Handball: Frauen-Verbandsliga
Kinderhauser Kantersieg gegen Hörde zum Start

Münster -

Leichtes Spiel hatte Westfalia Kinderhaus zum Auftakt in der neuen Verbandsliga-Staffel. Gegen Neuling Westfalia Hörde setzte sich der Favorit am Ende klar mit 33:17 durch. Dabei waren die Gastgeber selbst nicht mal in Bestbesetzung aufgelaufen.

Sonntag, 10.09.2017, 14:54 Uhr aktualisiert: 10.09.2017, 21:13 Uhr
Westfalias Astrid Rehorst (M.) tankt sich energisch gegen Katja Langehegemann (l.) und Ludmilla Lebedew durch.
Westfalias Astrid Rehorst (M.) tankt sich energisch gegen Katja Langehegemann (l.) und Ludmilla Lebedew durch. Foto: fotoideen.com

Florian Ostendorf drückte sofort auf die Euphoriebremse. „Man darf das nicht überbewerten“, sagte der Trainer von Westfalia Kinderhaus nach dem Auftaktsieg seiner Frauen. Denn die Gäste von Westfalia Hörde kamen stark ersatzgeschwächt nach Münster. Doch so ein 33:17 (18:8)-Sieg zum Verbandsliga-Saisonauftakt gibt Motivation und Selbstbewusstsein, davon können die Gastgeber in den nächsten Wochen zehren.

Denn auch sie waren nicht komplett, die Neuzugänge Elisa Brügger (zuvor PSV Recklinghausen) und Anja Brinkhus (Borussia Dortmund II) fehlten. Dafür gab es Verstärkung von Jenny Volkmer, die in der Vorsaison noch fest zum Team zählte, und Lea Hardeweg aus der Reserve. Ostendorf hatte die Erwartungshaltung im Vorfeld runtergeschraubt, doch seine Schützlinge machten von Anfang an ganz viel Tempo.

Nach zwei Minuten setzte Kreisspielerin Andrea Richter Kira Enders in Szene, die von halbrechts zur Führung einnetzte. Die neue Torhüterin Anja Westbeld parierte wenig später später einen Siebenmeter von Ludmila Lebedew. Bis zur ersten Auszeit durch Hörde beim Stand von 8:6 (20.) ging es dann munter im Wechsel hin und her. Doch danach sicherte sich die heimische Westfalia sukzessive die Übermacht und erhöhte bis auf 18:8 zur Halbzeit. Gerade die beiden Rückraum-Spielerinnen Anna Klapdor und Kira Enders, mit je sechs Treffern beste Torschützinnen, fielen positiv auf. Das Kinderhauser Können blitzte bei einigen guten Kombinationen bereits auf.

Zwei Minuten nach dem Wechsel vergab Klapdor zwar einen Strafwurf, doch dann feuerten Frauke Schibilla, zwei Mal Hardeweg und Enders ein ganzes Kanonenfeuer auf den Kasten des Namensvetters bis zum Stand von 22:8. Kinderhaus verteidigte zunehmend sicherer. Den Gästen gelangen nur einige Entlastungstreffer. Mit einer komfortablen Führung von durchgehend mindestens zehn Treffern im Rücken hatte das Team leichtes Spiel, während Hörde entmutigt wirkte.

Nach dem 33:17-Endstand lobte Ostendorf: „Wir haben konsequent bis zur letzten Sekunde durchgezogen. Ich bin positiv überrascht.“ Doch zugleich stellte er mit Blick auf das Gastspiel beim TuS Drolshagen klar: „Nächste Woche wird das ein ganz anderes Spiel.“ Westfalia-Tore: Enders, Klapdor (je 6), Brinkhus, Schibilla (je 5), Glage (4), Richter (3), Hardeweg, Volkmer (je 2).

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