Fußball: 3. Liga
Wieder eine Hängepartie um Kobylanski bei den Preußen

Münster -

Nach dem Winter-Gerangel gibt es auch bei der Weiter-Verpflichtung von Angreifer Martin Kobylanski eine Hängerpartie. Die Preußen wollen den Spieler, der Spieler will nach Münster, Lechia Danzig erhofft sich aber eine Ablöse-Vereinbarung. Benjamin Schwarz hat da ganz andere Sorgen.

Mittwoch, 31.05.2017, 16:07 Uhr aktualisiert: 31.05.2017, 18:35 Uhr
Weitere Zusammenarbeit geplant: Martin Kobylanski (links) und Sportchef Malte Metzelder.
Weitere Zusammenarbeit geplant: Martin Kobylanski (links) und Sportchef Malte Metzelder. Foto: Jürgen Peperhowe

Martin Kobylanski und der SC Preußen – das hat das Zeug zur unendlichen Geschichte in Sachen Vertragsgestaltung. Schon im Winter, als der 23-jährige Angreifer vom polnischen Erstligisten Lechia Danzig ausgeliehen wurde, war es ein Hin und Her bis zum letzten Tag der Wechselfrist. Erst der Fortgang von Edisson Jordanov zum späteren luxemburgischen Meister Düdelingen F 91 machte das Leihgeschäft möglich. Nun will Kobylanski bleiben, die Preußen wollen Kobylanski, Danzig will Kobylanski ziehen lassen – und genau da wird es spannend.

Preußen will keine Ablöse zahlen

„Wir können und werden keine Ablösesumme zahlen“, sagt Münsters Sportchef Malte Metzelder. Danzig hat dem Spieler die Freigabe signalisiert, will aber offenbar nicht mit leeren Händen dastehen. Die Preußen sollen schon zahlen, so oder so ähnlich könnte es sein. Möglich wäre, dass im neuen Vertragswerk von Kobylanski eine entsprechende Ablösevereinbarung stehen könnte, für den Fall, dass der talentierte Angreifer vor Ablauf des Kontraktes den Verein verlassen würde. Also Münster als Sprungbrett, eine Art Anleihe auf die Zukunft und auffällige Leistungen des Sohnes von Ex-Bundesliga-Profi Andrzej Kobylanski.

Der heute 46-Jährige kam auf 88 Erstliga-Partien (acht Tore) und 154 Zweitliga-Einsätze (37 Tore) für den 1. FC Köln, Energie Cottbus, TB Berlin, Waldhof Mannheim und Hannover 96. Stößt Kobylanski junior innerhalb von zwei oder drei Jahren beim SCP in ähnliche Leistungsklassen vor, könnte so ein Geschäft um einen Transfer aufgehen.

Dauerpatient Schwarz

Der 23-Jährige wäre Kadermitglied Nummer 18 beim SCP, wobei Benjamin Schwarz als solches in diesem Jahr nicht mehr einzurechnen ist. Der 30 Jahre alte Routinier wurde unlängst am lädierten Knie operiert, ein zweiter Eingriff wird folgen, dann hat er insgesamt zehn hinter sich. Vor Anfang 2018 ist an ein Comeback nicht zu denken.

Metzelder strahlt in dieser Personalie keine Hektik aus, aus seiner Sicht sollte das mit Kobylanski klappen. Allerdings ist der SCP nicht wie in den Anfangsjahren in der 3. Liga ganz vorne dabei in Sachen Transfers, schon bei der einen oder anderen Personalie hatte der Club das Nachsehen. „Insgesamt ist das schwierig mit diesem Etat“, meint auch Trainer Benno Möhlmann. Die Einkäufe müssen sitzen, gerade weil es nur noch vier oder fünf sein werden.

Einige Kandidaten nicht mehr auf der Liste

Kein Thema mehr in Münster ist die Verpflichtung von Stürmer Christoph Fenninger (FC Ingolstadt II), der beim Probetraining nicht glänzen konnte. Niclas Lomb (Bayer Leverkusen) bleibt ein Kandidat für die zweite offene Torwartstelle, steht aber nicht auf einem der vorderen Kandidatenplätze. Außerdem dürfte Lomb, der 2015/16 eine überragende Saison beim SCP abgeliefert hatte, für Drittliga-Verhältnisse nicht gerade günstig zu haben sein. Mittelfeldspieler David Ballmert (Hannover 96 II) ist kein Anwärter.

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