Fußball: Frauen-Westfalenliga
Wacker siegt und trauert

Münster -

Mit einem Dreier, einem torreichen obendrein, hat Wacker Mecklenbeck die Saison beendet. Zu einem Happy End in der Westfalenliga hat es dennoch nicht gereicht. Die Ergebnisse auf den anderen Plätzen stimmten nicht.

Sonntag, 21.05.2017, 16:23 Uhr aktualisiert: 22.05.2017, 14:50 Uhr
Wackers Britta Stein (r.) jagt Finnentrops Lina Filter und das Spielgerät. Zu diesem Zeitpunkt ahnte im Mecklenbecker-Lager noch niemand, dass dies vorerst die letzten 90 Minuten Westfalenliga-Fußball gewesen sein sollten.
Wackers Britta Stein (r.) jagt Finnentrops Lina Filter und das Spielgerät. Zu diesem Zeitpunkt ahnte im Mecklenbecker-Lager noch niemand, dass dies vorerst die letzten 90 Minuten Westfalenliga-Fußball gewesen sein sollten. Foto: Heimspiel/Witthake

Bitterer hätte der Nachmittag für Wacker Mecklenbeck einfach nicht laufen können. Und dabei gewann die Elf von Andre Frankrone sogar ihr letztes Saisonspiel gegen Tabellenschlusslicht FC Finnentrop souverän mit 8:3 (2:0). „Das ist heute einfach richtig bitter. Was soll ich jetzt groß dazu sagen?“, wirkte Frankrone nach dem Schlusspfiff doch mächtig niedergeschlagen.

Der Grund für diese gedrückte Stimmung im Mecklenbecker-Lager resultierte aus den unerwarteten Siegen der Konkurrenz im Tabellenkeller. Sowohl der FSV Gütersloh II als auch Concordia Flaesheim waren dreifach erfolgreich, sodass Wacker keine Punkte gut machte und unter dem Strich blieb. Und genau darin liegt das Problem, denn Mecklenbeck hat am letzten Ligaspieltag spielfrei und kann somit keine Punkte mehr holen. Damit ist es nun amtlich: Die zweite Spielzeit in der Westfalenliga wird vorerst die letzte für die Truppe von der Egelshove gewesen sein.

Hausaufgaben werden erfüllt

Dass dieser Sonntagnachmittag so bitter enden würde, davon war um 12.30 Uhr noch nichts zu ahnen, denn nach nicht einmal 20 gespielten Sekunden war Wackers Top-Torjägerin Kathrin Pels auf der linken Seite frei durch, zog in den Strafraum und schob den Ball dann überlegt flach zum 1:0 in die Maschen. Es lief nach Plan für die Gastgeberinnen, die sogar beinahe durch Mareike Große-Scharmann nur wenige Sekunden später auch noch das zweite Tor erzielt hätten. Ihr Schuss ging allerdings knapp am linken Pfosten vorbei.

In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, denn Mecklenbeck vermochte es zunächst nicht, Ruhe und Ordnung ins eigene Spiel zu bekommen. So hatte Finnentrop durch Lina Filter in der 15. Minute ein ganz dickes Ding auf dem Fuß, ließ diese Chance jedoch liegen.

Munteres Toreschießen nach der Pause

Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff war dann erneut Pels, nach einer Ecke von Luisa Faber, mit dem Kopf im Nachsetzen zur Stelle und erhöhte auf 2:0. „Da sah es ja noch alles gut aus“, so Frankrone, der im zweiten Spielzeit wie alle der zahlreichen Zuschauer ein munteres Torfestival geboten bekam. Für Mecklenbeck trafen Diana Bathe per Eigentor (46.), Britta Stein (55.), Mareike Große-Scharmann (60./90.+3), Pels (69.) und Isabel Riemann (82.). Für die letztlich klar unterlegenen Gäste aus Finnentrop waren Bathe (1:4/59.), Weronika Camen (2:6/70.) und Lina Filter (3:7/89.) erfolgreich.

Letztlich war das Ergebnis aber ein Muster ohne Wert, denn Mecklenbeck steht seit diesem Sonntag als Absteiger fest. „Wir wollten uns noch einmal gut verkaufen. Mit dem Rest müssen wir leider leben“, so Frankrone.

Wacker: Krützmann – Kschiede, Stein, Lewandowski, Kempers – Eggert (55. Riemann), Düking, Pahlig (68. Schmidtpeter), M. Große-Scharmann, Faber (60. Theobald) – Pels

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