Fußball: Amateurligen
Derby in Gievenbeck, Spitzenspiel für Nullacht

Müünster -

Der BSV Roxel muss zum Derby beim 1. FC Gievenbeck antreten und benötigt dringend Punkte. Doch auch andernorts ist es in der vorletzten Runde der Saison mächtig spannend. Zum Beispiel hofft der SC Münster 08 noch auf die Vizemeisterschaft.

Freitag, 19.05.2017, 16:52 Uhr
Fabian Gerick (l.) trifft mit dem FCG auf Roxels Sven Saerbeck. 
Fabian Gerick (l.) trifft mit dem FCG auf Roxels Sven Saerbeck.  Foto: fotoideen.com

Anstoß ist wie üblich um 15 Uhr auf den zahlreichen Schauplätzen. Die Wacker-Damen beginnen wie immer schon um 12.30 Uhr, die Reserve des 1. FC Gievenbeck um 13 Uhr.

Westfalenliga

1. FC Gievenbeck - BSV Roxel

Das ist kein Spiel wie jedes andere. Zum einen, weil es sich um ein Ortsderby handelt. Zum anderen sind die Auswirkungen auf den Abstiegskampf wesentlich. Wie in einer Woche Preußen Münster II hat am Sonntag (15 Uhr) Gastgeber 1. FC Gievenbeck direkten Einfluss auf die Zukunft des BSV Roxel. Doch damit nicht genug der Besonderheiten. Gäste-Trainer Stephan Zurfähr kehrt zur neuen Saison als Sportlicher Leiter zum FCG zurück, bei dem das letzte Heimspiel der Saison ansteht. Und dazu zählen die Verabschiedungen von Daniel von der Ley und Alan Bezhaev sowie Ehrungen von Mitgliedern. Zudem möchte der FCG für das Kreispokalfinale gegen den SC Münster 08 am Donnerstag im Rhythmus bleiben. „Es ist eine besondere Situation. Und in der wollen wir uns einen Punkt verdienen“, hofft Zurfähr nach den durchaus unglücklichen Niederlagen in der Hinrunde (0:1) und Pokal-Halbfinale (1:2) auf mehr „Spielverlaufsglück“. Auf mehr nicht: „Es gibt keine Absprache und schon gar kein Kofferspiel.“ Ausfallen wird Patrick Gockel mit einem Nasenbeinbruch. Hingegen kehrt Martin Lambert nach seiner Sperre zurück, und auch Sven Saerbeck hat zwei Mal trainiert. Ohne Yasin Altun müssen die Hausherren auskommen. Nach der zehnten Gelben Karte ist er erneut gesperrt. „Wir würden unser letztes Heimspiel gerne gewinnen. Das habe ich meinem Kollegen Stephan auch gesagt“, ruht aus Sicht von Benjamin Heeke die Freundschaft. „Wir haben unser Soll erfüllt“, ergänzt er und zielt auf das 5:2 beim SuS Bad Westernkotten ab, was ihm Beschimpfungen seitens des BSV-Konkurrenten einbrachte.

TuS Hiltrup - SpVgg Vreden

Für den TuS geht es darum, eine eher bescheiden verlaufene Saison ins Ziel zu bringen. Nicht ohne Motivation. Spätestens in einer Woche zum Finale gilt es, im Spiel gegen den SuS Bad Westernkotten dem BSV Roxel, dem alten Verein von Trainer Carsten Winkler, Schützenhilfe zu leisten. Zunächst aber stehen einige Spieler auf dem Prüfstand, die einen Stammplatz für sich reklamieren. Sie sollen zeigen, ob sie das zu Recht tun. Darüber, dass sich in der neuen Saison ohnehin einiges ändern muss, erzielten Trainer-Team und Mannschaftsrat in einem Gespräch am Donnerstag Einigung. Guglielmo Maddente und Eric Rottstegge sind angeschlagen. Mit Blick auf das letzte Saisonspiel wird bei beiden nichts riskiert. „Gut ist anders. Besonders die Rückrunde verlief von den Ergebnissen her schlecht. Das ist nicht zufriedenstellend“, sagt TuS-Trainer Carsten Winkler-

