Fußball: Westfalenliga
Keine Schützenhilfe für Roxel – Preußens Zweite unterliegt Bad Westernkotten

Münster -

Das war der berühmte Satt mit x. Die zweite Mannschaft des SC Preußen Münster hat sein letztes Heimspiel der Saison verloren, nach 90 Minuten hieß es gegen den abstiegsgefährdeten SuS Bad Westernkotten 0:2 (0:0) – sehr zum Ärger vom BSV Roxel.

Sonntag, 21.05.2017, 19:35 Uhr aktualisiert: 22.05.2017, 14:50 Uhr
Vergebliche Mühen: Luca Steinfeldt (r.) und SC Preußen II gingen gegen den Abstiegskandidaten leer aus.
Vergebliche Mühen: Luca Steinfeldt (r.) und SC Preußen II gingen gegen den Abstiegskandidaten leer aus. Foto: Peter Leßmann

Derbys haben im Fußball ihren ganz besonderen Reiz. Wenn es aber hart auf hart kommt, werden Lokalrivalen oft zum Verbündeten, um dem sportlichen Konkurrenten im Überlebenskampf die nötigen Punkte zu sichern. Mit dieser Form der Nachbarschaftshilfe hätte sich Preußen Münster II beim BSV Roxel beliebt machen können, der seine Hausaufgaben erledigte und den 1. FC Gievenbeck besiegte. Aus diesem kühnen Vorhaben sollte aber nichts werden: Mit 0:2 unterlag die zweite Garnitur der Adlerträger dem SuS Bad Westernkotten. Der akut abstiegsbedrohte Gast bleibt damit einen Spieltag vor Saisonende vor dem BSV Roxel. Preußen-Trainer Sören Weinfurtner interessierte diese Tabellenkonstellation jedoch nur wenig: „Gegen einen tiefen Gegner war es sehr schwer. Westernkotten hat kaum mitgespielt und geht durch diesen Handelfmeter in Führung. Das ist ärgerlich.“

Seine Elf hatte er mit einer Dreier-Abwehrkette ins Rennen geschickt, doch die Mission Heimsieg entwickelte sich von Beginn an zu einer zähen Angelegenheit. Viel zu häufig wurde die Kugel in den Preußen-Reihen nur in der Horizontale bewegt, sodass Torchancen Mangelware blieben. Die beste Einschussmöglichkeit besaß Fabian Kerelaj, der schön frei gespielt wurde, jedoch am gegnerischen Torhüter Max Koch scheiterte (22.). Die Gäste strahlten lediglich bei Distanzschüssen etwas Gefahr aus.

Die Adlerträger waren in einer taktisch geprägten Partie optisch überlegen und ließen in der Defensive nichts zu. Dies änderte sich in der 55. Minute, als Dominik Voß den Ball im eigenen Strafraum unglücklich mit der Hand berührte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Marc Polder zur 1:0-Gästeführung. Jetzt waren die Hausherren gefordert, bei denen der eingewechselte Ali Ibraim viel Schwung brachte. Erneut war es sein Teamkollege Kerelaj, der die halbe Abwehr schwindelig spielte und an Torhüter Max Koch scheiterte (63.).

Preußen rückte nun weit in die gegnerische Hälfte auf und öffnete so Tür und Tor für Konter. Westerkottens Angreifer Polder ließ eine exzellente Möglichkeit aber ungenutzt (73.). Der Ausgleich lag jetzt in der Luft. So trat Daniel Mladenovic einen tollen Freistoß, den Koch jedoch aus dem Winkel kratzte (83.). Ein unnötiger Ballverlust in der eigenen Hälfte brachte Westernkottens Roman Kuzmyn letztlich in Position, der zum 2:0-Endstandt verwertete (87.) Es war der endgültige Knockout für die Preußen, die nun auf einen versöhnlichen Saisonabschluss hoffen – ausgerechnet gegen Roxel.

Preußen II: Dedovic – Benmbarek, Saerbeck (66. Grütering), Borgmann – Burchardt (46. Ibraim), Budak – Voß, Mladenovic – Kriwet, Steinfeldt, Kerelaj.

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