Fußball: 3. Liga
Gockels Vertragsverlängerung ist ein zentraler Punkt für Preußen

Münster -

Preußen Münster befindet sich nicht nur sportlich in einer schwierigen Lage, sondern auch auf den Führungsebenen. Ein Umbruch steht im Winter an. Dabei wird es eine zentrale Rolle spielen, ob Sportvorstand Carsten Gockel im Verein bleibt und in welcher Form. Liegt ihm sogar schon ein Dreijahresvertrag vor?

Mittwoch, 14.09.2016, 09:33 Uhr
Blick nach vorn? Carsten Gockel war sieben Jahre Profi und ist nun zehn Jahre als Sport-Chef beim SCP.
Blick nach vorn? Carsten Gockel war sieben Jahre Profi und ist nun zehn Jahre als Sport-Chef beim SCP. Foto: Jürgen Peperhowe (Archiv)

Sportlich erlebt der SC Preußen Münster die vielleicht schwerste Phase seit dem Aufstieg in die 3. Liga im Jahr 2011. Am Samstag steht das – natürlich – eminent wichtig Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg auf dem Programm. Der Vorletzte erwartet den Drittletzte, das ist am siebten Spieltag das Duell der Enttäuschten.

Unabhängig von der krisenhaften Situation ist der Verein aktuell im Umbruch. So wurde kolportiert, dass Sportvorstand Carsten Gockel just ein mehrjähriger Kontrakt angeboten wurde, der bisherige Vertrag endet im Januar 2017 mit dem Ende der Amtszeit des Präsidiums. Club-Chef Georg Krimphove hat seinen Rückzug bereits angekündigt, ein Nachfolger wird gesucht.

Gockel erster hauptamtlicher Präsident?

Gockel sagte auf Anfrage unserer Zeitung am Dienstag nur: „Ich werde das nicht ausschließen. Es stimmt, es wurde darüber schon mal gesprochen. Mehr aber auch nicht.“ Die ins Spiel gebrachte Variante, dass Gockel Nachfolger von Krimphove als erster hauptamtlich bezahlter Präsident werden würde, kommentierte er nicht.

Der SCP befindet sich in einem großen personellen Wandlungsprozess, bei dem viele Fragen offen sind. Kernthemen sind nun:

 Der Aufsichtsrat: Nach 13 Jahren als Vorsitzender des Kontrollgremiums geht Thomas Bäumer und bleibt auch nicht ordentliches Mitglied an Bord. Zuletzt wurde der Unternehmer Fabian Roberg berufen , möglicherweise könnte er auch Bäumer-Nachfolger werden. Im Hintergrund fällt weiterhin der Name des in Münster wohnenden Walther Seinsch, der den FC Augsburg als Vereinschef von der Regionalliga in die 1. Bundesliga führte sowie zentrale Figur beim Bau der heutigen WWK-Arena war.

► Das Präsidium: Krimphove geht. Kommt ein Neuer, würde der möglicherweise eine veränderte Mannschaft mitbringen wollen. Eine vorwegnommene Weiter-Verpflichtung von Gockel im Vorfeld würde da also wenig Sinn machen.

► Der Trainer: Der Vertrag von Horst Steffen läuft im Sommer 2017 aus. In der Regel wird diese wichtigste Frage im sportlichen Bereich in der Winterpause geklärt – genau die Übergangszeit bei den Personalrochaden in Aufsichtsrat und Präsidium.

► Stadion-Umbau und -Weiterentwicklung: Ohne eine Aufwertung der Spielstätte wird es keine sportliche Weiterentwicklung in Münster geben. Eher wird man sich damit anfreunden müssen, mit Mühe in der 3. Liga wettbewerbsfähig zu bleiben. Nicht wenige erwarten, dass bei fehlender Perspektive für einen Stadionumbau der Abstieg in die Regionalliga im mittelfristiger Zukunft kaum zu verhindern sein wird. In diesem Punkt entspricht die Ausgangslage in Münster der aktuellen sportlichen Lage: Hier steht der SCP auf einem Abstiegsrang.

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