Triathlon: 2. Bundesliga
W+F Münster mit perfektem Start – Trifinish knapp dahinter

Münster -

Beim Ligaauftakt in Gütersloh sorgten die Triathleten von W+F Münster für einen Paukenschlag und sicherten sich Platz eins und zwangsläufig die Tabellenführung – immer in Sichtweite der Jungs von Trifinish Münster II, die nur 38 Sekunden später als Vierte ins Ziel kamen.

Sonntag, 21.05.2017, 17:44 Uhr aktualisiert: 22.05.2017, 14:50 Uhr
Münster rockt Gütersloh: Zum Auftakt der Zweitliga-Saison sicherten sich die Athleten von W+F Münster (links) den Sieg, die Kollegen von Trifinish (rechts) kamen knapp danach als Vierte ins Ziel.
Münster rockt Gütersloh: Zum Auftakt der Zweitliga-Saison sicherten sich die Athleten von W+F Münster (links) den Sieg, die Kollegen von Trifinish (rechts) kamen knapp danach als Vierte ins Ziel. Foto: Trifinish

Die Winterpause hatte die Triathleten von Gebiomized W+F Münster im vergangenen August zur Unzeit erwischt. Im Saisonfinale der zweiten Bundesliga in Hannover schwammen, fuhren und rannten die Münsteraner allen Konkurrenten auf und davon und kamen als Erste ins Ziel. So stark wie nie zuvor in der abgelaufenen Saison. Sechs Monate später begann jetzt am Wochenende die nächste Serie – und das W+F-Quartett hat seine Galaform offensichtlich unbeschadet über die Zeit gerettet: Auch beim Dalkeman in Gütersloh führte kein Weg am münsterischen Team vorbei.

Beim Teamsprint brachten Robin Willemson, die Zwillinge Jonas und Cedric Osterholt sowie Jan-Roelff Heerseema sechs Sekunden Vorsprung vor den Proathletes aus Köln ins Ziel. Dritter wurde das Team Weimarer Ingenieure vor der zweiten Abordnung aus Münster. Die Zweitvertretung von Weicon Trifinish hatte im Ziel 38 Sekunden Rückstand auf die schnellen Lokalmatoren – und gleichzeitig einen wichtigen Anteil am Erfolg der Kollegen. Denn nachdem sich Trifinish eine Minute vor den W+F-Startern auf die 15 50-Meter-Bahnen beim Schwimmen gemacht hatte, begann die kleine Münster-Meisterschaft in Gütersloh. Die Minute war pünktlich zum Wechsel auf die Räder wettgemacht, im Sattel ging es dann gleichzeitig auf die 20-km-Strecke. Hier übernahmen die starken Pedaleure von Trifinish die Vorarbeit, W+F blieb aber dran. „Das war unser Ziel. Wir wussten, dass die Trifinisher sehr stark auf der Radstrecke sind. Also haben wir versucht, in Sichtweite zu bleiben“, beschrieb W+F-Teamsprecher Patrick Hoffmann die ebenso simple wie zielführende Taktik.

Tatsächlich waren die münsterischen Teams auch in der zweiten Wechselzone beisammen und machten sich gemeinsam auf die finalen fünf Laufkilometer. Hier setzte sich das Trifinish-Quartett mit Patrick Dirksmeier, Daniel Mehrung, Yannick Stollenwerk und Luca Heerdt schnell ab und machte sich auf, die im Becken verlorene Minute zu Fuß wieder herauszulaufen – am Ende konnte der Rückstand immerhin noch um 22 auf 38 Sekunden verkürzt werden. Auf den Drittplatzierten fehlten gerade mal elf Sekunden. „Wenn es so knapp ist, sucht man hinterher natürlich nach den Ursachen“, beschrieb Teamsprecher Tim Habel, warum es nach dem Zieleinlauf etwas Zeit brauchte, ehe der vierte Platz als Erfolg verbucht werden konnte. „Da wäre vielleicht mehr drin gewesen, aber unter dem Strich ist das Ergebnis in Ordnung.“

Ein Erfolg für beide Teams, die sich zu Beginn der finalen Laufeinheit zwar einige resolute Positionskämpfe lieferten, am Ende aber gemeinsam feierten, als Kai Hesterwerth (W+F) und Sebastian Czerny (Trifinish) als Nachzügler beider Teams Seite an Seite ins Ziel kamen.

► Nicht ganz so erfolgreich verlief die Saisonpremiere der Zweitliga-Damen von Trifinish Münster: Lisa Ellmers, Petra Stöpple und Hannah Arlom brachten die zehntbeste Zeit ins Ziel – unter elf gestarteten Teams. Dennoch fiel das Fazit von Mannschaftssprecherin Sophia Salzwedel versöhnlich aus: „Alle haben ihr Bestes gegeben und die Stimmung im Ziel war großartig.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4860810?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker