Fußball: 3. Liga
Preußen-Keeper Körber – der Senkrechtstarter aus der Hauptstadt

Münster -

Während bei seinem Heimverein Hertha BSC aktuell reihenweise die Torhüter wegbrechen, hat Nils Körber beim SC Preußen den Sprung zur Nummer eins geschafft. Er setzte sich im Duell mit Max Schulze Niehues um Haaresbreite durch.

Donnerstag, 20.07.2017, 15:02 Uhr aktualisiert: 21.07.2017, 07:28 Uhr
Nils Körber wird im ersten Saisonspiel der Preußen im Erfurter Steigewaldstadion zwischen den Pfosten stehen. Er hat in der Vorbereitung fehlerfrei gehalten und gleichzeitig wichtige Impulse nach vorne gegeben.
Nils Körber wird im ersten Saisonspiel der Preußen im Erfurter Steigewaldstadion zwischen den Pfosten stehen. Er hat in der Vorbereitung fehlerfrei gehalten und gleichzeitig wichtige Impulse nach vorne gegeben. Foto: Jürgen Peperhowe

Berlin hat bekanntermaßen seinen „langen Lulatsch“. So heißt im Volksmund der 146 Meter hohe Fernsehturm, der am Mittwoch bundesweit SOS funkte, weil dem ortsansässigen Fußball-Bundesligisten derzeit eben ein langer Lulatsch zwischen den Pfosten fehlt. Fast gleichzeitig hatten beim Mittwochstraining von Hertha BSC die Herren Rune Jarstein, Thomas Kraft und Jonathan Klinsmann jeweils verletzt das Training abbrechen müssen – und plötzlich war niemand mehr da, der zwischen den Pfosten wirklich zu Hause ist.

Den Vereinsverantwortlichen des Hauptstadtclubs dürfte in diesem Moment in Großbuchstaben der Name Nils Körber durch den Kopf gegangen sein. Ein junger Hertha-Keeper mit großer Veranlagung und in der Hierarchie definitiv der Mann, der jetzt ins Tor hätte nachrücken müssen. Doch Körber trägt derzeit das Adlertrikot von Preußen Münster – und hat es als Leihgabe der Berliner wohl direkt in die Startaufstellung der Preußen gebracht.

