowe

Am Mittwoch hat Preußen-Coach Horst Steffen eine Einheit für 18 Uhr angesetzt. Eine ungewöhnliche Zeit für den Drittligisten, der ansonsten morgens und/oder nachmittags trainiert – und doch leicht zu erklären mit der Anstoßzeit am Freitagabend beim Halleschen FC (18.30 Uhr). Der Plan: Münsters Kicker sollen ihren Körper schon mal an die Anstoßzeit gewöhnen und auch an die Temperatur. Eine durchaus übliche Maßnahme im Profigeschäft, über die Steffen gar nicht so viele Worte verlieren will.

Seine Maßgabe lautet eh: Wann trainiert wird, ist zweitrangig. Wichtig ist, wie. Und da hat der 47-Jährige klare Vorstellungen. „Wir haben ein paar Dinge in Angriff genommen, die wir verbessern mussten“, sagt er und bezieht das vor allem auf das Defensiv-Verhalten. „Dieses Thema ist vielleicht zuletzt etwas auf der Strecke geblieben. Also üben wir weiter fleißig.“ Die Vorbereitung galt im Juni und Juli eher dem Aufbau- und Angriffsspiel, diese Punkte hat Steffen nun etwas zurückgestellt. Obwohl dem SCP in fünf Punktspielen noch nicht ein Tor aus dem Spiel heraus gelungen ist. Zur Erinnerung: Amaury Bischoff traf gegen Duisburg (1:1) per Elfmeter, Jesse Weißenfels zuletzt gegen Mainz (1:0) nach einer Ecke.

Überhaupt sind die Münsteraner die bislang harmloseste Mannschaft der Liga mit nur zwei Toren. Auswärts hat es noch gar nicht geklingelt. Nervös wirkt der Coach deshalb noch nicht: „Ich hoffe, dass uns der eine herausgespielte entscheidende Treffer befreien wird“, sagt er. „Abschlüsse haben wir sowieso in jeder Einheit im Programm, das vernachlässigen wir nie.“

Der Sieg gegen die Reserve des FSV Mainz vor zehn Tagen hat zumindest die gesenkten Köpfe ein wenig aufgerichtet. „Ja, ich habe es so empfunden, dass bei allen eine gewisse Erleichterung da war“, sagt Steffen. „Aber allen war auch klar: Das kann noch nicht alles gewesen sein.“ Darf es auch nicht. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass Münster noch einen weiten Weg vor sich hat, lieferte den der 1. FC Magdeburg mit dem 0:0 gegen den FSV Zwickau in der vergangenen Woche, durch das der SCP wieder auf einen Abstiegsplatz (18.) abgerutscht ist. „Wir müssen da unten so schnell wie möglich rauskommen“, betont Steffen, der seiner Mannschaft am Sonntag frei gönnte und selbst bei der Familie in Kaarst Kraft tankte.

Was ihm am Montag nicht gefiel, waren die Blessuren von Amaury Bischoff, Ole Kittner und Denis Mangafic. Immerhin ist Jeron Al-Hazaimeh nach seinem Anriss der Hüftmuskulatur wieder fest eingeplant für den Kader in Halle. Doch für Bischoff, der an einer Sprunggelenksverletzung laboriert, kommt ein Einsatz dort definitiv zu früh. Der Knöchel macht noch Probleme, selbst ein dosiertes Lauftraining ist noch nicht möglich, auch wenn der Bänderriss abgeklungen ist. Kittner (Hüftbeugerprobleme) und Mangafic (Patellasehnenbeschwerden) sollen dagegen in den kommenden Tagen wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren.

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