Rudern: Deutsche Meisterschaften
RVM-Duo baut Druck auf

Münster -

Am Donnerstag startet der Tross des RV Münster gen München zur Deutschen Meisterchaft der Ruderer. Mit dabei auch Ida Kruse und Henri Schwinde, die bei den Bundestrainern schon jetzt hoch im Kurs stehen.

Dienstag, 20.06.2017, 17:09 Uhr aktualisiert: 20.06.2017, 17:52 Uhr
Auf WM-Kurs: Ida Kruse und Henri Schwinde.
Auf WM-Kurs: Ida Kruse und Henri Schwinde. Foto: RVM/JH

Im Bootshaus am Kanal herrscht bereits vorsichtiger Optimismus. Denn mit Ida Kruse und Henri Schwinde hat der RVM zwei Kandidaten für die U-23-WM im bulgarischen Plovdiv im Köcher.

Mit einer dicken Überraschung meldete sich Kruse im deutschen Rudersport zurück. Gerade erst vom Studium in Ohio zurückgekehrt, gab sie auf der internationalen Regatta in Ratzeburg im Vierer-ohne und im Achter der Konkurrenz das Nachsehen. Bei der gesamten Crew handelt es sich um deutsche Studentinnen in den USA, die in Übersee gegeneinander starten – in der Heimat peilen sie gemeinsam die Nominierung für das deutsche U23-Team an. „Mein Ziel ist die direkte Quali im Vierer-ohne”, gibt Kruse ihre Wunschbootsklasse bekannt. Die 20-jährige Münsteranerin sieht ihr Team gut vorbereitet für die entscheidenden Deutschen Meisterschaften in München, denn: „Die Trainingsbedingungen in den USA sind besser als hier, besonders, was die Vereinbarkeit von Studium und Leistungssport angeht.” Auch RVM-Chefcoach Thorsten Kortmann sieht nach dem souveränen Auftritt auf dem Ratzeburger Küchensee gute Chancen und bereits eine Sensation anrollen: „Dass ein komplett aus Auslandsstudenten bestehendes Team sich für eine WM qualifiziert, gab´s wohl noch nie. So etwas dürfte für ordentlich Aufsehen in der Szene sorgen.”

Ansprüche auf ein Ticket zur U-23-WM hat mit Schwinde ein zweiter RVM-Sportler angemeldet. „Dafür, dass Henri sich erst in seinem ersten U-23-Jahr befindet, hat er sich bereits klasse positioniert”, lobte Trainer Kortmann die Saisonleistungen. Zweimal verwies der amtierende U-19-Vizeweltmeister in Ratzeburg die ­übrigen deutschen Teams im Doppelvierer mit sehr deutlichem Abstand auf die Ränge. Lediglich mit dem Boot des polnischen Nationalteams konnten Schwinde und seine Mitstreiter aus Gießen, Magdeburg und Dresden nicht ganz mithalten. Auch mit Platz drei im Doppelzweier konnte sich der münsterische Athlet zusammen mit dem Gießener Felix Weber gut in Szene setzen. Die Bundestrainerin schien jedenfalls beeindruckt. „Sie hat gesagt, dass sie mich gern im deutschen Vierer auf Schlag sehen würde. So eine Aussage ist von ihr eher selten. Ich sehe das somit als ziemlich klares Zeichen”, teilt Schwinde seinen Eindruck mit.

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