Der Kader für die Saison 2017/18 - Kurzporträts

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  • Das ist das Aufgebot des SCP für die neue Saison:
    (oben von links) Nico Rinderknecht, Fabian Menig, Simon Scherder, Adriano Grimaldi, Sebastian Mai, Ole Kittner, Jeron Al-Hazaimeh, Lion Schweers, Lennart Stoll, Philipp Hoffmann, (Mitte von links) Trainer Benno Möhlmann, Co-Trainer Sven Kmetsch, Torwarttrainer Milinko Gilic, Benjamin Schwarz, Stéphane Tritz, Sandrino Braun, Michele Rizzi, Tobias Rühle, Athletiktrainer Christian Krabbe, Physiotherapeut Matthias Haase, Teammanager Harald Menzel, Sportdirektor Malte Metzelder, (unten von links) Zeugwart Norbert Bussmann, Zeugwart Jürgen Keseberg, Martin Kobylanski, Nils Körber, Max Schulze Niehues, Luis Klante, Lucas Cueto, Mannschaftsarzt Dr. Cornelius Müller-Rensmann, Mannschaftsarzt Dr. Tim Hartwig. Auf dem Mannschaftsbild fehlen Tobias Warschewski und Moritz Heinrich.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Max Schulze Niehues (28 Jahre/Rückennummer 35): Die Ruhe selbst, immer mindestens solide, keine Extravaganzen. Der Freckenhorster war schon in der Jugend Preuße und ist es nun schon seit 2011 wieder.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Nils Körber (20/1): Herausforder aus der Hauptstadt. Das Hertha-Talent ist für ein Jahr ausgeliehen. Er pflegt einen draufgängerischeren Stil. Hatte Glück und konnte sich in den Tests öfter auszeichnen. Beherrscht den Strafraum, kommt früh raus.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Luis Klante (18/37): Klar definierte Rolle als Nummer drei, steht in der Regel für die U 19 im Bundesliga-Tor. Zuletzt ausgebildet in Hoffenheim.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Stéphane Tritz (30/2): Unter Trainer Benno Möhlmann aufgeblüht. Nie spektakulär, nie torgefährlich, aber dafür glänzend im Stellungs-, clever im Passspiel. Der Franzose ist, klammert man Schwarz aus, inzwischen der Oldie.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sebastian Mai (23/26): Der Sachse macht den Mund auf, Sprecher der Viererkette. Hat großartige Anlagen, leistete sich aber immer wieder Fehler. Dass er ein etwas verrückter Typ ist, sagt er selbst.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Lion Schweers (21/25): Shootingstar der vergangenen beiden Jahre. Für sein Alter mit einer bemerkenswerten Ruhe am Ball und im Zweikampf – womit der Dortmunder durchaus bereits Proficlubs auf sich aufmerksam gemacht hat.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Jeron Al-Hazaimeh (25/29): Darf seinen oftmals immensen Vorwärtsdrang neuerdings auch im Mittelfeld ausleben. Extrem treffsicher für einen Außenverteidiger. Kleine Konzentrationsschwächen im Rückwärtsgang. Neben dem Platz ein höflicher, aber eher stiller Vertreter.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ole Kittner (29/13): Ein echter Anführer, wären da nicht die häufigen kleineren Wehwehchen. Strahlt auf dem Feld Ruhe aus, kommt im Mannschaftskreis super an. Der gebürtige Münsteraner war bis letzten Sommer für über drei Jahre auch aufgrund diverser Knieverletzungen vereinslos und ohne Praxis.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Fabian Menig (23/5): Erfahrenster Neuzugang aus Aalen, hat die Freiburger Fußballschule absolviert. In der Defensive kann er alles spielen, jede Position in der Viererkette und sogar auf der Sechs. Hat sich schnell eingelebt und von Beginn an immer ein Lachen im Gesicht.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Simon Scherder (24/15): Ihn durfte der SCP nicht gehen lassen. Seit 2006 Preuße, das wirft man auch nach zwei Jahren Kreuzband-Pause nicht weg. Der Junge aus Dreierwalde tastet sich nun langsam, aber durchaus erfolgreich wieder ran.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Michele Rizzi (29/8): „Hinrunde Schrott, Rückrunde top“ – so fasste der Mittelfeldmann die Vorsaison zusammen. Auch er selbst steigerte sich nach der Winterpause deutlich. Nachdem er die Kapitänsbinde abgab, ist er nun wieder Vize. Ein echter Fixpunkt.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Danilo Wiebe (23/21): Am Ball mit allen Fähigkeiten, kann ein Spiel lesen. Doch noch taucht er zu oft ab. Cleverer Bursche, der in dieser Saison im 4-1-4-1 mehr Verantwortung trägt und nun den nächsten Schritt in der Entwicklung gehen muss.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sandrino Braun (29/6): In seinem ersten Preußen-Jahr fand er kaum seinen Rhythmus und leistete sich rätselhafte Ballverluste. Nun will (und muss) der Träger stylischer Hüte allen Kritikern zeigen, dass er mit fast 150 Drittliga-Partien kein Fehleinkauf ist.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Nico Rinderknecht (19/17): Für ein Jahr aus Ingolstadt ausgeliehen, wo er als zentraler Mittelfeldspieler in der Reserve sechs Tore machte. Hat auch schon fünf Minuten (für Eintracht Frankfurt, gegen Borussia Dortmund) in der Bundesliga gekickt. Kurz vor dem Saisonstart im Pech und durch eine Verletzung zurückgeworfen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Benjamin Schwarz (30/23): Erfahrung, Energie und Laufbereitschaft des Routiniers mit dem bayrischen Akzent täten der jungen Truppe gut. Doch frühestens im Frühjahr wird er nach seiner x-ten Knie-OP wieder ein Thema. Der Ur-Münchener würde seine Karriere danach gerne in Münster fortsetzen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Lennart Stoll (21/18): Backup hinten rechts? Oder Allrounder im Mittelfeld? So oder so hält Möhlmann eine Menge vom wissbegierigen und waschechten Münsteraner, der nicht mehr weit weg ist von einem Stammplatz.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Lucas Cueto (21/7): Für den 1. FC Köln schoss er einst die Tornetze der Jugend-Bundesliga auseinander. In der Schweiz beim FC St. Gallen folgte ein kleiner Knick, auch aufgrund von Verletzungen. Die bremsten ihn bisher auch bei den Preußen weitgehend aus.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Philipp Hoffmann (25/20): Sympathieträger neben dem Feld, Hoffnungsträger auf dem Rasen. Ein Patellasehnenriss kostete ihn fast ein Jahr der Karriere. Nun hat er sich wieder ganz nah an die erste Elf herangerobbt. Findet er seine alte Form, ist er eine variable Waffe.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Martin Kobylanski (23/10): Stolzer neuer Träger der Nummer 10. Wie aus der Pistole geschossen antwortete er auf die Frage nach dem Preußen-Gründungsjahr – „1906“! Hat sich als Winter-Einkauf von der ersten Sekunde an komplett auf den neuen Club eingelassen. Feste Größe, muss aber noch Konstanz finden.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Moritz Heinrich (20/27): Ein Löwe, seit er sechs ist. Nun plötzlich im Adlerhorst gelandet. Spannende Vita, in Münster will er seiner Laufbahn wieder neuen Schwung verleihen. Möhlmann fand ihn als A-Junioren bei den Sechzigern schon spannend.

