Boxen: Weltmeisterschaft
Der Traum des Salah Ibrahim lebt – Viertelfinale gebucht

Münster -

Salah Ibrahim vom BC Münster 23 hat sich bei der Amateur-Weltmeisterschaft in Hamburg ins Viertelfinale geboxt. Der 19-jährige Halbfliegengewichtler (bis 49 Kilogramm) bezwang am Sonntag den Kenianer Hassan Shaffi Bakari mit 5:0.

Sonntag, 27.08.2017, 19:43 Uhr aktualisiert: 27.08.2017, 20:00 Uhr
Klare Sache: Salah Ibrahim überzeugte am Sonntag im Achtelfinale gegen den Kenianer Hassan Shaffi Bakari – die Kampfrichter waren einer Meinung.
Klare Sache: Salah Ibrahim überzeugte am Sonntag im Achtelfinale gegen den Kenianer Hassan Shaffi Bakari – die Kampfrichter waren einer Meinung. Foto: Witters

Dieser Besuch rührte ihn fast zu Tränen: Als Salah Ibrahim nach seinem klaren 5:0-Sieg nach Punktrichterstimmen im Achtelfinale gegen den Kenianer Hassan Shaffi Bakari frisch geduscht wieder in der Sporthalle in Hamburg aufschlug, um seine Teamkollegen aus der Nationalmannschaft moralisch bei ihren Kämpfen zu unterstützen, gab es ein so nicht erwartetes Empfangskomitee für den 19-Jährigen. Seine Brüder Tarik und Hussein sowie Stipan Prcic, Ibrahims Trainer beim heimischen BC Münster 23, hatten sich früh morgens ins Auto gesetzt und die Hansestadt angesteuert. „Das hat mich total gefreut.“ Der Halbfliegengewichtler (bis 49 Kilogramm) drückte sie alle – es war ein äußerst emotionaler Moment in der mitunter rohen Welt des Boxsports.

Der Traum lebt weiter. Das Ziel Ibrahims bei seiner ersten Weltmeisterschaft der Elite war eine Medaille. Einen Sieg ist er davon entfernt. Aber: „Das wird hart“, sagt der junge Mann mit einer gehörigen Portion Realismus. Sein Gegner im Viertelfinale: Joahnys Argilagos aus Kuba. Ein echtes Pfund, Olympia-Dritter, Weltmeister. Gegen so einen namhaften Kontrahenten darf man schon mal den Kürzeren ziehen. „Aber das will ich nicht, ich werde mein Bestes geben“, verspricht der BC-Boxer. Er kann selbstbewusst in den Kampf gehen, das Duell mit Shaffi Bakari war eine klare Angelegenheit. Schon gegen Ende der ersten Runde hatte Ibrahim seinen Gegenüber fast am Boden. Ein linker Aufwärtshaken saß. In Runde zwei und drei teilte er weiter aus, wahrte mit Weitsicht Distanz, ohne ein Risiko einzugehen. Chancenlos ist der Münsteraner gegen den favorisierten Kubaner gewiss nicht. Sollte er das Halbfinale erreichen, hat er Bronze sicher.

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