Fußball: Westfalenliga
Keine Geschenke im Nachbarschaftsduell der Westfalenliga

Münster -

Es ist das Fahrradderby der Westfalenliga: Der BSV Roxel empfängt zur ungewohnten Anstoßzeit um 18.15 an diesem Dienstagabend den 1. FC Gievenbeck.

Montag, 04.09.2017, 16:37 Uhr aktualisiert: 05.09.2017, 12:10 Uhr
FCG-Trainer Benjamin Heeke ist mit seiner Mannschaft zu Gast beim BSV Roxel.BSV-Trainer Sebastian Hänsel.
FCG-Trainer Benjamin Heeke ist mit seiner Mannschaft zu Gast beim BSV Roxel.BSV-Trainer Sebastian Hänsel. Foto: fotoideen.com

Die Rahmendaten sind die üblichen: Das Spiel dauert 90 Minuten, am Ende werden im besten Fall drei Punkte verteilt, können sich beide Teams nicht auf einen Sieger einigen, werden die Zähler geteilt, der einfachheitshalber je einer pro Mannschaft. Ansonsten steht am Dienstagabend in Roxel (18.15 Uhr) ein Westfalenliga-Spiel der besonderen Art an. Zu Gast ist der 1. FC Gievenbeck – und der hat geografisch eine besondere Nähe zum Gastgeber. Kürzer ist die Anfahrt zu keinem anderen Auswärtsspiel – und dennoch wollen die Gievenbecker zumindest tabellarisch so viel Raum wie möglich zwischen sich und den BSV bringen. Der BSV Roxel dagegen würde auch im Tableau gerne nachbarschaftliche Bande knüpfen. Beide Teams haben sich am Wochenende auf dieses Derby vorbereitet – jedes auf seine Art.

Wann immer sich die Gelegenheit ergibt, bittet Gievenbecks Trainer Benjamin Heeke seine Schützlinge zum Training – zuletzt am Sonntagmorgen um 11 Uhr. Die freien Termine sind dieser Tage knapp, weil der Westfalenligist gleich auf drei Hochzeiten geladen war. Am vergangenen Mittwoch stand „Kreispokal“ im Klappkalender, der dazugehörige Termin wurde mit einem 7:0-Sieg beim SV Bösensell abgehakt. Für Samstag hatte der FCG selbst zum „Westfalenpokal“ geladen, bei dem sich Ehrengast SF Lotte in einem sehenswerten Festakt mit einem 2:0-Erfolg im Gästebuch verewigt hat – und an diesem Dienstag (18.15 Uhr) ist Liga-Alltag angesagt. Wobei „Alltag“ dem bevorstehenden Derby beim BSV Roxel auch nicht wirklich gerecht wird. „Es ist Liga-Alltag, aber dieses Spiel ist auch immer ein besonderes“, sagt Heeke, der sein Team nach dem doppelten Pokalintermezzo schnell wieder in den Punkterhythmus bringen will. Dabei geht es darum, aus dem gelungenen Kräftemessen mit dem Drittligisten den Schwung mitzunehmen, aber gleichzeitig überzogene Ansprüche zu vermeiden. „Wir wissen, dass das Quatsch ist, aber natürlich denken viele, dass man in der Liga keine Probleme haben dürfte, wenn man gegen einen Drittligisten fast auf Augenhöhe gespielt hat.“ Heeke verweist in diesem Zusammenhang auf die drei Pflichtspiele gegen den BSV in der abgelaufenen Spielzeit, die allesamt auf des Messers Schneide standen. „Der BSV ist definitiv nicht unser Lieblingsgegner, das steht fest.“

In Roxel dagegen sieht man den Nachbarn sehr gern. „Das sind immer sehr interessante Spiele, für die Mannschaft und für die Zuschauer“, sagt BSV-Trainer Sebastian Hänsel. Die Favoritenrolle vergibt er gern an den Gegner, Punkte sollen dagegen nur unter verschärftem Protest abgegeben werden. „Wir haben die vergangene Woche genutzt, um uns weiter einzuspielen und uns weiterzuentwickeln“, so Hänsel. „Wir sind noch in einer Phase des Aufbaus, da können wir zusätzliche Einheiten gebrauchen.“

Sein Team ist fit für das Derby, letzte Fragezeichen beim Personal wurden beim Abschlusstraining am Montagabend geklärt. Fehlen wird Aljoscha Groß, der sich im letzten Ligaspiel verletzt hatte, US-Boy Dustin Taniguchi wartet weiter auf seine Spielberechtigung. Bei Gievenbeck wird Heeke voraussichtlich auf seine beiden Pokal-Opfer verzichten müssen: Tristan Niemann erwischte es gegen Lotte, Felix Krasenbrink musste in Bösensell verletzt vom Platz. Beide sind aber auf dem Weg der Besserung.

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