Basketball: Regionalliga
McGill soll der neue Leitwolf der WWU Baskets werden

Münster -

Der letzte Baustein für eine erfolgreiche Saison, die möglichst mit dem Aufstieg enden soll, ist da. Brandon James McGill ist der neue Aufbauspieler der WWU Baskets Münster und soll auch als Leitwolf in die Fußstapfen von Anselm Hartmann treten.

Montag, 07.08.2017, 16:50 Uhr aktualisiert: 08.08.2017, 11:58 Uhr
Bereit für große Taten: Der amerikanische Aufbauspieler Brandon James McGill (l.), den Co-Trainer Atilla Göknil und Mandy Ludewig vom Baskets-Sponsor Solarlux begrüßten, will mit Münster in die Pro B aufsteigen.
Bereit für große Taten: Der amerikanische Aufbauspieler Brandon James McGill (l.), den Co-Trainer Atilla Göknil und Mandy Ludewig vom Baskets-Sponsor Solarlux begrüßten, will mit Münster in die Pro B aufsteigen. Foto: WWU Baskets

Die WWU Baskets Münster haben nun ihre letzte und wichtigste Position im Kader besetzt. Nach dem Abgang von Kapitän Anselm Hartmann, der vier Jahre lang am Horstmarer Landweg ein sportlicher Anführer und Leistungsträger war, suchte der Regionalligist einen Spielmacher – und wurde in Brandon James McGill fündig. „Er war einer unserer Top-Kandidaten, mit dem wir uns schnell einig wurden. Ich freue mich sehr auf ihn“, betont Trainer Philipp Kappenstein.

Schon im vergangenen Jahr hatten die Baskets Kontakt zu dem 1,86 Meter großen Amerikaner. Doch da passte es noch nicht zusammen, zu ähnlich schien seine Spielweise zu Hartmanns zu sein. Nun aber hat sich sein Vorgänger verabschiedet, der Zusammenkunft im zweiten Versuch stand nichts mehr im Wege. Denn McGill passt ins Raster von Kappenstein und Manager Helge Stuckenholz, die einen routinierten Point Guard mit Europa-Erfahrung auf die Fahndungsliste gesetzt hatten. „Spielerisch kann uns Brandon genau das geben, was wir brauchen. Er strahlt Gefahr aus und kann unseren Schützen und den großen Jungs unter dem Korb den nötigen Raum geben. Und er kann unseren jungen Spielern zur Seite stehen und sie unterstützen. Er ist ein Leitwolf“, sagt Stuckenholz, der McGill als einen „im Kopf sehr aufgeräumten Spieler“ charakterisiert.

Spielplan bis Weihnachten

16. September (20 Uhr): BG Kamp-Lintfort (A)

22. September (19.30 Uhr): BG Dorsten (H)

24. September (16.00 Uhr): Westfalen Mustangs (A)

30. September (19.30 Uhr): Citybaskets Recklingh. (H)

3. Oktober (19 Uhr): AOK Ballers Ibbenbüren (A)

7. Oktober (19.30 Uhr): BG Hagen (H)

14. Oktober (19.30 Uhr): ART Giants Düsseldorf (H)

21. Oktober (19.30 Uhr): Hertener Löwen (A)

28. Oktober (19.30 Uhr): BSG Grevenbroich (H)

4. November (19.30 Uhr): BBG Herford (A)

11. November (19.30 Uhr): AB Salzkotten (H)

18. November (16.30 Uhr): Telekom Baskets Bonn II (A)

25. November (19.30 Uhr): SV Hagen-Haspe

2. Dezember (19.30 Uhr): BG Kamp-Lintfort (H)

9. Dezember (19.30 Uhr): BG Dorsten (A)

16. Dezember (19.30 Uhr): Westfalen Mustangs (H)

...

Informationen über den Neuen der Baskets, der am 20. Juli 28 Jahre alt wurde, holte sich Kappenstein auch noch einmal von Courtney Belger, der den TV Ibbenbüren in die Regionalliga geführt und dann beim FC Schalke 04 in der Pro B geglänzt hatte. Vor einem Jahr zog es Belger, der nun zu den Königsblauen zurückkehrt, zu den Kalamunda Eastern Suns nach Perth (Australien) – und dort traf er auf McGill. Die US-Boys wiesen ähnliche Statistiken auf, ein weiteres Indiz für die Klasse und Qualität des neuen Führungsspielers, der mit klaren Vorstellungen zu den Baskets kommt. „Ich will helfen, dass Münster in die Pro B aufsteigt“, sagt McGill unmissverständlich.

Nach seiner Zeit am Saint Vincent College in Pennsylvania (2007 bis 2011) zog es den in Upper Marlboro/Maryland aufgewachsen Amerikaner erstmals nach Europa an die University of East London. Bis 2014 blieb er auf der britischen Insel mit Gastspielen beim Zweitligisten Nassa Neptuns und beim Erstligisten Surrey United, ehe er vorläufig zurück in die Heimat zu Gateway ­Steam in die Midwest Professional Basketball Association ging. Nach einem Jahr verschlug es ihn nach Australien, in Münster aber will er nun heimisch werden. „Er möchte sich langfristig hier ein Leben aufbauen“, sagt Stuckenholz. So kommt die Verlobte von McGill, der neben dem Basketball beruflich Athleten Stipendien für US-Colleges vermittelt, in den nächsten Tagen aus London nach Münster.

Dort ist ihr künftiger Ehemann bereits, passend zum Trainingsauftakt am Montag stieg der Hartmann-Nachfolger ein. Auf ihn wie auf seine Mitspieler wartet eine schweißtreibende erste Woche. Das Spielgerät werden die Basketballer wohl kaum sehen, vielmehr stehen Athletik und Kondition im Vordergrund. Dabei bedient sich Kappenstein der Hilfe von Baris Türkel, der sonst für die Fitness der SGS-Schwimmer verantwortlich ist. Die Frauen wie die Männer des Vereins sind bereits zweitklassig – und das wollen auch die Baskets in der Saison 2018/19 sein. Mit Hilfe von Brandon James McGill.

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