    Foto: Thomas Rellmann
  • Tobias Rühle (26/11): Kann mehr als nur Freistöße und Elfmeter herausholen. Stets unterwegs, muss sich von Hintermann Tritz oft ein „Rülle, Rülle“ anhören. Fehlt in keiner Wunschelf – jedoch dürfte es etwas mehr als nur ein Tor in der Saison sein.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Adriano Grimaldi (26/39): In seiner Rolle als Kapitän geht er förmlich auf. Hält die Bälle, leitet sie weiter, drückt sie mit Fuß oder Kopf ins Tor. Aktuell ist er der Schlüsselspieler schlechthin. Bleibt er diesmal fit, wird er wahrscheinlich noch mal für Zweitligisten interessant.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tobias Warschewski (19/16): Kaum zu glauben, nun beginnt sein erstes echtes Seniorenjahr. Will gerne mehr sein als nur Joker, sammelte Erfahrung bei der U-19-Nationalelf, steht auf der Wunschliste diverser Bundesligisten. Doch Preußen will ihn natürlich auch längerfristig binden. Ist noch etwas unorganisiert, dafür als Youngster durchaus anerkannt im Team.

    Foto: Jürgen Peperhowe

Etwas überraschend, weil Münsters Torraum eigentlich gar nicht zur Disposition gestanden hatte. Max Schulze Niehues hatte eine grundsolide Vorsaison abgeliefert und erst zwei Spieltage vor Schluss, als es um nichts mehr ging, freiwillig seinen Platz geräumt. Die Zeit nutzte der Ur-Preuße, um seine Nase operieren zu lassen. Die ist jetzt frei, ihr Besitzer aber dennoch leicht verschnupft. Er sei „enttäuscht“ gewesen, sagte Trainer Benno Möhlmann, „aber gefasst“.

Für den Chefcoach gab in einem „engen Rennen“ letztlich das den Ausschlag, „was man heutzutage wohl proaktiv nennt“, so Möhlmann. Weil nämlich beim Torwart nicht nur die Angriffe des Gegners enden, sondern auch die eigenen eingeleitet werden, sieht Möhlmann kleine, aber entscheidende Vorteile für den 20-jährigen Neuzugang, der „die nötigen Impulse für das Spiel nach vorne geben“ soll. Möhlmann hat keine Bauchschmerzen, dem jungen Drittliga-Novizen den Vorzug vor dem routinierten 28-jährigen Schulze Niehues zu geben.

