Fußball: Westfalenliga
Hiltrup ist keine Spitzenmannschaft und unterliegt Vreden klar

Münster -

Der TuS Hiltrup ist zu Hause alles andere als eine Macht. Trotz einer 2:0-Führung mussten die Münsteraner eine 2:5-Pleite gegen die SpVgg Vreden einstecken. Offenbar fehlt es dem Kader aktuell noch an der Physis.

Sonntag, 27.08.2017, 18:28 Uhr aktualisiert: 28.08.2017, 12:40 Uhr
Nicht bei 100 Prozent: Diogo Castro (links), hier im Duell mit dem Vredener Jannik Enning, und seine Kollegen haben noch reichlich Nachholbedarf in der frühen Saisonphase.
Nicht bei 100 Prozent: Diogo Castro (links), hier im Duell mit dem Vredener Jannik Enning, und seine Kollegen haben noch reichlich Nachholbedarf in der frühen Saisonphase. Foto: fotoideen.com

Den Realitäten muss sich der TuS Hiltrup in dieser Westfalenliga-Serie nach der zweiten Heimniederlage stellen. Der kleine Fußballer-Kader machte aus seinen Mitteln das Maximum bis zum 2:0, und bekam dann die volle Wucht der SpVgg Vreden zu spüren, die den Rückstand wegsteckte wie nichts und mit 5:2 (0:1) siegte.

„Wir sind gut, wenn alle bei 100 Prozent sind, aber das ist nicht der Fall“, betonte TuS-Trainer Carsten Winkler, der seine notgedrungen umgestellte Elf im 4-3-3-Format vorne attackieren ließ. Das sehr kräftezehrende Vorgehen stellte Vreden auch tatsächlich vor Probleme. Dass Diogo Castro mit einer Oberschenkelblessur schon nach 17 Minuten raus und der wegen Krankheit nicht ganz austrainierte Robin Wellermann rein musste, schlug zunächst nicht ins Gewicht.

Das Spiel hatte Biss und Vehemenz auf beiden Seiten, aber Torszenen hatte es kaum. Bis Außenverteidiger Christoph Blesz links den Spurt anzog und Wellermann in der Mitte den 1:0-Torschützen Guglielmo Maddente einsetzte (41.). Und Blesz passte defensiv auf, als er gegen den ständigen Unruheherd José Zuniga Murillo vor der Linie klärte (48.). Nach Manuel Beyers Freistoß vom Mittelkreis hoch vors Tor klebte Vredens Keeper Cedric Drobe auf der Linie, und Wellermann köpfte ein (55.), obschon er entkräftet kaum noch Meter machen konnte.

Dann aber brach das Unheil über den TuS herein. „Die ersten beiden Gegentore dürfen niemals fallen“, sah Winkler Unaufmerksamkeiten jeweils im Anschluss an Freistöße, die Vreden schnell auszuspielen pflegt. Niklas Niehuis nahm freistehend zum 1:2 ab (57.), und Zuniga Murillo drehte sich zum 2:2 ideal in Schussposition (62.). Dann pfefferte Nils Temme, längst als zweite Spitze aktiv, einen Freistoß von halbrechts ins linke obere Eck zum 3:2 (68.). Unter Druck patzte TuS-Innenverteidiger Lars Finkelmann gegen den aggressiven Zuniga Murillo, der nach Ballgewinn auf Torschütze Jan-Niklas Temme ablegte (73.). Und Nils Temme verwertete ein nächstes Anspiel des schnellen Vorbereiters (79.).

Es gab regelrecht Auflösungserscheinungen in einer kräftemäßig nicht mehr mithaltenden TuS-Elf. „Wir dürfen keine Ansprüche stellen, wir sind keine Spitzenmannschaft“, stellte Winkler fest, „dass uns Substanz fehlt.“ TuS: Hallas – Kleine-Wilke, Beyer, Finkelmann, Blesz – Wiethölter, Rottstegge, Niehues – Maddente (79. Hoeveler), Castro (17. Wellermann), Fromme (79. Tipkemper)

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