Fußball: 3. Liga
Stabilität hat für Preußen in Halle Vorrang

Münster -

Beim Halleschen FC hat der SC Preußen unter Flutlicht die Chance, den verbaselten Saisonstart weiter zu begradigen. Ob Kapitän Michele Rizzi wieder in die Mannschaft rückt, lässt Trainer Horst Steffen bewusst offen,

Donnerstag, 08.09.2016, 13:48 Uhr aktualisiert: 08.09.2016, 14:48 Uhr
Edisson Jordanov (l.) und Benjamin Schwarz (M.) gehörten gegen Mainz zu den Aktivposten und sind auch in Halle in der Startelf der Preußen zu erwarten.
Edisson Jordanov (l.) und Benjamin Schwarz (M.) gehörten gegen Mainz zu den Aktivposten und sind auch in Halle in der Startelf der Preußen zu erwarten. Foto: Jürgen Peperhowe

In einem Punkt bleibt sich Horst Steffen immer treu. Deutliche Hinweise, wie seine Startelf aussehen könnte, liefert der Trainer des SC Preußen selten bis nie. Umso bemerkenswerter ist es schon, wenn er vor dem Gastspiel beim Halleschen FC andeutet, dass Stéphane Tritz hinten rechts Denis Mangafic (Patellasehnenprobleme) vertritt und auf der linken Seite der hartgesottene Routinier Benjamin Schwarz den Vorzug vor dem genesenen Jeron Al-Hazaimeh erhält. Doch an dieser Stelle endet die personelle Plauderlaune des 47-Jährigen bereits. Selbst auf eine Rückkehr von Kapitän Michele Rizzi in die Anfangsformation möchte er sich nicht festlegen.

Gerade wie er seine Truppe im Mittelfeld anordnet, ist wie so oft ein Geheimnis. Die Charakteristik des Gegners spielt dabei meist eine nicht unwesentliche Rolle. „Ich weiß, dass wir auf ein sehr spielstarkes Team treffen mit vielen Offensivleuten und hochstehenden Außenverteidigern“, sagt Steffen. „Wir müssen defensiv wachsam sein.“ Ein Punkt, der für Rizzi sprechen könnte. Wahrscheinlich müsste bei einer vorsichtigeren Ausrichtung Mehmet Kara auf die Bank.

Die grundsätzliche Philosophie des Coaches ist mit dem schwachen Saisonstart und gerade dem schlechten Auftritt in Großaspach (0:2) ins Wanken geraten. Alles spielerisch lösen – dieses Prinzip ist überholt, das zeigte auch schon der 1:0-Sieg gegen Mainz vor zwei Wochen. „Wichtig ist, dass wir eine gewisse Stabilität reinbekommen“, sagt der Trainer und meint dabei weniger die Aufstellung, sondern vielmehr die Sicherheit in den Abläufen, die sich die Mannschaft in den Trainingseinheiten holen sollte. Dafür haben die Preußen in den vergangenen 14 Tagen ein intensives Programm absolviert, über das sich jedoch keiner der Profis zu beschweren wagte. Auch sie wissen: Eine Steigerung ist unabdingbar in dieser so ausgeglichenen 3. Liga. „Teile von dem, was ich verlange, setzen wir schon um. Aber zufrieden bin ich noch lange nicht“, sagt Steffen.

Neuer Job für N‘Diaye

Knapp vier Monate nach seinem Ausscheiden beim SC Preußen hat Publikumsliebling Babacar N‘Diaye einen neuen Verein gefunden. Der 42-Jährige wird unter Chefcoach Francisco Copado erneut Co-Trainer bei Teutonia Watzenborn-Steinberg. Daniel Steuernagel hatte den Südwest-Regionalligisten zuvor aus beruflichen Gründen überraschend verlassen. Die Hessen waren erst vor dieser Saison aufgestiegen und sind aktuell ­Tabellenzwölfter. In ihrem Kader steht auch ein weiterer Ex-Münsteraner, Abdenour Amachaibou. Copado kommt vom Bayernligisten FC Gundelfingen. N‘Diaye, der als Stürmer und Assistent sechs Jahre beim SCP war, spielte wie der frühere Bundesliga-Profi einst auch für die SpVgg Unterhaching.

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Diesen Standpunkt dokumentiert nach wie vor die Tabelle am besten. „Wir sind 18., das interessiert“, betont der Fußballlehrer. „Egal, ob die Ausbeute jetzt gerecht war oder nicht.“ Von Entwarnung spricht beim SCP ohnehin noch niemand. Nur ein Sieg in Halle würde die Lage fürs Erste beruhigen.

SCP : Schulze Niehues - Tritz, Schweers, Mai, Schwarz – Jordanov, Rizzi, Wiebe, Tekerci – Weißenfels, Grimaldi

► Neben den verletzten Akteuren wie Mangafic, Amaury Bischoff oder Ole Kittner trat auch Nachwuchsmann Lennart Stoll die Reise nach Sachsen-Anhalt nicht mit an. Ein Einsatz in der U 23 am Freitag ist denkbar.

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