Fußball: 3. Liga
„Höchste Eisenbahn“ für Preußens Stadionpläne

Münster -

Die neue Führungsriege des SC Preußen stellt sich den eigenen Anhängern. Beim Fan-Stammtisch am Montagabend ging es um die Stadionfrage und die Ausgliederung der Profisparte. Eins wurde klar: Von den hohen Zielen rückt die Vereinsspitze trotz Rückschlägen nicht ab.

Dienstag, 15.11.2016, 08:25 Uhr
Rund 400 Anhänger hörten zu, was die Führungsetage des SC Preußen beim Fan-Stammtisch zu sagen hatte.
Rund 400 Anhänger hörten zu, was die Führungsetage des SC Preußen beim Fan-Stammtisch zu sagen hatte. Foto: Sebastian Sanders

„ Preußen Münster muss am Freitag gegen Erfurt gewinnen, den Klassenerhalt schaffen und dann in der Saison 2017/18 den Aufstieg in die 2. Liga schaffen“ – mit diesen Worten beendete Christoph Strässer , Präsident des SC Preußen Münster, den von der neuen Führungsriege des Drittligisten einberufenen Fan-Stammtisch im Jovel am Montag. Rund 400 Anhänger folgten der Einladung und erlebten einen ebenso informativen wie emotionalen Abend.

Standortsuche weiter schwierig

Zwei Themen sind es, die Preußens Anhang in diesen Tagen besonders beschäftigen: die Stadionfrage und die Ausgliederung der Profisparte aus dem „e.V.“. Eines ist jetzt schon amtlich: Der mögliche Standort einer neuen Arena mit einer Kapazität von bis zu 40.000 Zuschauern an der Nieberdingstraße wäre vor 2027 nicht realisierbar, das sind die Ergebnisse eines weiteren Gespräches mit der Stadt, die nur einen geringen Anteil an Liegenschaften auf dem Grundstück besitzt. Ziel des Vereins ist, im Jahr 2018 mit dem Bau des neuen Stadions zu beginnen .

Bleibt Stand jetzt nur die Alternative, an der Hammer Straße das Projekt „Stadionumbau“ zu realisieren. Das allerdings trifft so ganz und gar nicht den Nerv der neuen starken Männer im SCP . Weil: Dort sei ein Ausbau nur auf maximal 22.000 Plätze möglich, so Sportvorstand Walther Seinsch, für dessen Visionen dieser Standort ungeeignet erscheint.

Also doch raus aus Münster? Für viele Anhänger kaum vorstellbar. Strässer hofft, dass die Stadt den Ball aufnimmt und ein Areal zur Verfügung stellt. „Es ist höchste Eisenbahn. Sonst fährt der Zug ohne den SCP ab“, bekräftigte Seinsch unter dem verhaltenen Applaus der Zuschauer.

Das ist die Führungsmannschaft des SCP

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  • Neues Führungsduo im Preußen-Präsidium: SPD-Politiker Christoph Strässer (l.) und Unternehmer Walther Seinsch.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Aus der alten Führungsriege - v.l.: Carsten Gockel (Sportvorstand), Uwe Landheer (Vorstand Liegenschaften), Georg Krimphove (Präsident), Siggi Höing (Vorstand, Sponsoren), Thomas Bäumer (Aufsichtsratschef) und Mike Schmitz (Vorstand Finanzen) - sind nur zwei Personen übrig geblieben:

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Siggi Höing, der weiterhin für Sponsoren zuständig ist und...

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • ...Carsten Gockel, der den Vorstand allerdings verlässt und nur noch als Geschäftsführer arbeiten wird.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Christoph Strässer führt künftig das Preußen-Präsidium.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Auch Unternehmer Walther Seinsch ist jetzt neu im Vorstand und zuständig fürs Sportliche und das Stadionprojekt.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Der bisherige Jugendkoordinator Bernd Niewöhner rückt in den Vorstand auf und kümmert sich weiter um den Nachwuchsbereich.

    Foto: Wilfried Hiegemann
  • Außerdem neu im Vorstand: Martin Jostmeier (2.v.l.), stellvertretender Geschäftsführer des Handwerkerbildungszentrums, ist zuständig für Finanzen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Fabian Roberg hatte nur eine kurze Amtszeit als Preußen-Aufsichtsrats-Chef. Am 20. November 2016 kündigte der Unternehmer aus Münster seinen Rücktritt an.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Stellvertreter ist weiter Michael Klein.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Prominenter Neuzugang im Aufsichtsrat: Ex-Profi und -Nationalspieler Christoph Metzelder. Er soll in allen sportlichen Angelegenheiten beraten.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Um das gleiche Feld soll sich auch Jochen Terhaar kümmern.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Diese zehn Männer bilden am 14. Oktober den neuen Aufsichtsrat der Preußen: (v.l.) Marc Zahlmann, Jürgen Becker (neu, Steuerberater), Frank Rheinboldt, Fabian Roberg, Michael Klein, Frank Westermann (neu, Anwalt), Wilhelm Schwellenbach, Christoph Metzelder (neu), Jochen Terhaar (neu) und Werner Bisplinghoff.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die neue Führungsriege hat hohe Ziele.

    Foto: Jürgen Peperhowe

Ohne Ausgliederung kein Stadionneubau

Mit einem Stadionneubau einher ginge eine Ausgliederung der Profiabteilung. „Sonst gibt es keine neue Arena, das ist undenkbar“, erklärte Aufsichtsratsboss Fabian Roberg. Zurzeit befinde sich der Club in Gesprächen, um ein rechtliches Konstrukt vorzubereiten. Wie das im Detail aussieht, ist noch Zukunftsmusik. „Wir brauchen eine Spardose für Investoren“, so Roberg. Es tut sich was beim SCP – Fortsetzung folgt.

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