Fußball: Bezirksliga
Westfalia gewinnt Topspiel bei Emsdetten 05 und ist spitze

münster -

Im Duell der bislang ungeschlagenen Meisterschaftsfavoriten landete Westfalia Kinderhaus einen echten Bigpoint. Bei Emsdetten 05 siegten die Münsteraner mit 3:2. Dabei hatten sie die ersten Hälfte noch weitgehend verpennt. Doch dann setzte sich die Klasse durch.

Sonntag, 27.08.2017, 19:19 Uhr aktualisiert: 27.08.2017, 19:33 Uhr
Die Kapitäne gehen voran: Westfalias Spielführer Nick Rensing (l.), der später die Ampelkarte sah, und Ugur Birdir, der das 1:0 für Emsdetten erzielte, gingen auch diesem Zweikampf nicht aus dem Weg.
Die Kapitäne gehen voran: Westfalias Spielführer Nick Rensing (l.), der später die Ampelkarte sah, und Ugur Birdir, der das 1:0 für Emsdetten erzielte, gingen auch diesem Zweikampf nicht aus dem Weg. Foto: Bernd Oberheim

Mehr geht nicht! Westfalia Kinderhaus hat durch den 3:2 (1:0)-Sieg bei Emsdetten 05 gezeigt, dass der Vorjahres-Vize auch im Topspiel spitze ist – und oben bleibt. Denn der dritte Dreier im dritten Spiel beschert der Elf von Trainer Marcel Pielage nicht nur die Optimalausbeute von neun Zählern, sondern beinahe folgerichtig jetzt die alleinige Tabellenführung.

Ein Spaziergang war die Begegnung allerdings nicht. „In den letzten Sekunden haben wir nur noch auf die Uhr geschaut und gehofft, dass der Unparteiische abpfeift. Wir waren froh, als es vorbei war“, gestand Pielage. Zwar besorgte Erick Neufeld schon in der Nachspielzeit (90.+1) das vermeintlich entscheidende 3:1. Doch quasi im Gegenzug verkürzte Fabian Ebong, der Münsteraner im Dress der Schwarz-Weißen, auf 2:3 – und trieb Schweißperlen auf die Stirn von Pielage und seinem Co-Trainer Gerrit Göcking.

Am Ende aber überwog die Erleichterung. Auch weil der Westfalia-Coach an alter Wirkungsstätte jubeln durfte. Im Winter 2016 war der 34-Jährige nach nur einem halben Jahr als Spieler bei den Nullfünfern ausgeschieden. Im Titelrennen sind er und sein Team nun aber, wenn auch nicht unerwartet, mittendrin. Was sich beim Seitenwechsel in einer von vielen Nickeligkeiten und wenig Spielfluss geprägten Partie nicht abzeichnete. Negativer Höhepunkt war die 70. Spielminute. Nach einem Foulspiel sah Westfalia-Kapitän Nick Rensing die Ampelkarte. Die Aktion führte derweil zu einer Rudelbildung, in der Avni Özmen die Rote Karte sah.

„Die Jungs haben sich zunächst beeindruckt gezeigt. Wovon, weiß ich nicht. Deshalb musste ich laut werden“, verriet Pielage ein etwas kerniges Kabinengeflüster. Gestört hatte ihn auch, dass der 0:1-Rückstand durch Ugur Birdir (45.) aus einem Konter resultierte. Zuvor hatte Westfalia Freistoß.

Die Worte aber fanden offenbar Gehör. Denn die Treffer von Mike Liszka (60.), der schon früh (26.) für den verletzten Jonas Kreutzer in die Partie kam, und Moritz Knemeyer (63.) wendeten schnell das Blatt, ehe Neufeld nachlegte.

„Aufgrund der zweiten Halbzeit war der Sieg verdient. Auch die Ausbeute nach dem von vielen attestierten schwerstmöglichen Startprogramm ist in Ordnung. Aber wir können besser spielen“, ordnete Pielage das erste Topspiel der jungen Saison ein. Westfalia: Steinke – Schöneberg, Wesselmann, Schwinn, Göbel – Brockhoff – Jungfermann (61. Tomasso), Knemeyer, Rensing, Zeqiri (46. Neufeld) – Kreutzer (26. Liszka).

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