Fußball: Landesliga
Drei Punkte gegen Burgsteinfurt für Nullacht dank Webers Traumtor

Münster -

Ein später Freistoßtreffer von Spezialist Gunnar Weber brachte dem SC Münster 08 den dritten Saisonsieg im vierten Spiel. Gegen den SV Burgsteinfurt traf der Stürmer kurz vor Schluss zum 2:1 (1:1). Dabei hatten die Hausherren auch eine Menge Glück.

Sonntag, 03.09.2017, 18:51 Uhr
Dennis Hamsen (M.) muss sich hier gegen die Steinfurter Nico Schmerling (l.) und Max Moor behaupten.
Dennis Hamsen (M.) muss sich hier gegen die Steinfurter Nico Schmerling (l.) und Max Moor behaupten. Foto: fotoideen.com

Fabian Stiller legt sich den Ball zurecht, Benjamin Siegert macht die typische Armbewegung vor der Ausführung, aber Gunnar Weber schießt den Freistoß aus rund 25 Metern in den linken oberen Winkel. Das alles erstens wunderschön, zweitens sehr wichtig, denn drittens zum 2:1 (1:1)-Sieg. Und das gegen den SV Burgsteinfurt, einen Angstgegner des SC Münster 08. Cheftrainer Mirsad Celebic sagte: „Bei uns konnte sich überhaupt keiner mehr daran erinnern, wann wir mal ein Heimspiel gegen diese Mannschaft gewonnen haben. Diese Negativserie wollten wir unbedingt beenden. Das ist gelungen.“ Dabei verhehlt der Coach des Landesligisten gar nicht, dass Nullacht schon ein wenig mit Fortuna im Bunde war. „Wenn man kurz vor Schluss mit solch einem Schuss die Sache klarmacht, dann ist das natürlich glücklich. Aber ich denke, wir haben gegen einen sehr starken Gegner geduldig gespielt und dürfen uns über diese drei Punkte sehr freuen.“

Die Nullachter werden von den Landesliga-Experten als einer der ersten Anwärter auf den Meistertitel angesehen. Das ehrt sie zwar, ist aber auch eine schwere Bürde. Denn gegen solch einen Gegner braucht kein Team noch zusätzliche Motivation, sondern stellt sich zuerst mal hinten rein, um dann auf Konter zu lauern.

Das wiederum zwingt den vermeintlichen Favoriten in die Rolle, das Spiel zu machen, Chancen zu kreieren, den Kontrahenten unter Druck zu setzen. Gegen Burgsteinfurt gelingt das den Münsteranern allenfalls bedingt. Eine optische Überlegenheit ist zwar auszumachen, aber das alles ist nicht zwingend genug. Denkt sich auch Ex-Preuße Siegert und legt nach 19 Minuten den Vorwärtsgang ein. Unwider­stehlich zieht er über die rechte Seite los, kurvt in den Strafraum und wird von Nico Schmerling zu Fall gebracht. Der Unparteiische Timo Barth zögert einen Moment, um dann doch auf den Punkt zu zeigen. Kapitän Fabian Stiller lässt sich die Chance nicht entgehen, 1:0.

Siegert wird gefeiert und lacht verschmitzt. „Den Strafstoß wollte er haben, den hat er auch gekriegt“, wettert Gäste-Trainer Christoph Klein-Reesink, akzeptiert aber die Entscheidung des Unparteiischen. Seine Laune steigt in der 40. Minute, als SVB-Kapitän Alexander Bügener aus 18 Metern den Ausgleich erzielt. Nach 75 Minuten erneut Aufregung bei Klein-Reesink, aber Armin Omerovic lässt eine Großchance liegen.

Und dann kommt eben Webers Auftritt ... Münster 08: Ostrop – Siegert, Ricken (46. Eising), Hehemann, Wäntig – Hamsen, Stiller, Höppner, Speerschneider (71. Johannknecht) – Dondrup (63. Weber), Schulte.

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