Fußball: Westfalenliga
Stürmer des 1. FC Gievenbeck treffsicher beim 3:0-Derbysieg über den BSV Roxel

Münster -

Drei Tage nach dem Aus im Westfalenpokal gegen den Drittligisten SF Lotte (0:2), unterstrich der 1. FC Gievenbeck Spielstärke und gute Kondition. Im Westfalenliga-Derby wurde der BSV Roxel mit 3:0 (2:0) bezwungen. Arne Stegt, Fabian Gerick und Christian Keil trafen für den FCG.

Dienstag, 05.09.2017, 22:19 Uhr
Meistens war es andersrum: Gievenbecks Luca Wulfert (links) im Dreikampf mit den beiden Roxelern Lukas Kintrup (Mitte) und David Veauthier, die den Ball behaupten können.
Meistens war es andersrum: Gievenbecks Luca Wulfert (links) im Dreikampf mit den beiden Roxelern Lukas Kintrup (Mitte) und David Veauthier, die den Ball behaupten können. Foto: Lars Johann-Krone

So einfach hatte es der 1. FC Gievenbeck in der letzten Westfalenligaserie als Gast in diesem Nachbarschaftsduell nicht. Gleich mit 3:0 (2:0) siegte die überlegene Elf beim BSV Roxel, der etliche der rund 300 Zuschauer und den eigenen Trainer verwundert zurück ließ. Nach dem Liga-Auftaktsieg in Hiltrup hat der BSV drei Partien ohne eigenen Treffer verloren und ahnt wohl genau, was ihm in dieser Saison blüht.

Neues Sturmduo

FCG-Trainer Benjamin Heeke stellt nach der starken Pokalpartie gegen Lotte (0:2) auf ein 4-4-2 um und wurde schnell belohnt für die Maßnahme, vorne mit Arne Stegt und Fabian Gerick zwei bestens aufeinander abgestimmte Angreifer zu nominieren. „Dabei haben die da vorne noch nie zusammen gespielt“, sagte Heeke und war angetan, wie wirkungsvoll in den Laufwegen das Duo vorpreschte und direkt Akzente setzte. Gericks Anspiel auf Stegt (9.) war noch zum Üben, dann kam die weite Flanke des Erstgenannten besser und Stegt köpfte das 1:0 (10.). Roxel war noch gar nicht im Spiel und tat fortan auch wenig dafür, Wehrhaftigkeit zu produzieren. Meistens lief der Ball nur wenige Stationen durch die eigenen Reihen oder wurde lang nach vorne geschlagen. Das FCG-Spiel war viel runder, die Stürmer deutlich gewitzter: Stegt setzte links sein Tempo ein und in der Mitte bugsierte Gerick den Ball über die Linie zum 2:0 (28.). Der wichtige Schritt kostete ihn, am Fuß getroffen, aber den weiteren Einsatz. Christian Keil kam rein. Und der sehr emsige Ballverteiler David Lauretta war nach Doppelpass mit Stegt dem dritten FCG-Treffer ganz nahe.

Roxel spielte bereits in der Formation umgestellt im 4-4-2-Format und ließ den dynamischen Dickens Toka jetzt offensiv sein Glück versuchen. Der schnelle Mann hatte gute Ansätze, aber mit Nils Heubrock auch einen starken Gegenspieler.

Hänsel irritiert

„Ich war irritiert davon, wie wir in dieser Halbzeit aufgetreten sind“, kritisierte BSV-Trainer Sebastian Hänsel die Zögerlichen, die freilich nach dem Wechsel mehr Biss im Zweikampf zeigten und mehr Tempo in den Offensivaktionen hatten. Gievenbeck durfte sich ein paar Momente lang aufs Reagieren beschränken. „Wir waren etwas platt nach dem Pokalspiel und Roxel hat es zu dem Zeitpunkt gut gemacht“, fand Heeke, der sich jedoch kaum aufzuregen brauchte. Die neue Vehemenz des BSV brachte dem nur Halbchancen ein. Den Platz zum Kontern nutzten die Führenden nicht immer richtig klug, einmal aber aus abseitsverdächtiger Position doch. Lauretta und Daniel Geisler setzten Keil ein, der frei vor Keeper Daniel Neuhaus für die Entscheidung sorgte (71.). Diesen happigen Rückstand verkraftete Roxel dann natürlich nicht mehr.

„Mit der Umstellung wurde es nach der Halbzeit ein bisschen besser, aber das machte unsere vielen Fehler nicht mehr wett“, sagte Hänsel enttäuscht. Und Heeke lobte die geschlauchten Gievenbecker auch für die Phase, in der es in erster Linie ums verteidigen des 2:0-Vorsprungs ging.

Roxel: Hänsel – Krieger, L. Saerbeck, S. Saerbeck (82. Zur Mühlen), Toka – Kintrup – Veauthier, Gockel, Andrick, Leifeld (50. Rama) – Hatam.

Gievenbeck: Eschhaus – Heubrock, Rieger, Franke, Natrup – Wulfert (72. Niemann), Geisler, Lauretta (78. Canisius), Niehoff – Gerick (35. Keil), Stegt.

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