Das sind die Gegner von Preußen Münster

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  • Am Samstag startet Preußen Münster in die neue Drittliga-Saison. Am ersten Spieltag geht es für die Adlerträger ins Steigerwaldstadion nach Erfurt. Wir haben uns den FC Rot-Weiß Erfurt, aber auch die anderen 18 Gegner der Preußen genauer angeschaut. Unsere Analyse.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SpVgg Unterhaching: Geld ist nicht vorhanden beim Aufsteiger, dafür hat der Ex-Bundesligist, den seit langem der frühere Nationalspieler Manfred Schwabl führt, Zugriff auf die Nachwuchsleistungszentren der Bayern und der Löwen. Viele Akteure aus dem Kader haben Drittliga-Erfahrung und schon bei der Rückkehr mitgeholfen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • VfL Osnabrück: Die Fans träumen vom Aufstieg, die Clubführung tritt auf die Bremse. Die Vorbereitungsergebnisse waren eher enttäuschend. Die Finanzen lassen eigentlich nicht zwingend eine Teilnahme am Aufstiegsrennen zu, doch in der Vergangenheit mischte Lila-Weiß immer oben mit.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Werder Bremen II: Auf den letzten Drücker gelang erneut der Klassenerhalt. Mittlerweile haben die Hanseaten als einziger Club die eigene Reserve in der 3. Liga. Aus dem Profiteam rollt immer mal wieder halbwegs prominente Verstärkung heran. Dass sich die Startelf Woche für Woche verschiebt, gehört nun mal zum Ausbildungsprinzip.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • RW Erfurt: Die Thüringer haben ebenfalls nicht viel Geld zur Verfügung. Gestandene Akteure verließen den Steigerwald, bis auf Alexander Ludwig kamen dafür nur Talente. Nun plagen Coach Stefan Krämer, den Mann mit dem Arminia-Bielefeld-Tattoo auf der Brust, vor dem Auftakt gegen Preußen auch noch Verletzungssorgen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SG Sonnenhof Großaspach: Der Dorfverein setzt weiter ganz bewusst auf das Underdog-Image. Bis auf Michael Vitzthum wurde der erneute Umbruch fast ausschließlich mit Talenten aus der Region vollzogen. Schillerndste Person bleibt also Schlager-Star Andrea Berg, die mit Manager Uli Ferber verheiratet ist und oft im SGS-Stadion singt.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 1. FC Magdeburg: Nur knapp verpasste der Aufsteiger von 2015 in der Vorsaison Rang drei und die Relegation. Bemerkenswert ist nach wie vor der Support der Anhänger in der MDCC-Arena. Die Verantwortlichen sind im Augenblick vorsichtig. Ob noch mal eine Runde wie die vorige gelingt, scheint zumindest ungewiss. Verlass ist aber immer auf Torjäger Christian Beck.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SF Lotte: Für den Emporkömmling vom Autobahnkreuz war es ein Schock, als Chefcoach Ismail Atalan trotz Vertragsverlängerung kurz vor dem Saisonstart zum VfL Bochum wechselte. Ihn beerbt nun Oscar Corrochano. Durch den Erfolg im DFB-Pokal sind die Kassen gefüllt, der Kader ist gut bestückt. Doch ohne Atalan wird die zweite Saison nicht leicht.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Hansa Rostock: Pavel Dotchev hat in diesem Sommer das Ruder auf der Kogge übernommen. Der frühere Preußen-Coach hat mit Julian Riedel gleich einen weiteren Ex-Münsteraner mitgebracht. Ein dritter wartet bereits sehnsüchtig an der Ostsee auf seinen Mentor: Amaury Bischoff, im Januar von der Hammer Straße zum FCH gewechselt. Weitere große Investitionen blieben bisher aber aus.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Chemnitzer FC: In Münster scheiterte Trainer Horst Steffen überraschend krachend. Nun bekommt er als Nachfolger von Sven Köhler bei den Himmelblauen eine neue Chance. Leistungsträger wie Anton Fink, Alexander Bittroff, Kevin Conrad, Philip Türpitz oder Fabian Stenzel haben den wirtschaftlich angeschlagenen Club verlassen. Ex-Preuße Dennis Grote ist geblieben.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • FSV Zwickau: Eine unfassbar gute Rückrunde rettete dem Aufsteiger zuletzt nicht nur die Klasse, sondern beförderte ihn sogar bis in die Spitzengruppe. Nun möchten sich die Sachsen in der 3. Liga etablieren. Helfen soll dabei unter anderem Sinan Tekerci, der bis Juni von Dynamo Dresden an die Preußen ausgeliehen war.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Hallescher FC: Die Mitteldeutschen stagnieren, die Anhänger goutieren das nicht gerade. Stürmer Mathias Fetsch und Daniel Bohl sind nun die Hoffnungsträger. Beim HFC herrscht immer Explosionsgefahr, aber die Zuschauer lassen sich auch schnell mitreißen und entfachen dann reichlich Euphorie.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Paderborn: Nur durch den Lizenzentzug für 1860 München blieb den Ostwestfalen der dritte Abstieg in Serie erspart. Nach einer erneut fürchterlichen Saison soll es nun bergauf gehen. Unter Trainer Steffen Baumgart gelang in den letzten Partie zumindest ein kleiner Aufschwung. Weiter im Kader: Ex-Preuße Marcus Piossek. Neu dabei: der Münsteraner Massih Wassey.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Fortuna Köln: An die Underdog-Rolle haben sich die Südstädter längst gewöhnt. Sie leben sie gerne aus, viel zu verdienen gibt es bei ihnen nicht. Trainer Uwe Koschinat leistet seit Jahren hervorragende Arbeit. Zwischen den Pfosten steht Ex-Preuße André Poggenborg. In der Offensive krempelten die Rheinländer in diesem Sommer personell eine Menge um.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • VfR Aalen: Der frühere Preußen-Trainer Peter Vollmann hat die Württemberger sportlich wieder in die Spur gebracht. Finanziell ist weiter alles auf Kante genäht, in der Vorsaison musste der Verein sogar einen Neun-Punkte-Abzug hinnehmen. Nun bekommen erneut ein paar junge Spieler die Chance, sich zu zeigen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SV Wehen Wiesbaden: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klaffte immer eine Lücke in den letzten Jahren. Der Zuschauerzuspruch ist gering. Doch unter Coach Rüdiger Rehm spielte der SVWW eine gute Rückserie, befreite sich aus dem Keller und setzt nun auf ein eingespieltes Team mit punktuellen Verstärkungen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Würzburger Kickers: Nach dem beendeten Zweitliga-Intermezzo blieb kein Stein auf dem anderen. Der Verein hat offenbar auch etwas Fernsehgeld zurückgelegt und präsentiert nun einen Kader mit Erfahrung und Klasse. Auch wenn es niemand ausspricht - der Wiederaufstieg ist geplant. Ex-Preuße Stephan Schmidt ist neuer Trainer für Bernd Hollerbach.

