Fußball: Bezirksliga
Busch: „Bitte keine Blumen“

Münster -

Letztes Spiel für Westfalia Kinderhaus, letztes Spiel für Frank Busch. So scheint es. Nach internen Querelen erwartet der Coach am Mittwoch beim Duell gegen den SV Wilmsberg kein Abschiedsgeschenk. Ein Nachspiel droht dennoch.

Dienstag, 23.05.2017, 13:41 Uhr aktualisiert: 24.05.2017, 12:26 Uhr
Frank Busch wird die Westfalia gegen Wilmsberg wohl ein letztes Mal coachen.
Frank Busch wird die Westfalia gegen Wilmsberg wohl ein letztes Mal coachen. Foto: Johannes Oetz

Fußball-Bezirksligist Westfalia Kinderhaus hat sein letztes Saisonspiel vorgezogen. Die Partie gegen den SV Wilmsberg (Anpfiff 19 Uhr) ist ein Endspiel um die Vizemeisterschaft. Trainer Frank Busch trägt wohl ein letztes Mal Verantwortung für die Münsteraner. Für ihn und den Club hat die Runde ein Nachspiel vor Gericht. Gegen die Kündigung zum 30. Mai legte Busch Einspruch ein mit dem Verweis auf eine zuvor getroffene mündliche Vereinbarung, den Kontrakt bis zum Ende der Saison 2017/18 zu verlängern. Unser Redaktionsmitglied Wilfried Sprenger sprach mit dem Coach.

Westfalia kann Vizemeister werden. Sind Sie zufrieden mit der Saison?

Busch: Ja, sehr. Sollten wir tatsächlich noch Platz zwei erobern, wäre dies das beste Ergebnis in der 97-jährigen Vereinsgeschichte. Außerdem haben wir attraktiven Fußball angeboten. Dass mir sportlicher Misserfolg vorgeworfen wird, kann ich nicht nachvollziehen. Altenberge ist verdient Meister, sie waren die beste und stabilste Mannschaft in diesem Jahr.

Rechnen Sie am Mittwoch mit Blumen?

Busch: Bitte nicht! Ich will weder einen bunten Strauß noch irgendein anderes Abschiedsgeschenk. Das wäre eine Geste, die nicht ehrlich wäre. Das möchte ich nicht.

Für die Mannschaft gibt es nachher noch ein Essen. Sind Sie dabei?

Busch: Nein, definitiv nicht. Ich werde mit den Jungs am Platz noch ein Bierchen trinken und dann geht es nach Hause.

Sie klingen wirklich sehr frustriert ...

Busch: Das bin ich auch. Der Umgang mit mir war nicht fair, ich werde ja förmlich davongejagt. Ich hätte mir gewünscht, alles in Ruhe und sachlich zu besprechen. Aber von den Offiziellen habe ich in den vergangenen sechs Wochen nichts gehört. Nichts.

Was machen Sie in der nächsten Saison?

Busch: Das weiß ich nicht. Als ich im März vom Trennungswunsch erfahren habe, waren die Trainerstellen andernorts ja schon besetzt.

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