Basketball: Regionalliga
Göknil macht jetzt bei den Baskets den Schneider

Münster -

Christoph Schneider trainiert derzeit die münsterische Hochschulauswahl bei der Hochschul-EM. Einer seiner Schützlinge ist Center Atilla Göknil, der seinem Trainer ganz genau auf die Finger schauen wird, weil er ihn künftig als Co-Trainer bei den WWU Baskets beerben wird.

Montag, 17.07.2017, 17:34 Uhr aktualisiert: 17.07.2017, 17:44 Uhr
Das Trikot mit der 21 legt Atilla Göknil ab. Der Center wechselt die Seiten und wird Co-Trainer der WWU Baskets.
Das Trikot mit der 21 legt Atilla Göknil ab. Der Center wechselt die Seiten und wird Co-Trainer der WWU Baskets. Foto: Peter Leßmann

Direkt zum Start der Sommerferien hat sich Philipp Kappenstein aus Münster verabschiedet. Drei Wochen verbringt der Coach der WWU Baskets Münster mit der Familie seinen Urlaub in Frankreich. Zeit, um den Akku aufzuladen und genügend Reserven für die kommende Saison anzulegen. Denn in der Spielzeit 2017/18 soll es klappen mit dem großen Wurf, den Münster zuletzt drei Mal als Vizemeister verpasst hatte. Ab dem 8. August beginnt dann die Mission 2. Liga Pro B, dann bittet Kappenstein sein Team zum ersten Training.

Bis dahin soll die Mannschaft der Baskets komplett sein, drei Neuzugänge sind noch in der Pipeline. Unterschriftsreife Verträge liegen einem Aufbauspieler aus den USA, einem Small Forward sowie einem Center vor. Kappenstein geht von Vollzug spätestens Anfang August aus. „Zum Trainingsstart sollten wir komplett sein. Denn sechs Wochen Vorbereitung benötigen wir, um uns einzuspielen. Wir haben einen Umbruch auf den Guard-Positionen, müssen wichtige neue Leute und drei Youngsters integrieren“, sagt der Coach, der den Münsteraner Stefan Wess (Niners Chemnitz) sowie die Junioren-Nationalspieler Miguel Wessel, Niko Funk und Erik Brummert aus dem eigenen Stall sicher im Aufgebot für die kommende Saison weiß.

Dazu ist eine weitere Personalie fix. Atilla Göknil, jahrelang für den UBC und dann für die Baskets als Center unter den Körben aktiv, beendet seine aktive Karriere und übernimmt den Posten von Christoph Schneider als Co-Trainer. Eine Besetzung, die Sinn macht und in das gelebte WWU-Konzept passt. „Ati ist einer der Spieler, der seit seiner Jugend bei uns ist und sich verdient gemacht hat. Auf dem Platz war er als Integrationsfigur enorm wichtig für unsere Teams“, sagt Baskets-Manager Helge Stuckenholz und fügt an: „Solche Jungs besitzen auch als Trainer sofort eine hohe Akzeptanz und können schon auf der ersten Trainerstation im bekannten Umfeld Akzente setzen.“

Auch Göknil freut sich auf die neue Aufgabe, auch wenn die Anfrage von Kappenstein und Stuckenholz überraschend kam. „Eigentlich wollte ich noch ein Jahr spielen und dann im Sommer 2018 zum Abschluss meines Studiums und Beginn meines Referendariats kürzertreten. Als dann das Angebot aber kam, hat es nicht lange gedauert, bis ich von der Idee überzeugt war. Ich wollte später eh in Richtung Coaching schauen. Diesen Weg nun als Co-Trainer meiner WWU Baskets zu beginnen, hat sofort ein inneres Feuer bei mir entfacht“, sagt der 28-Jährige, der zumindest fast eine Rückkehr auf das Feld ausschließt. „Ich halte es für sinnvoll, einen klaren Cut zu machen. So wissen die Jungs, woran sie sind. Sollte uns aber eine ähnliche Verletzungsmisere ereilen wie in der vergangenen Saison, helfe ich dem Team natürlich.“

So beginnt für ihn aber ab dem 8. August eine neue, ungewohnte Art der Vorbereitung, in der die Baskets reichlich testen. Die Pro-B-Ligisten Baskets Schwelm, Bayer Leverkusen und ETB Essen sind hochklassige Prüfsteine, dazu misst sich Münster bei einem Turnier in Hamburg sowie gegen den Regionalligisten Rasta Vechta II. „Die Testspiele sind wichtig. Wir müssen die Abläufe einstudieren und uns als Mannschaft finden“, sagt Kappenstein. Schließlich gilt es für die Baskets ab dem 16. September, wenn sie beim Aufsteiger BG Kamp-Lintfort und eine Woche später daheim gegen die BG Dorsten die Mission Meisterschaft beginnen.

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