Fußball: 3. Liga
Preußen lassen Kobylanski weiter warten

Münster -

Der Aufsichtsrat hat sich formiert, die nächsten Aufgaben werden heikel für das Kontrollgremium und den Vorstand. Aktuell geht es vor allem darum, den Kader für die Rückrunde aufzurüsten. Eine Entscheidung über das Leihgeschäft von Martin Kobylanski ist allerdings noch immer nicht gefallen.

Dienstag, 17.01.2017, 16:25 Uhr aktualisiert: 17.01.2017, 17:52 Uhr
Kommt nicht aus der Warteschleife: Martin Kobylanski (Mitte) kann aktuell nicht vom SCP finanziert werden.
Kommt nicht aus der Warteschleife: Martin Kobylanski (Mitte) kann aktuell nicht vom SCP finanziert werden. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Klappe im Fall Martin Kobylanski ( Lech Danzig) ist nicht in letzter Konsequenz gefallen. Aber, so Vorstandsmitglied Bernd Niewöhner : „Es gibt keine endgültige Entscheidung. Kein Spieler verlässt Stand heute den SCP . Es gibt kein neues Geld, damit können wir Kobylanski nicht verpflichten.“ Die große Runde aus neu formiertem Aufsichtsrat und Präsidium, die am Montag gemeinsam tagte, brachte keine positive Wende. Vorerst.

In den letzten Tagen vor dem Ende der Wechselfrist am 31. Januar gibt es aber erstmals vage Zeichen, dass aktuelle Preußen-Spieler ihre Verträge auflösen wollen. Namen nannte Niewöhner – natürlich – nicht. Erst solche Abgänge würden dann noch ermöglichen, dass ein Kobylanski oder sonst wer verpflichtet werden könnte. Die Vorgaben vom Deutschen Fußball-Bund ( DFB ) seien aber eindeutig, verweist Niewöhner auch auf das enge Korsett der Lizenzierung.

Kobylanski, Vorbereitung auf den Punktspielstart in Osnabrück (28. Januar) – das ist Tagesgeschäft. Präsidium und Aufsichtsrat haben derweil drei mittel- beziehungsweise langfristige Projekte vor der Brust.

►  Was ist zu tun? Die Ausgliederung der Profi-Abteilung und die Stadionfrage sind zwei zentrale Themen, die in den nächsten Wochen und Monaten auf den Weg gebracht werden müssen, erklärte der neue Vorsitzende des Aufsichtsrates, Frank Westermann.

►  Wann muss die Lizenz beantragt werden? Unabhängig von der sportlichen schwierigen Situation muss der SCP mittelfristig bis zum 28. Februar die Unterlagen beim DFB einreichen.

►  Wird sich der siebenköpfige Aufsichtsrat noch erweitern? „Das ist ein Gedanke, wir sind offen für Ergänzungen“, sagt Westermann. Für den sportlichen Bereich ist eine enge Zusammenarbeit des Präsidiumsmitgliedes Niewöhner mit den Aufsichtsratsmitgliedern Christoph Metzelder, Walther Seinsch und Jochen Terhaar angedacht.

►  Wann kommt ein Nachfolger für Carsten Gockel, der gleichermaßen Geschäftsstelle und sportliche Geschicke leitete? Es bleibt beim Frühjahrsfahrplan, dass zunächst ein Leiter der Geschäftsstelle eingestellt wird und später dann ein Sportchef installiert wird. Malte Metzelder (FC Ingolstadt) bleibt klarer Favorit.

►  Westfalenpokal: Das Viertelfinale findet am 21. Februar (Dienstag) um 19 Uhr im Preußenstadion gegen Regionalligist SV Rödinghausen statt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4566162?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker