Rudern: U-19-EM
RVM-Quartett will in Krefeld aufs Podium

Münster -

Bei der Europameisterschaft der Ruderer in Krefeld startet ein reines Quartett des RV Münster. Den Qualifikationswettkampf in München gewann der Vierer-ohne souverän. Das Ziel: eine Medaille. Doch die Konkurrenz ist stark.

Freitag, 19.05.2017, 09:00 Uhr
Am Riemen reißen für Deutschland: Die Nationalteam-Trikots sitzen bei den Ruderern aus dem EM-Vierer des RVM bereits perfekt: (v.l.) John Heithoff, Mika Kohout, Ole Kruse und Yannik Sacherer.
Am Riemen reißen für Deutschland – die Nationalteam-Trikots sitzen bei den Ruderern aus dem EM-Vierer des RVM bereits perfekt: (v.l.) John Heithoff, Mika Kohout, Ole Kruse und Yannik Sacherer. Foto: Thorsten Kortmann/RVM

Der bei Krefeld gelegene Elfrather See feiert am Wochenende sein Debüt als internationale Wettkampfarena. Auf dem ansonsten eher beschaulichen Gewässer finden die U-19-Europameisterschaften im Rudern statt. Mit großen Ambitionen dabei ist ein Vierer-ohne des RV Münster. Neun gegnerische Nationen erwarten das Quartett.

Das von Coach Marc Roßmeier betreute Team mit John Heithoff, Mika Kohout, Ole Kruse und Yannik Sacherer an Bord hatte erst vor knapp zwei Wochen auf der internationalen Regatta in München sein EM-Ticket gelöst. Den Weg nach Krefeld sicherte sich der Vierer durch einen souveränen Auftritt als schnellstes deutsches Boot. „Wir fahren seit fast drei Jahren zusammen als Team und haben in dieser Zeit auch alle schon ein Nationaltrikot getragen. Aber das ist der erste gemeinsame Start unserer Crew bei internationalen Titelkämpfen“, freut sich Sacherer. Gemeinsam waren der Wahl-Münsteraner und Kruse letztes Jahr in Rotterdam Ersatzruderer im Nationalkader der Junioren-WM. Kruse saß zudem bei der EM in Trakai im deutschen Vierer. Heithoff und Kohout vertraten beim Baltic Cup erfolgreich die deutschen Farben. Erfreut über die Nominierung zeigt sich auch RVM-Vorstandssprecher Dirk Bensmann: „Bei EM und WM starten fast ausschließlich Auswahlboote mit Athleten aus verschiedenen Clubs. Dass ein kompletter Vereinsvierer für Deutschland startet, spricht nicht nur für die vier Ausnahmeathleten, sondern auch für die Arbeit bei uns.”

WM-Aus für Brummel

Felix Brummel muss seine WM-Hoffnungen begraben. Der Münsteraner wurde nicht für die Titelkämpfe in Bradenton (USA) nominiert. Stattdessen wird der RVM-Ruderer im National-Achter bei der traditionsreichen Henley-Regatta (28. Juni bis 2. Juli) antreten.

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Lässt der Sieg in München einen lockeren Erfolg bei der EM in Krefeld erwarten? Trainer Roßmeier wiegelt ab: „Die Jungs haben zwar vier der Gegner schon geschlagen, aber es gibt einige starke Teams, die wir nicht einschätzen können.” Zudem hat sich das Quartett nicht spezifisch auf diese Titelkämpfe vorbereitet. „Die Crew will auch noch zur Junioren-WM im August fahren und muss zuvor die Nominierungswettkämpfe bestreiten. Sie kann nicht über so viele Wochen Top-Form behalten. Deshalb starten wir in Krefeld quasi aus dem Training“, so Roßmeier.

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