Leichtathletik: Sparkassen-Gala in Regensburg
Luka Herden von der LG Brillux springt Westfalenrekord

Münster -

Münsters Athleten sind gerüstet für die kommenden Meisterschaften. Der Stresstest in Regensburg verlief erfolgreich. Luka Herden von der LG Brillux setzte im Weitsprung alle matt, sprang 7,50 Meter und verbesserte den Westfalenrekord aus dem Jahr 1979 (7,43 Meter) gleich um sieben Zentimeter.

Sonntag, 11.06.2017, 19:54 Uhr aktualisiert: 11.06.2017, 20:54 Uhr
Was für ein Satz: Luka Herden sprang 7,50 Meter in Regensburg.  
Was für ein Satz: Luka Herden sprang 7,50 Meter in Regensburg.   Foto: Peter Leßmann

Knapp 600 Kilometer – der ambitionierte Leichtathlet macht Kilometer. Regensburg stand auf der Agenda für die Aktiven aus Münster. Das Fazit: Die Sparkassen-Gala war die Reise wert.

Die LG Brillux setzte Akzente – vor allem im Weitsprung. Luka Herden erfüllte mit 7,27 Metern im vierten Versuch die U-18-WM-Norm (7,25) für Nairobi. Im finalen sechsten Durchgang legte er nochmals nach, 7,50 Meter zeigte die Anzeigetafel – Westfalenrekord. Die alte Bestmarke von 7,43 Metern datierte aus dem Jahr 1979. „Unglaublich“, so Trainer Jörg Riethues. Platz drei in der Welt-Bestenliste ist der zusätzliche Lohn. Herden gewann damit bei der U 18 und den Männern. Matthis Leon Wilhelm vom SC Preußen Münster landete bei 7,30 Metern – wurde Zweiter bei den Senioren.

Nils Voigt schaffte als Vierter bei den Männern über 3000 Meter Hindernis (9:23,19 Minuten) die U-23-Norm für die DM in Leverkusen und unterbot seine Bestzeit um ganze 15 Sekunden. Ben Rose knackte die U-18-Norm für die DM in Ulm über 200 Meter (22:82 Sekunden) mit persönlicher Bestzeit auf Platz zwei in der Konkurrenz der U-18-Junioren. Kai Sparenberg siegte bei den Männern über 200 Meter in 21,39 Sekunden und bestätigte die DM-Normen für die U 23 (Leverkusen) und die Senioren (Erfurt). Bestzeiten erzielte auch Jan Vogt bei den Männern über 100 Meter (11,15 Sekunden) und 200 Meter (22,51).

Dem Stresstest im Bundesland Bayern vor der U-23-DM in Leverkusen hielten auch die anderen Athleten des SCP stand. „Das hat alles gepasst“, zog Trainer Frank Bartschat ein positives Fazit. Jonas Breitkopf hatte die Ehre, über 200 Meter im Finale unter anderem gegen Deutschlands Top-Sprinter Julian Reus zu laufen. 21:17 Sekunden bedeuteten eine neue Bestzeit für den Preußen-Athleten – bei Gegenwind wohlgemerkt.

Seine Schwester Frieda Breitkopf schaffte in ihrem erst dritten Lauf über die 400 Meter ebenso eine neue Bestzeit (56:96 Sekunden), sie hat sich nach ihrer langen Verletzungspause mit zwölf Qualifikationen für diverse Meisterschaften sensationell zurückgemeldet. 56:44 Minuten benötigte Judith Wessling für die Distanz – besser war sie ebenfalls nie zuvor. Auch sie hat mehrere Eisen im Feuer. Insgesamt scheint Münster gewappnet für den ersten Höhepunkt der Saison: Am 17. und 18. Juni geht in Leverkusen die U-23-DM über die Bühne.

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