    Foto: FrankPeters
  • SV Meppen: Einst Inbegriff für den Außenseiter-Aufstand in der 2. Bundesliga, nun zumindest wieder drittklassig. Für das Emsland eine Riesensache, die Verantwortlichen aber bleiben realistisch und sprechen maximal vom Klassenerhalt. Dabei hat sich der Club mit einigen durchaus erfahrenen Kräften verstärkt.

    Foto: Mrugalla
  • Karlsruher SC: Für den Zweitliga-Absteiger gibt es nur ein Ziel - direkt wieder hoch! Dafür hat sich der Verein massiv verstärkt und mit Dominik Stroh-Engel/Anton Fink ein sensationelles Sturmduo für die 3. Liga. Auch Ex-Preuße Marc Lorenz kam aus Wiesbaden, das Team ist runderneuert. Die Rückkehr ins Unterhaus ist Pflicht, das kann auch zum Hemmnis werden.

    Foto: Ronald Wittek
  • Carl Zeiss Jena: 2012 stiegen die Thüringer ab, fünf Jahre später sind sie wieder da. Nach einer famosen Regionalliga-Saison samt Aufstiegsrelegation ist die Euphorie groß. Chefcoach Mark Zimmermann genießt großes Ansehen, die Zuschauer freuen sich auf die zahlreichen Traditionsderbys im Osten.

    Foto: dpa

„Wie er unter Druck agiert, werden wir sehen. Ich bin aber überzeugt, dass wir da kein Risiko eingehen“, sagt Möhlmann. Sportdirektor Malte Metzelder hatte den neuen Keeper bei der Vorstellung als eines der „Top-Talente auf der Torwartposition im deutschen Fußball“ gelobt. Eine Einschätzung die Möhlmann nach den zahlreichen Testspielen offenkundig teilt, auch wenn Schulze Niehues ebenfalls eine ordentliche Vorbereitung gespielt habe.

Müller nach Zypern

Nach einem halben Jahr beim SC Preußen läuft Christian Müller künftig für Aris Limassol auf. In der vergangenen Saison war der Verein elfter der zypriotischen ersten Liga. In Münster hatte der 33-Jährige nur fünf Einsätze in der Rückserie verbucht, davon keinen über 90 Minuten. Nach wie vor ohne neuen Club sind aus dem SCP-Kader der Vorsaison nur Mirkan Aydin und Bennet Eickhoff.

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Für den bisherigen Stammtorwart ist der Schritt zurück ins zweite Glied nicht ganz neu – den musste er auch schon im mannschaftsinternen Duell trotz vom Trainer assistierter Augenhöhe immer wieder mit Daniel Masuch machen. Fest steht, dass mit ihm ein zweiter Mann auf der Bank sitzt, der jederzeit bedenkenlos einsetzbar ist – und damit haben die Preußen gleich zwei starke Keeper. Zwei mehr als derzeit Hertha BSC Berlin.

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