Fußball: 3. Liga
Preußen-Kapitän Rizzi: „Wie eine zweite Vorbereitung“

Münster -

Der Start ging in die Hose, mit dem 1:0 über die Mainzer Reserve hat sich der SC Preußen wieder etwas gefangen. Vor dem Gastspiel in Halle am Freitag benennt Kapitän Michele Rizzi den Grund, warum die vielen spielfreien Wochen zuletzt dem Team durchaus helfen können.

Mittwoch, 07.09.2016, 18:00 Uhr aktualisiert: 08.09.2016, 12:36 Uhr
Der Kapitän ist wieder zu 100 Prozent fit: Michele Rizzi könnte in Halle in die Startelf rücken.
Der Kapitän ist wieder zu 100 Prozent fit: Michele Rizzi könnte in Halle in die Startelf rücken. Foto: Jürgen Peperhowe

Seit dem 13. August hat der SC Preußen genau ein Spiel bestritten. Und gewonnen. 1:0 gegen den FSV Mainz 05 II. Ein zweifellos wichtiger Erfolg in einem durch DFB-Pokal und Länderspiele zerstückelten Terminkalender. „Wir haben in den vergangenen vier Wochen so was wie eine zweite Vorbereitung absolviert“, erzählt Michele Rizzi . Nach dem Fehlstart mit nur einem Punkt aus vier Partien konnte das nicht schaden. Und der Kapitän durfte so eine Entzündung am Sprung­gelenk auszukurieren. „Es tat gut, ich habe zuletzt alle Einheiten mitgemacht und wieder bei 100 Prozent“, sagt er.

Gegen Mainz kam er angeschlagen als Joker aufs Feld, am Freitag beim Halleschen FC (18.30 Uhr) wird der 28-Jährige zurück in der Startelf erwartet. Seine ersten knapp vier Monate gestalteten sich intensiver als erwartet. „Es herrschte nach dem 0:1 gegen Osnabrück schon fast Untergangsstimmung, das 0:1 in Rostock wurde extrem kritisch bewertet“, sagt er. „Das einzige richtig schlechte Spiel war aber das 0:2 in Großaspach.“ Anschließend kündigte Trainer Horst Steffen die harte Welle an. War es tatsächlich die Hölle für die Profis? „Wir haben schon sehr viel trainiert, und der Coach wurde noch klarer in der Ansprache. Aber er ist auch weiter ein Typ, der gern und viel lacht“, sagt Rizzi, der Wert darauf legt, dass trotz der mageren Startausbeute der Umgang der Spieler untereinander nicht gelitten hat. „Dabei war uns allen bewusst, dass wir unsere Sinne noch mal schärfen müssen.“

Nun geht es also – übrigens ohne Ole Kittner (Hüftbeugerbeschwerden) – nach Sachsen-Anhalt. Der 15. erwartet den 18. der Tabelle. „Aber wir fahren da mit breiterer Brust hin und freuen uns auf Halle“, so Rizzi. „Jetzt muss sich der erste Sieg irgendwie bezahlt machen. Hätten wir Mainz nicht geschlagen, hätte es gebrannt. Aber wir haben unsere Wut auf uns selbst in Aggressivität auf dem Platz umgewandelte.“ Ein Rezept, das auch für Freitag noch aktuell sein könnte – selbst wenn der Zorn nachgelassen hat.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4287907?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker