Basketball: Deutsche Hochschul-Meisterschaften
So spielt man mit Studenten – Münster holt erneut den Titel

Münster -

Besser hätte es für die WG Münster bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften kaum laufen können. In heimischer Halle am Horstmarer Landweg gewann das Team von Trainer Christoph Schneider das Turnier und verteidigte damit seinen Titel aus dem Vorjahr.

Sonntag, 02.07.2017, 17:34 Uhr aktualisiert: 02.07.2017, 18:23 Uhr
Mission erfüllt, Titel verteidigt: Die WG Münster ist erneut Deutscher Hochschulmeister.
Mission erfüllt, Titel verteidigt: Die WG Münster ist erneut Deutscher Hochschulmeister. Foto: Peter Leßmann

Wenn Basketballer Höhenangst haben, dann kann etwas nicht stimmen. Zum Glück ist Marco Lenz Betreuer, so dass er nur dann an den Korb muss, wenn es um ein Stückchen Netz geht. Quasi als Souvenir eines großen Erfolges, in diesem Fall den Gewinn der deutschen Hochschulmeisterschaft. Der junge Mann, der ansonsten für die Bodenpflege verantwortlich ist, wurde von den langen Kerls gestützt, als er die Schere ansetzte.

Münsters Studenten-Basketballer hatten am Sonntag allen Grund zur Freude, weil sie erstens ein wenig überraschend, zweitens absolut überzeugend und drittens verdient ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigten.

Schon in der Vorrunde am Samstag ließ das Team von Christoph Schneider gar nichts anbrennen. Die Spiele gegen Karlsruhe (59:40), Darmstadt (46:40) und Dresden (51:42) gewann der Gastgeber ausnahmslos. Im Halbfinale am Sonntag gegen WG Köln behielt Münster sicher mit 70:55 die Oberhand. Und im Endspiel gab es ein Wiedersehen mit der TU Dresden, dem Schneider ein wenig skeptisch entgegensah. „Wirklich eine starke Mannschaft mit drei Pro-A-Spielern, die immerhin zwei Ligen höher spielen als unsere UBC-Jungs. Und den Sieg aus der Vorrunde sollten wir nicht überbewerten, in dem Spiel ging es um nichts mehr. Denn beide Teams hatten das Halbfinale schon sicher.“

Extralob für Jan König

Aber die Skepsis war rasch verflogen, als Schneider seine Truppe im Finale beobachtete. Mit starker Auf-, vorzüglicher Ein- und auch nach jeder Umstellung zeigten die Basketballer der hiesigen Uni und Fachhochschule eine beachtliche Vorstellung. Im ersten Viertel (28:12) legten sie den Grundstock, auf dem letztlich der 83:65-Finalsieg fußte. Eine geschlossene Mannschaftsleistung war es in jedem Fall. Aber nicht nur die erste Garnitur zeigte, was Uni-Basketball in Münster ausmacht. Jeder Einzelne aus der Truppe lieferte seinen Beitrag dazu, dass die Hausherren am Ende jubeln durften. Und dass Marco Lenz auf dem Turnkasten in schwindelerregende Höhen musste.

Allerdings muss Jan König ein Extralob gezollt werden. „Was er im Finale abgeliefert hat, das war fast schon überirdisch“, kam der Ritterschlag von Trainer Schneider. Die Uni-Truppe freut sich nun auf die EM in Ungern, die in zwei Wochen stattfindet. Und mit dem Titelgewinn von Sonntag hat sie sich das Ticket zu den Eusa-Games in Portugal gesichert, die im Juli 2018 stattfinden werden.

Münsters Damen-Auswahl erwies sich als netter Gastgeber. Sie ließ den Gästen den Vortritt, verlor in der Gruppenphase nacheinander gegen Würzburg, Heidelberg und Jena und durfte sich am Sonntag das Finale anschauen. Das entschied die Uni Marburg mit 71:56 gegen WG Heidelberg für sich.

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