Tennis: 2. Bundesliga Nord
3:6 am Hundekehlesee – in Berlin gibt es für Union nichts zu holen

Münster -

Vor zwei Jahren verließ der TC Union Münster die berühmte Anlage am Hundekehlesee mit einem Erfolg und feierte damit den Zweitliga-Klassenerhalt. Diesmal, am zweiten Spieltag im Tennis-Unterhaus, verlor die Mannschaft von der Steinfurter Straße mit 3:6 beim LTTC RW Berlin.

Sonntag, 21.05.2017, 19:21 Uhr aktualisiert: 21.05.2017, 19:25 Uhr
Gewann das einzige Einzel für Union: Manon Kruse
Gewann das einzige Einzel für Union: Manon Kruse Foto: fotoideen.com

Der TC Union Münster muss in seiner vierten Zweitliga-Saison wohl ein wenig länger als im vergangenen Sommer um den Klassenerhalt bangen. Am Sonntag verlor das Team von Trainer Thomas Heilborn beim LTTC RW Berlin mit 3:6 (1:5) und kassierte damit nach dem 1:8 gegen den Aufstiegsfavoriten TC DD Daumann Moers die zweite Niederlage. „Wir hatten eine minimale Chance, aber Berlin war einfach einen Tick besser“, sagte Heilborn.

Wie in der Vorwoche musste Union ohne seine eingeplante Spitzenspielerin Aleksandrina Naydenova auskommen. Zuletzt lag die Bulgarin mit einem Virus flach, jetzt fehlte sie, weil sie beim WTA-Turnier in Nürnberg die Qualifikation spielte und dort erst im Finale gegen Amra Sadikovic (Schweiz) mit 1:6, 3:6 verlor. Für Naydenova rückte Jana Albers – sie war dem Union-Tross per Zug nachgereist – ins Team und stand auf der traditionsreichen Anlage am Hundekehlesee gegen die Polin Stefania Rogozinska-Dzik beim 2:6, 3:6 auf verlorenem Posten. Da auch Unions Österreicherin Melanie Klaffner in ihrem Match Ana Savic (Kroatien) mit 2:6, 4:6 unterlegen war, bedeutete der klare Erfolg von Manon Kruse (Heilborn: „Überragend“) gegen Santa Strombach den wichtigen Anschluss.

Dass es allerdings der einzige münsterische Zähler blieb, war so nicht eingeplant und erwartet – schon gar nicht das überaus deutliche 1:6, 1:6 von Ria Dörnemann gegen die frühere slowenische Fed-Cup-Spielerin Masa Zec-Peskiric. Deutlich knapper verliefen die Partien von Chanel Simmonds, die im ersten Durchgang Satzball hatte, und von Franziska Etzel, die durchaus Möglichkeiten für ein besseres Resultat hatte. „Da hing es an ein, zwei Bällen. Für den Kopf war es dann gut, dass wir noch zwei Doppel gewonnen haben“, meinte Heilborn, der mit seinen Schützlingen am Donnerstag den Bundesliga-Absteiger DTV Hannover empfängt – und damit vor der nächsten Hammeraufgabe steht.

LLTC RW Berlin - TC Union 6:3 (5:1): Nastja Kolar (Slowenien) - Chanel Simmonds (Südafrika) 7:6, (7:3), 7:5; Ana Savic (Kroatien) - Melanie Klaffner (Österreich) 6:2, 6.4; Anica Stabel - Franziska Etzel 6:4, 6:4; Santa Strombach - Manon Kruse 3:6, 2.6; Masa Zec-Peskiric (Slowenien) - Ria Dörnemann 6:1, 6:1; Stefania Rogozinska-Dzik (Polen) - Jana Albers 6:2, 6:3; Kolar/Zec-Peskiric - Simmonds/Klaffner 6:4, 6:3; Stabel/Strombach - Etzel/Dörnemann 4:6, 6:4, 8:10; Adelina Krüger/Nadja Lask - Tina Kötter/Albers 6:4, 2:6, 9:11.

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