Fußball: 3. Liga
Die Fahrten werden länger – für Münster geht es häufiger tief in den Süden

Münster -

Laptops, Smartphones, Bücher, Kartenspiele – all das darf nicht fehlen, wenn die Preußen-Profis mit dem Mannschaftsbus auf Auswärtstour gehen. Für die neue Saison lohnt es sich, den einen oder anderen Film mehr runterzuladen, sich einen dicken Schmöker zuzulegen oder endlich mal Doppelkopf zu lernen. Denn die Fahrten werden länger, so viel steht schon jetzt fest.

Donnerstag, 01.06.2017, 19:14 Uhr aktualisiert: 01.06.2017, 19:29 Uhr
Fußball: 3. Liga : Die Fahrten werden länger – für Münster geht es häufiger tief in den Süden
Jubel nach Spielschluss gegen den Chemnitzer FC. Foto: Jürgen Peperhowe

Vorbehaltlich möglicher Lizenzverweigerungen – bedroht sind der Chemnitzer FC und Ex-Zweitligist TSV 1860 München – steht die 20er-Runde, die ab diesem Sommer die 3. Liga bildet. Und für die Münsteraner fallen einige Kurzstrecken weg, etwa die zum Meister der Vorsaison, dem MSV Duisburg, oder zum Triple-Absteiger SC Paderborn, der jedoch noch hofft, vom wirtschaftlichen K.o. eines Konkurrenten zu profitieren.

Auch zu den Neu-Regionalligisten FSV Frankfurt und FSV Mainz 05 II schafften es die Preußen in der Regel in weniger als vier Stunden – Staus nicht inbegriffen. Nicht viel weiter war es zum Aufsteiger Holstein Kiel in den hohen Norden. Von den Abgängen erforderte nur Relegationsgewinner Jahn Regensburg eine lange Anfahrt.

Von dieser Sorte kommen nun aber ein paar mehr auf den SCP zu. Allein zwei Mal geht es Richtung München, zu den Löwen und kurz hinter den Stadtrand zur SpVgg Unterhaching. Die Sechziger ringen noch um die Zulassung und diskutieren, ob sie bei einem positiven Bescheid in der Allianz-Arena oder an der Grünwalder Straße ihre Heimspiele ausrichten. Beides wären zweifellos Highlights für die Preußen-Fans.

Mal sehen, ob der Etat eine Anreise mit dem Flugzeug zulässt. Zurück auf der Drittliga-Landkarte sind nach einem Jahr die Würzburger Kickers, die auch nicht mal eben um die Ecke beheimatet sind. Nach fünf Spielzeiten in der Viertklassigkeit meldet sich zudem Carl Zeiss Jena zurück. Und der Karlsruher SC rutschte nach vier Jahren im Unterhaus nun wieder eine Klasse tiefer. Beide Standorte erfordern mehr als vier Stunden Anfahrt.

Saisonrückblick Preußen Münster 2016/2017

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  • 1. Spieltag: Preußen Münster - VfL Osnabrück 0:1

    Die Saison beginnt denkbar schlecht. An der Hammer Straße verliert der SCP das Derby gegen den VfL Osnabrück.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 2. Spieltag: Hansa Rostock - Preußen Münster 1:0

    Zweites Spiel, zweite Niederlage

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 3. Spieltag: Preußen Münster - MSV Duisburg 1:1

    Amaury Bischoff (r.) erzielt das erste Saisontor der Preußen. Es reicht gegen den späteren Aufsteiger von der Wedau für einen Punkt.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 4. Spieltag: SG Sonnenhof Großaspach - Preußen Münster 2:0

    Nach der Niederlage in Großaspach bedankt sich Trainer Horst Steffen bei den Fans.

    Foto: Alexander Becher
  • 5. Spieltag: Preußen Münster - Mainz 05 II 1:0

    Endlich: Jesse Weißenfels schießt Münster zum ersten Saisonsieg.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 6. Spieltag: Hallescher FC -Preußen Münster 2:1

    Preußen geht durch Grimaldi (Bild) früh in Führung, doch Halle dreht das Spiel noch vor der Pause.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 7. Spieltag: Preußen Münster - 1. FC Magdeburg 2:3

    Nach einem Freistoß fällt in der 67. Minute das letzte Tor der Partie, es ist die fünfte Niederlage im siebten Spiel.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 8. Spieltag: FSV Frankfurt - Preußen Münster 4:1

    In Frankfurt setzt es eine deutliche Niederlage für die Preußen.

     

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 9. Spieltag: Preußen Münster - SV Werder Bremen II 4:0

    Der Knoten platzt: Durch Doppelpacks von Adriano Grimaldi und Sinan Tekerci (im Bild links) gelingt ein hoher und ungefährdeter Sieg.

