Leichtathletik: Deutsche U-23-Meisterschaften
Vier Podestplätze für die Preußen

Münster -

Diese Reise hat sich gelohnt: Vier Medaillen heimsten die Athleten des SC Preußen bei den Deutschen U-23-Meisterschaften ein. Das mit Spannung erwartete Duell über 200 Meter entschied Jonas Breitkopf vom SCP gegen Kai Sparenberg von der LG Brillux für sich.

Sonntag, 18.06.2017, 19:08 Uhr aktualisiert: 19.06.2017, 15:52 Uhr
Norm geknackt, die Dritte: Tabea Christ sicherte sich mit 6,21 Metern Platz drei und damit bronzenes Edelmetall.
Norm geknackt, die Dritte: Tabea Christ sicherte sich mit 6,21 Metern Platz drei und damit bronzenes Edelmetall. Foto: Wolfgang Birkenstock

Wenn sich zwei Lokalmatadore aus zwei konkurrierenden Vereinen auf der Tartanbahn unmittelbar vor dem Startschuss tief in die Augen blicken, dann geht es auch ein Stück weit um die Ehre. Um die Vorherrschaft in der Domstadt über die 200 Meter. Jonas Breitkopf, SC Preußen, trifft Kai Sparenberg, LG Brillux – ein Duell, das die münstersche Leichtathletik-Szene im Rahmen der Deutschen U-23-Meisterschaften in Leverkusen bewegte. Mit dem besseren Ende für den Jungen im Adlerdress. Breitkopf, mit 21,14 Sekunden Schnellster im Vorlauf, zeigte in seinem ersten großen Freiluftfinale ein fast perfektes Rennen – und Sparenberg die Hacken. 21,21 Sekunden langten als Dritter für den Sprung auf das Treppchen. Stark! Der Brillux-Athlet musste mit Rang fünf vorliebnehmen (21,36 Sekunden). Auch das kann sich sehen lassen.

Nicht unmöglich, dass Sparenberg am Tag zuvor zu viele Körner über die magischen 100 Meter gelassen hat. 10,60 Sekunden – nur zwei Konkurrenten waren fixer unterwegs. Für das Podest reichte es dennoch nicht, weil der zeitgleiche Roger Gurski von der LG Rhein-Wied im Foto-Finish einen Hauch von Brust vorne hatte. „Eine Tausendstel“, so Trainer Jörg Riethues. „Mit dem bloßen Auge kaum erkennbar.“ Aber doch irgendwie entscheidend.

Entscheidend brachten sich auch weitere Aktive des SC Preußen in die Junioren-DM ein – mit drei Top-3-Platzierungen. Björn-Ole Klehn ließ sich als Zweiter mit 7,54 Meter im Weitsprung feiern, Tabea Christ als Dritte (6,21 Meter). Damit bestätigte die junge Preußen-Athletin (Jahrgang 1998) nun schon zum dritten Mal die Norm für die kontinentalen Wettkämpfe in Grosseto (Italien). Silber erlief sich außerdem die 4x100-Meter-Staffel der Mädchen mit Christ, Imke Daalmann, Frieda Breitkopf und Judith Wessling (46,12 Sekunden). Nur die LG Olympia Dortmund war schneller (44,86).

Das Gegenstück, die 4x100-Meter-Staffel der Jungs mit Lukas Genenger bei seiner ersten DM überhaupt, Klehn, Breitkopf und Matthis Leon Wilhelm sicherte sich im Finale in 41,75 Sekunden immerhin Platz fünf. Sechste über 400 Meter im B-Finale wurde Judith Wessling (57,07 Sekunden).

Nerven zeigten Tom Brack im Hammerwurf als Neunter (49,87 Meter) und Matthis Leon Wilhelm im Weitsprung, ebenfalls auf Rang neun (7,06 Meter). Ohne gültigen Versuch blieb Imke Daalmann beim Dreisprung. Sie hatte so ihre liebe Mühe mit dem Absprungbalken, der in Leverkusen ungewohnte elf Meter von der sandgefüllten Sprunggrube entfernt war.

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