Triathlon: Bundesliga
Willis in den Top Ten, Tri Finish Neunter – und Siebter im Gesamtklassement

Münster -

Mit diesem Ausstand können die harten Jungs von Tri Finish Münster wirklich zufrieden sein. Platz neun belegte das Team zum Bundesliga-Abschluss in Binz auf Rügen. Und in der Endabrechnung schafften es die Underdogs so auf den respektablen neunten Rang.

Sonntag, 10.09.2017, 15:30 Uhr aktualisiert: 10.09.2017, 20:08 Uhr
Siebter im Gesamttableau: Jack Willis, Miki Taagholt, Mathias Petersen, Teamleiter Tim Habel, Daniel Mehring (v.l).
Siebter im Gesamttableau: Jack Willis, Miki Taagholt, Mathias Petersen, Teamleiter Tim Habel, Daniel Mehring (v.l). Foto: Tri Finish

Es sind die Gespräche, die einen mit Stolz erfüllen. Als Tim Habel am Samstagabend bei der After-Race-Party den Kontakt zu den anderen Teamleitern suchte, klopften sie ihm der Reihe nach auf die Schulter. Wohlwissend, dass in Münster seit Jahren hervorragende Arbeit geleistet wird – und das mit einem überschaubaren Budget. „Unfassbar, was all die anderen Mannschaften teilweise für finanzielle Möglichkeiten haben, da habe ich Tränen in den Augen“, konstatiert Habel. Er kennt sich aus. Bei Weicon Tri Finish backen sie auch nach fünf Jahren Oberhaus die kleinen Brötchen – schlechter schmecken die darum nicht. Von wegen – auf Platz sieben beendete der Bundesligist seine Saison nach Rang neun über die Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, fünf Kilometer Laufen) in Binz auf Rügen. Niemals waren Münsters Ausdauerhelden stärker.

Logistisch war auch der Trip an die Ostsee wieder eine Herausforderung. Jack Willis reiste aus seinem Heimatort Leeds in Großbritannien über Hamburg an, die beiden Dänen Mathias Petersen und Miki Taagholt kamen mit dem Auto aus Odense, mussten aber eine große Schleife fahren. Der Weg über das Wasser wäre per Schiff unkomplizierter und schneller gewesen – aber auch weitaus teurer. Vierter im Bunde war der erfahrene Daniel Mehring. Das war’s. Yannick Stollenwerk zog am Samstagmorgen im Hotel die Reißleine: Infekt. „Wir wollten kein Risiko eingehen. Also haben wir uns entschlossen, nur mit vier Leuten zu starten.“ Reicht ja.

Wie wertvoll Münsters Auslandsimporte sind, zeigte sich einmal mehr am Strand des Ostseebades. Willis bescherte seinem Team auf Rang neun einen Big-Point (54:50 Minuten). Petersen als 29. (56:31 Minuten) und Taagholt als 45. (57:42 Minuten) schafften es in die Top 50. Daniel Mehring wurde 61. in 59:44 Minuten.

Auf den finalen Akt folgt die obligatorische Pause. Habel will erst mal Urlaub machen – und sich neu sortieren. „Ich habe schon viele Ideen im Kopf“, blickt er schon mal auf die Saison 2018. Dabei ist noch nicht klar, ob er bleibt. „Das hängt noch von einigen Faktoren ab“, sagt er. Und fügt hinzu: „Ich habe Blut geleckt. Ich fühle mich total wohl in meiner Rolle.“ Das klingt nicht nach Abschied.

Dirksmeier enttäuscht

Das war gewiss die bislang größte Herausforderung für Patrick Dirksmeier: Der 32 Jahre alte Triathlet von Tri Finish Münster startete am Sonntag bei der Weltmeisterschaft auf der Halbmarathon-Distanz in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee. In einem wirklich erlesenen Feld erreichte der Profi nach 4:10,18 Stunden das Ziel. Damit belegte der Münsteraner Platz 23, er war unzufrieden mit diesem Wettkampf und sprach nachher von „einem schwarzen Tag“. sein. Dirksmeier war als 18. aus dem Wasser gekommen, büßte auf der Radstrecke sechs Plätze ein, ehe er sich beim Laufen um einen Rang verbesserte. Den Titel sicherte sich Javier Gomez. Der fünfmalige Kurzdistanz-Champion aus Spanien siegte nach 3:49:45 Stunden mit großem Vorsprung. Sebastian Kienle (3:54:46) wurde als bester Deutscher Fünfter.

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