Tennis: 2. Damen-Bundesliga
TC Union reist zuversichtlich nach Berlin

Münster -

Beim LLTC RW Berlin wartet auf den TC Union ein traditionsreicher Gegner. Doch Angst kennen die Münsteranerinnen nicht. Ein Sieg in der Hauptstadt scheint für sie durchaus im Bereich des Machbaren. Zumal das Team in einer Top-Aufstellung antritt.

Donnerstag, 18.05.2017, 17:28 Uhr aktualisiert: 18.05.2017, 17:50 Uhr
Hat gute Erinnerungen an Berlin: Ria Dörnemann gewann schon 2015 mit Union beim LTTC Rot-Weiß.
Hat gute Erinnerungen an Berlin: Ria Dörnemann gewann schon 2015 mit Union beim LTTC Rot-Weiß. Foto: fotoideen.com

Der LTTC Berlin ist eine der renommiertesten Adressen im deutschen Tennis. Gegründet 1897, blickt der Club nicht nur auf eine lange, sondern vielmehr auch auf eine ruhmreiche Geschichte. Legenden wie Henner Henkel, Gottfried von Cramm und Boris Becker oder Cilly Aussem und Steffi Graf waren einst Mitglied im Verein am Hundekehlesee. Eigentlich Grund genug für den vergleichsweise kleinen TC Union Münster, mit viel Ehrfurcht nach Berlin zu reisen. Doch Pustekuchen, der Zweitligist geht selbstbewusst in das Duell am Sonntag (11 Uhr). „Wir haben keine Angst und wollen dort gewinnen“, sagt TCU-Coach Thomas Heilborn.

Und dies erklärt er nicht aus purem Überschwang, sondern aus kühler Kalkulation. Schon vor zwei Jahren gewann Union in der Hauptstadt, der 6:3-Erfolg bedeutete damals den vorzeitigen Klassenerhalt, den die beiden Kontrahenten auch für diese Saison ausgeben haben. Berlin hat im Gegensatz zu Münster mit dem 9:0 beim THC von Horn und Hamm bereits den ersten Schritt zum Ligaverbleib gemacht, Union dagegen kassierte ein 1:8 gegen Bundesliga-Absteiger TC DD Daumann Moers. „Aber wir wissen das Ergebnis einzuschätzen und auch, dass Moers eine andere Klasse als Berlin hat. Die Stimmung jedenfalls ist gut“, sagt Heilborn, der mit Teilen des Teams am Samstag in die Hauptstadt reist – und dort auf seine ausländischen Kräfte trifft.

Von denen war Melanie Klaffner (Österreich) bereits zuletzt dabei, für die Südafrikanerin Chanel Simmonds ist es dagegen ihr Saison-Debüt, für Aleksandrina Naydenova gar die Union-Premiere. Wenn auch mit einem kleinen Fragezeichen. Nach ihrer Viruserkrankung sagte die Bulgarin das 25 000-Dollar-Turnier in La Bisbal (Spanien) ab, meldete sich dafür aber beim TCU als spielfähig an. Dies tat auch die zuletzt angeschlagene Manon Kruse, die mit Franziska Etzel, Ria Dörnemann und Tina Kötter den Kader komplettiert. „Wenn Aleksandrina dabei ist, sind wir so gut aufgestellt wie wohl noch nie und haben eine richtig gute Mannschaft. Aber das Dumme ist, dass das auch Berlin hat“, sagt Heilborn mit Blick auf die rot-weiße Aufstellung. In Nastja Kolar und Masa Zec-Peskiric (beide Slowenien), Ana Savic (Kroatien) sowie der Polin Stefania Rogozinska-Dzik, einer Schülerin von Sabine Lisicki, waren am ersten Spieltag gleich vier ausländische Spielerinnen dabei und erfolgreich.

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