    Foto: Wilfried Hiegemann
  • 10. Spieltag: VfR Aalen - Preußen Münster 1:0

    Alexandros Kartalis erzielt das einzige Tor der Partie in der 16. Minute. In der Folge muss Trainer Horst Steffen gehen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 11. Spieltag: Preußen Münster - SV Wehen Wiesbaden 2:2

    Unter Interimstrainer Cihan Tasdelen gelingt den Preußen ein Unentschieden. Zwei Mal musste SCP-Keeper Max Schulze Niehues hinter sich greifen, doch seine Vorderleute glichen den Rückstand beide Male wieder aus.

    Foto: Peter Leßmann
  • 12. Spieltag: Sportfreunde Lotte - Preußen Münster 1:0

    Bittere Pleite beim Liga-Debüt von Trainer Benno Möhlmann: Bernd Rosinger entscheidet das Nachbarschaftsduell am Autobahnkreuz zugunsten der Hausherren. Die Preußen rutschen durch die Niederlage auf den letzten Tabellenplatz, der Aufsteiger aus dem nördlichen Münsterland rangiert hingegen auf Platz vier.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 13. Spieltag: Preußen Münster - Holstein Kiel 1:1

    Im Heimspiel gegen die „Störche“ gelingt Rizzi in der 69. Minute der Ausgleich per Strafstoß, Bischoff war zuvor (45.) vom Elfmeterpunkt noch gescheitert.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 14. Spieltag: Fortuna Köln - Preußen Münster 0:1

    Der erste Sieg unter Benno Möhlmann: Nach einer Ecke in der 79. Minute landet der Ball über Umwegen bei Benjamin Schwarz (Nr. 23), der den Siegtreffer erzielt.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 15. Spieltag: Preußen Münster - RW Erfurt 4:0

    Tor-Feuerwerk im Preußenstadion: Erfurt am Boden - nach den SCP-Treffern von Michele Rizzi, Tobias Warschewski, Amaury Bischoff und einem Eigentor mussten die Thüringer mit einer deftigen Klatsche im Gepäck die Heimreise antreten.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 15. Spieltag: FSV Zwickau - Preußen Münster - RW Erfurt 0:1

    Reingeduselt: Dank eines Elfmeter-Treffers von Michele Rizzi entführen die Adlerträger drei Punkte beim Aufsteiger.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 17. Spieltag: Preußen Münster - Chemnitzer FC 1:0

    Denkbar knapp - aber dank des Torschützen Tobias Warschewski verlängerte der SCP seine Siegesserie ohne Gegentreffer.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 18. Spieltag: Preußen Münster - SC Paderborn 0:1

    Das Ende der Serie: Mit 0:1 unterlag der SCP den Ostwestfalen, die ihrerseits einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf verbuchten.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 19. Spieltag: Jahn Regensburg - Preußen Münster 3:1

    Mit hängenden Köpfen verließen die Adlerträger den Platz - beim Aufsteiger setzte es eine verdiente Niederlage. Den einzigen SCP-Treffer erzielte Michele Rizzi.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 20. Spieltag: VfL Osnabrück - Preußen Münster - 3:0

    Diese Pleite tut doppelt weh. Auch das zweite Derby verloren die Adlerträger gegen den Rivalen. Die bittere Bilanz 2016/17: Kein Treffer, keine Derbypunkte...

     

    Foto: Mareike Stratmann
  • 21. Spieltag: Preußen Münster -Hansa Rostock - 3:1

    Ein Wiedersehen gab es mit Ex-Preuße Amaury Bischoff, der im Laufe der Saison an die Ostsee wechselte. Die Wiedersehensfreude hielt sich für den Franzosen allerdings in Grenzen. Nach Toren von Sinan Tekerci, Mirkan Aydin und Tobias Warschewski sowie einem Gegentreffer des ehemaligen SCP-Stürmers Soufian Benyamina mussten die Rostocker mit einer Pleite nach Hause fahren.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 22. Spieltag: MSV Duisburg - Preußen Münster - 3:2

    Das war ein Krimi bei amtierenden Spitzenreiter mit einem bitteren Ende für die Münsteraner. Die Treffer von Doppel-Torschütze Martin Kobylanski reichten am ende nicht für einen Punktgewinn, weil die Duisburger in der Nachspielzeit (94. min) - ein letztes Mal - entscheidend trafen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 23. Spieltag: Preußen Münster - SG Sonnenhof Großaspach 3:0

    Gut erholt zeigten sich die Preußen von der schmerzhaften Niederlage beim MSV Duisburg. Treffsicher präsentierten sich die SCP-Stürmer mit dem Doppeltorschützen Mirkan Aydin sowie Adriano Grimaldi.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 24. Spieltag: FSV Mainz II - Preußen Münster - 3:1

    Ernüchternde Pleite beim Tabellenschlusslicht: Zu mehr als einem Treffer durch Jeron Al-Hazaimehr reichte es für die Münsteraner nicht - demgegenüber standen nämlich drei Einschüsse der Gastgeber.