Preußen Münster II - SuS Bad Westernkotten

Die beiden letzten Spiele der Preußen beeinflussen vor allem den Abstiegskampf. Mit einem Sieg gegen den SuS Bad Westernkotten würde das Team dem Nachbarn aus Roxel sicher helfen, allerdings steht im letzten Spiel das direkte Duell gegen den BSV an. Der Fairness will der SCP beide Spiele absolut ernst nehmen. Doch Extramotivation brauchen die Preußen nicht, da sie für einen gelungenen Saisonabschluss noch die 50-Punkte-Marke knacken wollen. Der Gastgeber kann mit voller Kapelle antreten. Die drei A-Jugend-Spieler Timon Schmitz, David Zwick und Ali Ibraim sind mit an Bord, sie werden ohnehin in der nächsten Saison fester Bestandteil der Mannschaft werden. „Wir wollen beide Spiele gewinnen und mit 53 Punkten die Saison beenden. Dann können wir mit einem richtig guten Gefühl in die Pause gehen“, so Preußen-Coach Sören Weinfurtner.

Landesliga

SpVg Beckum - SC Münster 08

Vor knapp zwei Wochen verstarb unerwartet Beckums Vizepräsident, Macher und Hauptsponsor Diab Shalabi. Es ist für den Gastgeber und Meister das erste Heimspiel danach. Das aus diesem Grund resultierende Nachholspiel beim VfL Senden endete am Donnerstag 2:3. Keine Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche, da Maximilian Ricken weiterhin ausfällt. „Wir haben noch die Chance, eine überragende Saison mit Rang zwei zu krönen. Am Sonntag geht es aber zu einem gefühlten Westfalenliga-Team“, betont Nullacht-Trainer Mirsad Celebic.

Bezirksliga

BW Aasee - Vorwärts Wettringen

Es ist das letzte Heimspiel für Trainer Costa Fetsch. Gleichzeitig geht es gegen die um nur einen Punkt besser platzierten Wettringer. Bei einem Sieg wäre sogar die Top Fünf noch drin. Joshua Roth und Jannik Steur fehlen am Sonntag. Enno Stemmerich, Julian Stiens und Paul-Moritz Dietz kehren dagegen in das Aufgebot des Neulings zurück. „Ein interessantes Spiel. Wir haben etwas gutzumachen aus der Hinrunde und wollen Costa ein schönes letztes Heimspiel schenken“, erklärt Co-Trainer Tobias Steens.

Westfalia Kinderhaus - Germania Hauenhorst

Westfalia fährt mit reichlich Selbstvertrauen und Rückenwind zum Auswärtsspiel bei Germania Hauenhorst. Mit einem Sieg gäbe es am Mittwoch das ersehnte Endspiel um die Vizemeisterschaft zu Hause gegen den SV Wilmsberg. Matthias Brockhoff hat sich noch nicht von seiner Verletzung aus dem Spiel gegen Gievenbeck erholt. Auch Lino Deitmer wird fehlen, ein Einsatz von Johannes Kämmerling ist noch fraglich. „Wir werden noch einmal richtig Gas geben. Der zweite Platz ist nach wie vor unser Saisonziel“, erläutert Westfalia-Trainer Frank Busch.

1. FC Gievenbeck II - Teuto Riesenbeck

Seit letzter Woche ist der Klassenerhalt für die FCG-Zweite trotz Niederlage fix. Im letzten Heimspiel der Saison sollen ein paar Punkte gut gemacht werden, anschließend steht die Abschlussfeier an. David Niehues, Daniel Golparvari und Marian Wächter ergänzen die bereits große Ausfallliste der Gievenbecker. „Wir können endlich befreit aufspielen und wollen mit einem Lächeln die anschließende Party genießen“, so FCG-Coach Stefan Bischoff.

Frauen-Westfalenliga

Wacker Mecklenbeck - FC Finnentrop

Die Wacker-Frauen müssen nach dem 2:2 in Bochum mehr denn je um die Westfalenliga bangen. Ein Sieg gegen den Tabellenletzten ist Pflicht, ansonsten lässt sich der Abstieg nicht mehr verhindern. Der kleine Kader sorgt für geringe Trainingsbeteiligung und ein kleines Spieltagsaufgebot. In dem fehlt Verena Funke wegen einer Gelbsperre. Die U-17-Spielerinnen Louisa Faber und Annika Theobald kehren in den Kader zurück. „Ich bleibe ganz gelassen. Entweder wir schaffen es oder wir schaffen es nicht“, so Wacker-Trainer André Frankrone.

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