Fußball: Kreisliga A
Abstiegskampf hält Eintracht, ESV und den FC bis zur letzten Minute in Atem

Münster -

Viel mehr Spannung geht nicht. Auch wenn die Titelfrage in beiden Staffeln beantwortet ist. Der Abstiegskampf, in dem Eintracht, ESV und der FC Münster stecken, bleibt bis zum Abpfiff spannend. Eine Verlängerung der Saison ist nicht ausgeschlossen.

Montag, 22.05.2017, 18:07 Uhr aktualisiert: 23.05.2017, 12:12 Uhr
Eintracht Münster und in dieser Szene Gerrit Nosthoff (r.) blicken nicht zurück, vielmehr nach vorne. Am Sonntag wollen sie zumindest den direkten Abstieg verhindern.
Eintracht Münster und in dieser Szene Gerrit Nosthoff (r.) blicken nicht zurück, vielmehr nach vorne. Am Sonntag wollen sie zumindest den direkten Abstieg verhindern. Foto: Heimspiel/mao

Sie haben das Etappenziel erreicht, wenngleich sich der VfL Wolbeck (A 1) und Concordia Albachten (A 2) mit dem Minimal-Aufwand über die Ziellinie und zur Meisterschaft in der jeweiligen Staffel retteten. Von der Rettung sind die münsterischen Kellerkinder noch ein Stück, zumindest ein Spiel, entfernt. Schlusslicht ESV Münster ist in der A 2 nach dem 1:4 bei Wacker Mecklenbeck mit zwei Punkten Rückstand auf den Tabellennachbarn BW Ottmarsbocholt der Zweitklassigkeit auf Kreisebene ein Stück näher gerückt. Ein Herzschlagfinale steht derweil Eintracht Münster in der A 1 bevor. Und selbst Ortsrivale FC ist noch nicht komplett aus dem Schneider.

Die Lage im Keller der A 1 hat sich zugespitzt. Dabei treffen am kommenden Sonntag mit den punktgleichen Eintracht Münster und BW Beelen (beide 25 Zähler) die beiden Letztplatzierten in einem Finale direkt aufeinander. Verlieren ist dabei verboten, steigt der Unterlegene doch unwiderruflich ab. Bei einem Remis treffen sich beide noch einmal wieder – zu einem Entscheidungsspiel um den letzten und direkten Abstiegs- sowie den Relegationsplatz zur Ermittlung des dritten A-Liga-Absteigers.

FC 05 wendet direkten Gang in B-Liga ab

Den direkten Gang in die B-Liga hat derweil der FC Münster 05 abgewendet. Aufatmen, was ein Relegationsspiel gegen den Vorletzten der A 2 angeht, kann der FC noch nicht – da bei Punktgleichheit das Torverhältnis keinen Ausschlag gibt. Bei einer Niederlage gegen den SV Ems Westbevern und einem Sieger im Finale zwischen Eintracht und Beelen droht die Punktgleichheit mit dem Vorletzten – und eben das Entscheidungsspiel. Vielleicht auch zuvor eins zur Ermittlung des Vorletzten. Gleiches gilt für den SV GW Westkirchen, der wie der FC mit 28 Punkten und einem Drei-Punkte-Plus in die letzte Runde und die Begegnung gegen den SV Mauritz geht.

Klute freut sich auf ein Endspiel

„Das ist doch eine nette Situation. Im Dezember waren wir doch schon weg. Wenn uns da jemand die Aussicht auf Rettung am letzten Spieltag angeboten hätte, ich hätte es unterschrieben. Jetzt haben wir alle Möglichkeiten“, verrät Eintracht-Trainer Sebastian Klute so etwas wie Vorfreude. Auch wenn er um Gregor Klaus und Mats Uthmeier bangt.

Entscheidungsspiele zur Ermittlung der Tabellenplätze könnten bereits am 30. Mai stattfinden. Gar eine Spielrunde würde auch den 1. Juni in Beschlag nehmen, was das Abstiegsspiel der beiden Vorletzten auf den 4. Juni rücken lassen würde. „Zu 99 Prozent regelt sich das aber. Wenn nicht, werden wir kurzfristig umplanen“, zeigt sich Helmut Thihatmar aus dem Kreisfußball-Ausschuss gelassen. Noch am Sonntag werden mögliche Termine veröffentlicht.

Mit einem Bein in der B-Liga steht wohl der ESV. Zwei Zähler Rückstand auf BW Ottmarsbocholt versprechen wenig Hoffnung. Auch wenn die abschließende Aufgabe gegen den Drittletzten Davaria Davensberg Zählbares in Aussicht stellt. Es gilt aber, zwei Zählern auf die Blau-Weißen gutzumachen, die beim SC Capelle antreten. Entschieden ist indes noch nichts.

VfL Wolbeck muss lange zittern

Wohl am anderen Ende der Tabelle. Den einen noch notwendigen Zähler zur Meisterschaft und zum Spiel der Meister um den direkten Bezirksliga-Sprung am 31. Mai in Albersloh sicherten sich beide Spitzenteams. Der VfL musste allerdings kräftig zittern. Letztlich fiel die Entscheidung vom Punkt. Denn der von Isse Sander beim Stand von 1:1 vergebene Strafstoß (83.) – VfL-Keeper Marc Klein parierte – brachte Verfolger GW Gelmer um den Sieg und die Chance, Wolbeck in ein Entscheidungsspiel zu zwingen. Dabei war es zuvor eben der 30-jährige Sander, der die VfL-Führung von Sven Möllmann ausgeglichen und für grün-weiße Hoffnung gesorgt hatte.

Ein Remis genügte auch Concordia Albachten. „Jetzt können wir durchatmen. Die Jungs hatten in den letzten Spielen schon Nerven gezeigt“, gestand ein erleichterter Jens Truckenbrod. Das Rezept für das Finale hat der Coach auch: „Erst einmal diesen Erfolg genießen und dann auf das Relegationsspiel vorbereiten.“ Ähnlich sieht es auch sein Wolbecker Kollege Alois Fetsch.

Schließlich möchten beide nach der nächsten Etappe am Ziel sein. Der Verlierer trifft am 5. und 8. Juni auf das unterlegene Team des Finals (31. Mai) in Ahaus/Coesfeld zwischen TuS Wüllen und Adler Buldern.

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