    Foto: Sebastian Sanders
  • 25. Spieltag: Preußen Münster - Hallescher FC 3:0

    Punkteteilung im Preußenstadion: Der Treffer von Danilo Wiebe brachte den Preußen nur einen Punkt im Heimspiel.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 26. Spieltag: 1. FC Magdeburg- Preußen Münster - 1:0

    Erneut keine Punktausbeute auf fremdem Platz: Zu stark war der Aufstiegsaspirant aus Sachsen-Anhalt für den SCP.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 27. Spieltag: Preußen Münster FSV Frankfurt - 2:1

    Der wohl wichtigste Sieg im Abstiegskampf war für den SCP der Erfolg gegen den Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Tobias Rühle (r.) erzielte kurz vor Schluss (89. min) den erlösenden Treffer für die Preußen. Zuvor hatte Mirkan Aydin den Ausgleichtreffer für den SCP.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 28. Spieltag: Werder Bremen II - Preußen Münster - 0:1

    Rechtzeitig in die Erfolgsspur abgebogen war der SCP im letzten Drittel der Saison. Ungemein wichtig war dieser Auswärtserfolg durch ein Tor von SCP-Stürmer Adriano Grimaldi.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 29. Spieltag: Preußen Münster - VfR Aalen 2:1

    Zwar konnte der Wunsch dieses kleinen Fans (Foto) nicht ganz erfüllt werden, aber dank Treffern von Martin Kobylanski und Jeron Al-Hazaimeh reichte es zu einem knappen Heimsieg.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 30. Spieltag: SV Wehen Wiesbaden - Preußen Münster - 1:0

    Ein Rückschlag: Erneut war Jeron Al-Hazaimeh Torschütze - leider jedoch traf er ins eigene Tor. Ein wichtiger Sieg für Preußens Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 31. Spieltag: Preußen Münster -Sportfreunde Lotte - 1:0

    Der SCP revanchierte sich für die Hinspiel-Niederlage. Wieder mal Torschütze: Jeron Al-Hazaimeh. Dieses Mal aber auf der richtigen Seite - nach seinem Eigentor im Spiel zuvor netzte der Abwehrmann ins gegnerische Tor ein.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 32. Spieltag: Holstein Kiel - Preußen Münster - 0:0

    Gegen den späteren Aufsteiger erkämpfte sich die Adlerträger ein torloses Remis -und das in zeitweiliger Unterzahl, nachdem SCP-Mittelfeldspieler Sandrino Braun in der 34. Spielminute des Feldes verwiesen worden war.

    Foto: Timo Stark/Imago
  • 33. Spieltag: Preußen Münster Fortuna Köln - 4:2

    In der ersten Hälfte fackelte der SCP ein Tor-Feuerwerk ab. Es trafen mal wieder Jeron Al-Hazaimeh, Doppel-Torschütze Adriano Grimaldi und Sinan Terkerci. Trotz zweier Gegentore im zweiten Durchgang reichte es für einen Heimsieg.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 34. Spieltag: RW Erfurt - Preußen Münster - 0:0

    Erneutes torloses Remis für den SCP in der Fremde: Die Adlerträger waren mit dem Punktgewinn bei den Thüringern zufrieden.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 35. Spieltag: Preußen Münster - FSV Zwickau - 5:1

    Da war auch SCP-Coach nach Abpfiff vollauf zufrieden: Die Preußen dominierten den Aufsteiger in allen Belangen, was sich in Toren von Doppel-Torschütze Adriano Grimaldi, Martin Kobylanski, Mirkan Aydin und einem Eigentor widerspiegelte.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 36. Spieltag: Chemnitzer FC - Preußen Münster - 0:3

    Nun war auch auf fremden Platz der Knoten geplatzt: Beim Chemnitzer FC feierte der SCP einen überraschend deutlichen Sieg nach Treffern von Martin Kobylanski, Michele Rizzi und Adriano Grimaldi.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 37. Spieltag: SC Paderborn - Preußen Münster - 1:0

    Nichts zu holen gab es beim SC Paderborn, der noch mitten im Abstiegskampf steckte, während der SCP den Klassenerhalt geschafft hatte.

    Foto: Imago
  • 38. Spieltag: Preußen Münster - Jahn Regensburg - 0:1

    Die Saison begann für den SCP mit einer 0:1-Niederlage und endete auch mit diesem Ergebnis. Der Aufsteiger war erneut zu stark für die Preußen und erreichte dank des Sieges die Relegation gegen den Drittletzten der 2. Liga - 1860 München.

    Foto: Jürgen Peperhowe

Einzig der SV Meppen, der am Mittwoch um Haaresbreite im Elfmeterschießen Waldhof Mannheim ausstach, verspricht als Meister der Nord-Staffel schnelle Wege. In eineinhalb Stunden ist die Hänsch-Arena des Kultclubs aus dem Emsland erreicht.

Während also 1860 und Chemnitz in diesen Stunden noch um die Erteilung der Lizenz bangen, haben die Preußen ihre Hausaufgaben erfüllt. Bereits Anfang der Woche schickte der Verein über einen Kurier die aktualisierten Dokumente zum DFB nach Frankfurt. Nach dem ersten Zulassungsverfahren im Frühjahr hatte der SCP die wirtschaftliche und technisch-organisatorische Leistungsfähigkeit mit Auflagen bescheinigt bekommen.

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