Basketball: DBB-Jugendpokal
UBC-Jungs schaffen die Sensation

Münster -

Die U 18 des UBC Münster ist als Außenseiter zum Final Four der besten Deutschen Nachwuchsteams nach Nürnberg gereist und kehrt mit dem Titel zurück. Ein ganz starkes Stück der jungen Korbjäger, dem Trainer Frank Müller starke Worte folgen ließ ...

Montag, 29.05.2017, 13:53 Uhr aktualisiert: 30.05.2017, 11:23 Uhr
Am Ende nur noch Jubel: Nach dem packenden Finale reichte die Kraft bei den UBC-Jungs noch für den Siegesschrei.
Am Ende nur noch Jubel: Nach dem packenden Finale reichte die Kraft bei den UBC-Jungs noch für den Siegesschrei. Foto: UBC Münster

Frank Müller ist an und für sich ein ganzer Kerl, liebt die klaren Ansagen und bringt die Dinge auf den Punkt. Am Wochenende allerdings wurde der harte Mann aus gegebenem Anlass ein wenig weich, statt der gewohnt strukturierten Spielanalyse gab der Jugendkoordinator des UBC Münster und Trainer der U-18-Jugend etwas von sich, das weniger nach sportlicher Nachlese als vielmehr an eine veritable Dankesrede bei der Oscar-Verleihung erinnerte. Der historische Erfolg seiner Schützlinge beim Finale des DBB-Jugend-Pokals in Nürnberg hatte den harten Kerl ganz offensichtlich weich gekocht: „In der Stunde eines der größten Erfolge im Jugendbasketball in Münster möchte ich mich zuerst bei allen Spielern, Trainern, Eltern und Helfern bedanken“, erklärte der sichtlich gerührte Trainer nach dem Happy End im Final-Krimi gegen den Nürnberger BC.

Nach dem deutlichen 89:56 (46:28)-Erfolg im Halbfinale am Samstag gegen den BC Hamburg schien auch am Finalsonntag nichts und niemand den UBC-Express stoppen zu können. Nach dem ersten Spielviertel des Endspiels gegen Gastgeber Nürnberg lag der UBC bereits mit 28:8 vorn, ehe schließlich Alfred Hitchcock die Regie für den Rest des packenden Finals übernahm. Zur Pause führte der UBC noch mit 39:26, im dritten Abschnitt setzten die Franken in heimischer Halle ihre Aufholjagd, von Münsters nun zunehmend entnervten Defensivkünstlern kaum noch gestört, weiter fort. 70 Sekunden vor der Schlusssirene hatte schließlich Nürnberg mit sechs Zählern die Nase vorn – und dann nahm das hollywood­reife Finale seinen Lauf.

Der UBC schaffte den Ausgleich, beim Stand von 66:66 ging es in die Verlängerung, in der den Müller-Schützlingen gerade mal drei mickrige Punkte gelangen – sensationellerweise zwei mehr als Nürnberg. Mit 3:1 gewann der UBC Spiel und Titel – und Frank Müller holte aus zu seinem emotionalen Wort zum Sonntag: „Basketball ist ein Mannschaftssport, und diesen Erfolg haben sich alle Spieler redlich verdient. Denn hinter allen liegen viele Monate und vorher Jahre, in denen sie viel trainiert haben. Trotz vieler Höhen und Tiefen bin ich sehr stolz auf meine Spieler, die gezeigt haben, dass sie ein großes Herz mit sehr viel Leidenschaft und Willen haben.“

Es war der perfekte Abschluss einer starken Saison – doch das letzte Wort hatte der Trainer, plötzlich wieder ganz der Alte. So wie man ihn kennt und schätzt: „Wir haben uns sehr gefreut und ein bisschen gefeiert. Ab morgen geht aber die Vorbereitung auf die NBBL-Qualifikation in zwei Wochen weiter.“ Da ist sie wieder, die klare Ansage.

UBC Münster: Tim Kosel (8 Punkte gegen Hamburg/33 gegen Nürnberg), Migel Wessel (30/5), Erik Brummert (12/10), Nicolas Funk (6/10), Niko Istrate (9/3), Maurice Heide (2/8), Darko Dimkovski (8/0), Eric Peters (4/0), Johannes Knappe (4/0), Benedikt Christophel (2/0), Tom Weigang (2/0), Leo Lüsebrink.

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