Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaften der Junioren
Außenseiter Nienberge souverän

Münster -

Das Teilnehmerfeld für die Endrunde der A-Junioren in der Sporthalle Berg Fidel steht fest. SC Münster 08, SC Preußen Münster, VfL Wolbeck, Westfalia Kinderhaus, Borussia Münster, 1. FC Gievenbeck und Wacker Mecklenbeck dürfen an diesem Donnerstag noch mal ran. Und dann ist da ja auch noch ein vermeintlicher Underdog, der sich allerdings sehr souverän für die Endrunde qualifiziert hat.

Mittwoch, 04.01.2017, 22:56 Uhr aktualisiert: 04.01.2017, 23:00 Uhr
Vergebliche Mühe: Roxels Torwart Jonathan Böhlendorf muss gegen Münster 08 (Linus Möllers, r.) vier Gegentreffer hinnehmen. Ali Ibrahim (Preussen Münster, kl. Foto) setzt sich gegen William Sekyere und Luca Reckmann (beide Albachten) durch
Vergebliche Mühe: Roxels Torwart Jonathan Böhlendorf muss gegen Münster 08 (Linus Möllers, r.) vier Gegentreffer hinnehmen. Ali Ibrahim (Preussen Münster, kl. Foto) setzt sich gegen William Sekyere und Luca Reckmann (beide Albachten) durch Foto: Peter Leßmann

Diese Geschichten kennt der Fußball zuhauf: Wenn der Außenseiter groß aufspielt, in knappen Spielen triumphiert und somit als Favoritenschreck in die Annalen eingeht. Zuletzt tat dies auf internationalem Parkett die isländische Nationalmannschaft, die als erstmaliger Teilnehmer an der Europameisterschaft für Furore sorgte. Bei den Stadtmeisterschaften ist es der SC Nienberge , der eine Überraschung an die nächste reiht. So qualifizierten sich auch die A-Junioren aus Münsters Norden erstaunlich souverän für die Endrunde , indem sie mit drei Siegen durch die Vorrunde marschierten. „Es ist uns gelungen, ansehnlichen Fußball zu spielen“, kommentierte Trainer Gerrit Rolwes .

Für Rolwes war das gute Abschneiden jedoch nicht völlig unerwartet. „Das Team ist seit über vier Jahren fast unverändert. Das ist die Basis für den Erfolg“, sagte Rolwes. Sich selbst bezeichnet er gerne als Defensivfanatiker, denn er achtet besonders auf ein aggressives Zweikampfverhalten und taktische Cleverness. „Wir spielen nicht mit Manndeckung, sondern wollen die Gegenspieler geschickt übergeben“, so Rolwes, der aber auch das Offensivpotenzial seiner Akteure fördern will. So gefiel vor allem Geburtstagskind Julian Peric, der in der Rolle des beidfüßigen Alleskönners einige gefährliche Situationen initiierte. Auch ihm war es zu verdanken, dass der Vorjahressieger SC Münster 08 mit 2:0 in die Schranken gewiesen wurde, der aber dennoch die Endrunde erreichte. „Dafür war eine geschlossene Mannschaftsleistung wichtig“, erklärte Rolwes.

Das Konzept kollektiver Verteidigungskunst setzte der VfL Wolbeck um, der sich überraschend für die Endrunde qualifizierte. „Auch unsere Offensivspieler sollen mit nach hinten arbeiten“, sagte Trainer Steffen Hinkelmann. Vor allem im ersten Spiel gegen das favorisierte Preußen Münster machte Wolbeck die Räume extrem eng und trotzte den Adlerträgern ein 1:1 ab, die aber dennoch die Endrunde erreichten. „Die Rolle des Überraschungsteams nehmen wir natürlich gerne an“, meinte Trainer Hinkelmann mit einem breiten Grinsen.

Eine kuriose Szene des Tages produzierte Gievenbecks Torhüter Henning Reichel, der beim Stande von 1:0 Linus Cassens von BW Aasee aus kurzer Distanz anschoss und damit den Ausgleichstreffer verschuldete. Im zweiten Spiel gegen die DJK Wacker Mecklenbeck machte es Reichel aber besser und traf selbst zum vorentscheidenden 2:0. Mit einem weiteren Erfolg gegen GW Gelmer gelang dem 1. FC Gievenbeck letztlich das souveräne Weiterkommen. In der Endrunde vertreten ist Borussia Münster, das einen umjubelten 2:0-Sieg gegen Handorf feierte. Auch Westfalia Kinderhaus bleibt weiter im Rennen und zog als Gruppenprimus in die nächste Runde ein. Zu guter Letzt mischt auch die DJK Wacker Mecklenbeck weiter im Kampf um die begehrte Trophäe mit.

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