Fußball: Westfalenliga
Der BSV Roxel tanzt in der brütenden Hitze

Münster -

Was für ein Fest: Der BSV Roxel hat die Klasse gehalten und feierte nach dem 3:0-Erfolg gegen die zweite Garde des SC Preußen Münster ausgelassen.

Sonntag, 28.05.2017, 20:19 Uhr
Die pure Erleichterung: Fabian Berk, Martin Lambert und Edgar Krieger (von links) singen: „Nie mehr, Landesliga, nie mehr, nie mehr!“
Die pure Erleichterung: Fabian Berk, Martin Lambert und Edgar Krieger (von links) singen: „Nie mehr, Landesliga, nie mehr, nie mehr!“ Foto: Peter Leßmann

Auch der zweite Derbysieg binnen einer Woche hätte alleine nicht zum Sprung ans rettende Ufer gereicht, aber Westfalenligist BSV Roxel bekam sportliche Schützenhilfe vom TuS Hiltrup. Dessen 5:0 in Erwitte brockt Bad Westernkotten den Abstieg ein. Roxels 3:0 über die Zweite des SC Preußen Münster sicherte dem BSV und dem neuen Trainergespann Sebastian Hänsel/Ivo Kolobaric die Klasse.

Und so folgte in der brütenden Hitze, was folgen musste. Auch die BSV-Abgänger Fabian Berk, Martin Lambert, Thomas Rauen und Mike Liszka tanzten im Kreis mit und stimmten ein „Niemals Landesliga“ an. Preußentrainer Sören Weinfurter gratulierte dem Kollegen Stephan Zurfähr nicht als Letzter. „Nach dem ersten Tor war unsere Ordnung weg. Roxel hat es gut gemacht und verdient gewonnen“, sagte Weinfurtner. Er beließ Torjäger Luca Steinfeldt zunächst auf der Bank, setzte Ali Ibraim vorne ein und mit David Zwick einen zweiten U-19-Spieler links in der Viererkette. Die „kleine“ Aufstellung sollte Ertrag bringen, aber Ansätze dazu gab es nur vor der Pause, wenn die Preußen ins Tempospiel kamen. Roxel musste wiederholt dazwischenfunken, setzte auch mit Ball am Fuß auf sehr kontrolliertes Spiel. „Die Maxime war, kein Gegentor zu kassieren“, sagte Zurfähr zum konsequent verfolgten Plan der wachsamen Truppe. Während Ibraim, der viel Wirbel machte, einmal den entschlossenen Abschluss verdaddelte, zielte Fabian Berk auf der anderen Seite aus bester Lage um Meter vorbei.

Längst vor der Pause wussten die Roxeler um den Spielstand in Erwitte, der sich immer günstiger gestaltete. Und schlugen selbst zu durch Kämpfer Berk, der nach einem langen Ball vom Zögern Stephan Tantows profitierte und am Preußenkeeper vorbei traf (56.). Zwei Minuten später nutzte Außenspieler Tobias Brand seinen Freiraum und traf ansatzlos ins lange Eck. Die willigere Elf ließ kaum noch Abschlüsse des Gegners zu. Die Preußen wechselten, stellten auch taktisch um, aber griffig wurden sie kaum mehr. Der Spielstand und die Perspektive zeigten deutliche Wirkung.

Dass Spielleiter Stefan Uphaus (Osnabrück) das Zeichen seines Assistenten übersah und nach Foulspiel durch Roxel weiterlaufen ließ, ärgerte die Adler zu Recht. Denn David Veauthier lief ungestört durch und erhöhte für den BSV (75.). Danach plätscherte die Partie vor rund 300 Zuschauern reizlos dem Ende entgegen.

Zurfähr heimste nach seinem Abschiedssieg das Lob von Sportleiter Gundolf Lorenz ein („Die Elf war überragend eingestellt.“) und freute sich, letztlich der Belastung einer mehr als schwierigen Serie standgehalten zu haben. In Gievenbeck rückt er in die Sportliche Leitung und wird ansonsten „mindestens ein Jahr lang“ das Engagement runterfahren. „Wir haben in den letzten beiden Spielen alles rausgehauen und das I-Tüpfelchen gesetzt“, sagte er und wirkte befreit.

Roxel: Neuhaus – Krieger, S. Saerbeck, Lambert, Andrick – Rauen, Kintrup, Demirdag, Brand (78. Vieira Carreira) – Berk (76. Veauthier), Liszka (83. Hatam)

Preußen 2: Tantow – Voß (61. Steinfeldt), Böhmer, Grütering, Zwick (68. Budak) – Burchardt – Kriwet, Kerelaj, Benmbarek, Mladenovic – Ibraim (79. L. Saerbeck).

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