Fußball: 3. Liga
Roberg geht – wechselt Seinsch das Gremium?

Münster -

(Aktualisiert) Erneuter Umbruch bei Preußen Münster. Knapp sechs Wochen nach der Vorstellung der neuen Führungsmannschaft verlassen fünf Mitglieder den Aufsichtsrat des Drittligisten. Wechselt Präsidiumsmitglied Seinsch jetzt das Gremium? 

Freitag, 25.11.2016, 18:00 Uhr aktualisiert: 26.11.2016, 11:40 Uhr
Fabian Roberg
Foto: Jürgen Peperhowe

Die Entscheidung im Machtkampf zwischen Fabian Roberg , dem Aufsichtsrats-Vorsitzenden, und Walther Seinsch , Präsidiumsmitglied, ist am Donnerstag kurz vor Mitternacht endgültig gefallen. Roberg bleibt dabei, dass er am 5. Dezember sich nicht zur Wahl des Aufsichtsrates stellen wird und damit auch seine Chefrolle im Kontrollgremium abgeben wird.

Zudem werden der langjährige Stellvertreter Michael Klein, Marc Zahlmann, Werner Bisplinghoff und Wilhelm Schwellenbach aus dem Aufsichtsrat ausscheiden, wie der Verein mitteilte. Damit steht knapp sechs Wochen nach dem Neustart bei Preußen Münster  erneut ein Umbruch an. 

Offen bleibt, ob Willi Tandetzki, Frank Rheinboldt und Jürgen Becker in diesem Kontrollgremium weitermachen wollen und sich am 5. Dezember zur Wahl stellen, von Vereinsseite gab es dazu keinen Kommentar.

Das „Seinsch-Lager“ bleibt

Dagegen dürfte gesichert sein, dass die Vertreter aus dem sogenannten „Seinsch-Lager“ mit Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder, Jochen Terhaar und Frank Westermann bei der Jahreshauptversammlung zur Wahl antreten werden. Der Aufsichtsrat wäre nur handlungsfähig, wenn sechs Bewerber von der Versammlung mit jeweils mehr Ja- als Nein-Stimmen gewählt werden würden. Metzelder, Terhaar und Westermann sowie möglicherweise Tandetzki, Rheinboldt und Becker würden ein notwendige Sextett stellen können.

Das ist die Führungsmannschaft des SCP

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  • Neues Führungsduo im Preußen-Präsidium: SPD-Politiker Christoph Strässer (l.) und Unternehmer Walther Seinsch.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Aus der alten Führungsriege - v.l.: Carsten Gockel (Sportvorstand), Uwe Landheer (Vorstand Liegenschaften), Georg Krimphove (Präsident), Siggi Höing (Vorstand, Sponsoren), Thomas Bäumer (Aufsichtsratschef) und Mike Schmitz (Vorstand Finanzen) - sind nur zwei Personen übrig geblieben:

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Siggi Höing, der weiterhin für Sponsoren zuständig ist und...

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • ...Carsten Gockel, der den Vorstand allerdings verlässt und nur noch als Geschäftsführer arbeiten wird.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Christoph Strässer führt künftig das Preußen-Präsidium.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Auch Unternehmer Walther Seinsch ist jetzt neu im Vorstand und zuständig fürs Sportliche und das Stadionprojekt.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Der bisherige Jugendkoordinator Bernd Niewöhner rückt in den Vorstand auf und kümmert sich weiter um den Nachwuchsbereich.

    Foto: Wilfried Hiegemann
  • Außerdem neu im Vorstand: Martin Jostmeier (2.v.l.), stellvertretender Geschäftsführer des Handwerkerbildungszentrums, ist zuständig für Finanzen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Fabian Roberg hatte nur eine kurze Amtszeit als Preußen-Aufsichtsrats-Chef. Am 20. November 2016 kündigte der Unternehmer aus Münster seinen Rücktritt an.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Stellvertreter ist weiter Michael Klein.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Prominenter Neuzugang im Aufsichtsrat: Ex-Profi und -Nationalspieler Christoph Metzelder. Er soll in allen sportlichen Angelegenheiten beraten.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Um das gleiche Feld soll sich auch Jochen Terhaar kümmern.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Diese zehn Männer bilden am 14. Oktober den neuen Aufsichtsrat der Preußen: (v.l.) Marc Zahlmann, Jürgen Becker (neu, Steuerberater), Frank Rheinboldt, Fabian Roberg, Michael Klein, Frank Westermann (neu, Anwalt), Wilhelm Schwellenbach, Christoph Metzelder (neu), Jochen Terhaar (neu) und Werner Bisplinghoff.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die neue Führungsriege hat hohe Ziele.

    Foto: Jürgen Peperhowe

Möglicherweise gibt es noch einen Kandidaten, der sich offiziell beworben hat beim Ehrenrat, um für die Wahl aufgestellt zu werden. Weiterhin fällt häufiger der Namen Clemens Große Frie, Vorstandsvorsitzender von Agravis, für den Aufsichtsrat. Denkbar, aber bislang unbestätigt ist, dass Walther Seinsch seinen Präsidiumsplatz räumt und dafür Sitz und Stimme im Aufsichtsrat erhalten würde.

Die Aufregung der letzten Tage und Wochen ändert aber auch nichts an der Position von Christoph Strässer, dem Bundestags-Abgeordneten. Er führt weiter die Amtsgeschäfte im Präsidium. Wechselt Seinsch in den Aufsichtsrat, blieben Martin Jostmeier (Finanzen), Bernd Niewöhner (Nachwuchs) und Siggi Höing (Sponsoren) als Präsidiumsmitglieder erhalten.

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