Triathlon: 2. Bundesliga
Tri Finish und W+F Münster starten in die Saison

Münster -

Die Winterpause ist vorbei. Am Sonntag nehmen die Triathleten ihren Liga betrieb auf. In Gütersloh hebt sich der Vorhang für die 2. Liga. Münster schickt drei Vertretungen ins Rennen.

Donnerstag, 18.05.2017, 12:00 Uhr aktualisiert: 19.05.2017, 14:28 Uhr
Die W+F-Jungs brennen auf ihren Einsatz: (von links) Roman Schmeier, Stefan Stroick, Kai Hesterwerth, Robin Willemsen, Jonas Osterholt, Eric Bennemann, Cedric Osterholt, Jannik Feder und Nachwuchsmann Quentin Staudinger.
Die W+F-Jungs brennen auf ihren Einsatz: (von links) Roman Schmeier, Stefan Stroick, Kai Hesterwerth, Robin Willemsen, Jonas Osterholt, Eric Bennemann, Cedric Osterholt, Jannik Feder und Nachwuchsmann Quentin Staudinger. Foto: W+F Münster

E

s gibt Sportarten, die sind aus ihrer Saisonalität gekippt. Schleichend, aber stetig. Die Entwicklung setzte im Berufssport im Zuge der Kommerzialisierung ein. Golf wird nun das ganze Jahr über gespielt, selbst die Skispringer hüpfen inzwischen bei tropischen Temperaturen im Hochsommer auf ihre Gummimatten. Gewöhnungsbedürftig – aber finanziell lukrativ. Anscheinend auch im Amateursport, der ja weitgehend mit dem Strom schwimmt.

Gänzlich anders verhält es sich beim leistungs- wie breitenorientierten Triathlon. Hier werden in der Regel von Mai bis September die eigenen körperlichen Grenzen ausgelotet. Auch 2017. Die 2. Bundesliga steht unmittelbar vor dem Startschuss. Am Sonntag erfolgt der Auftakt in Gütersloh mit einem Teamwettkampf (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, fünf Kilometer Laufen). Mit reichlich Lokalkolorit. Wasser + Freizeit (W+F) entsendet seine Herren der Schöpfung, Tri Finish geht mit einer Vertretung bei den Männern und Frauen an den Start.

Die Zeit rast. „Das muss unsere fünfte Saison sein“, hält Patrick Hoffmann für einen Moment inne. Er überlegt, wirft, um ganz sicher zu gehen, einen Blick in die alten Unterlagen. „Ja, die fünfte.“ Hoffmann ist seit Beginn dieser Saison zusammen mit Kai Hesterwerth mit der Sportlichen Leitung bei W+F betraut, nachdem Christian Hölter nach vier Jahren Unterhaus aus beruflichen wie privaten Gründen kürzertreten musste. Er kennt das Umfeld genau, ist seit vielen Jahren tief im Verein verwurzelt. Ein typischer „Dino“, wie er selbst sagt. Und ein guter Triathlet, auch wenn er es nur einmal in den Zweitliga-Kader geschafft hat. Damals in Grimma, 2014.

Hoffmann und Hesterwerth sehen sich optimal aufgestellt für die fünf Liga-Wettkämpfe (Gütersloh, Eutin, Verl, Grimma, Hannover). „Wir haben super Jungs dabei, ein paar Jungspunde und alte Haudegen“, wie Hoffmann sagt. „Die Mischung macht’s.“

Das junge, erfolgshungrige Personal kommt vom SuS Stadtlohn und genießt ein Zweitstartrecht. Die Zwillinge Jonas und Cedric Osterholt sowie Robin Willemsen und Eric Bennemann werden am Sonntag an Bord sein und das Durchschnittsalter nach unten drücken. Der fünfte Mann, der erfahrenen Niederländer Jan- Roelf Heerssem, fällt da schon durchs (Alters-)Raster. Dass der Nachwuchs zieht, zeigte er 2016 beim Ausklang in Hannover. Die beiden Osterholts und Willemsen gehörten zu jenen Ausdauerhelden, die mit Platz drei für Aufsehen sorgten. Es war das bislang beste Ergebnis von Wasser + Freizeit Münster in der 2. Liga.

„Wir sind heiß und freuen uns auf das erste Rennen. Ich denke, ein einstelliger Platz ist in diesem Jahre realistisch“, lehnt sich Hoffmann nicht allzu weit aus dem Fenster. In der Hinterhand hat er weitere Athleten, die auf einen Einsatz brennen. Namentlich sind das David Wetzel, Jannik Feder, Stefan Stroick, Roman Schmeier und Hesterwerth selbst. Qualität und Quantität scheinen stimmig.

► Tri Finish Münster genießt seit vielen Jahren einen glänzenden Ruf im Triathlonsport und gilt als Top-Adresse – und das spricht nicht nur für die Bundesliga-Mannschaft. Die Zweitvertretung hat sich längst in der 2. Liga etabliert. Am Wochenende kann der Sportliche Leiter Tim Habel aus dem Vollen schöpfen, sprich aufgrund des saisonal frühen Termins gar auf Athleten aus dem Oberhaus zurückgreifen. Diesen Joker zieht er. Patrick Dirksmeier, Daniel Mehring und Yannick Stollenwerk verstärken die „Zweite“ in Ostwestfalen. Dazu gesellen sich die etatmäßigen Kräfte Sebastian Czerny und Luca Heerdt.

►In ihre dritte Saison gehen die Tri-Finish-Mädels. Mit Platz vier im Vorjahr haben die ambitionierten Triathletinnen durchaus Erwartungen geschürt. Sophia Salzwedel, zusammen mit Hanna Helmig und Anna Mentrup in der Teamleitung, tritt aber auf die Bremse. „Diesen Erfolg zu bestätigen, wird ungemein schwer, weil der Kader überschaubar ist.“ Am Sonntag in Gütersloh sind die erfahrenen Lisa Ellmers und Petra Stöppler gesetzt, das Quartett vervollständigen im Teamsprint der Neuzugang Hannah Arlom und Anne Hassenjürgen. Noch nicht dabei ist das zweite neue Gesicht im Team, die Dänin Dorthea Jorgensen. Auch Imke Sumbeck und Marie Stockey sind außen vor.

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