So., 17.09.2017

American Football: Oberliga Angstgegner Aachen – allererste Heimniederlage für Blackhawks

Florian Wirsen (v.) behauptet hier den Ball vor den Vampiren aus Aachen – am Ende aber hatte der Gast im Spitzenspiel der Oberliga die Nase vorn.

Florian Wirsen (v.) behauptet hier den Ball vor den Vampiren aus Aachen – am Ende aber hatte der Gast im Spitzenspiel der Oberliga die Nase vorn. Foto: fotoideen.com

Münster - 

Die Bäume wachsen für die Münster Blackhawks nicht in den Himmel. Gegen die Aachen Vampires gab es zum zweiten Mal in dieser Saison eine Niederlage. Nach dem 17:21 verlor der Aufsteiger auch die Tabellenspitze – und zum allerersten Mal zu Hause.

Von Luca Wesendrup

Zum zweiten Mal in dieser Saison hatten die Münster Blackhawks nichts zu jubeln. Der Neuling verlor zu Hause gegen die Aachen Vampires in einem engen Match mit 17:21. Wie im Hinspiel war der Gegner nicht stoppen. Vor allem im dritten Viertel zeigte sich die Stärke der Gäste. Bemerkenswert: Es war die ersten Pleite vor eigenem Publikum seit der Vereinsgründung.

Trainer Dennis Eßmann sagte: „Die Jungs müssen wachsen. Aachen war einfach eine Nummer zu stark. Irgendwann reißen alle Serien. Das passiert. Wir müssen aus der Niederlage lernen.“ Der bisherige Spitzenreiter musste weiter auf die beiden Running Backs Philipp Molitor und Marian Winter verzichten. Quarterback Alexander Fuchs war hingegen wieder dabei.

Nach einem nervösen Beginn nutzten die Gäste ihren ersten Drive. Nach mehrmaligem Raumgewinn erzielte Quarterback Tobias Jarmuzek per Laufspielzug den ersten Touchdown. Das anschließende Field-Goal schoss er selbst – 7:0. Die Münsteraner, die nun aufgewacht waren, lieferten schnell die Antwort: Durch einen misslungenen Kick-Versuch der Aachener kam die Defense überraschend in Ballbesitz und brachte das Spielgerät umgehend in die Endzone: Touchdown zum 6:7. Marius Strunk glich per Field-Goal aus. Die Gastgeber übten nun hohen Druck aus und ging kurz vor der Pause mit 9:7 in Front, als sich Jarmuzek in die eigene Endzone drängen ließ.

Die Gäste kamen aber deutlich besser aus der Pause. Jarmuzek und Running Back Ashkan Adloo überraschten die Hausherren, da stand es 13:9. Kurze Zeit später legte Adloo nach, der Spielzug des Field-Goals brachte den 21:9-Vorsprung.

Im vierten Viertel rappelten sich die Münsteraner noch einmal auf: Zwei schöne Pässe von Fuchs brachten Raumgewinn. Dann warf der Quarterback einen langen Pass zu Florian Wirsen, der den Ball sicher in die Endzone lief und zum 15:21 aufholte. Ein weiterer Spielzug brachte danach den Endstand. Der Versuch der Aufholjagd kam aber zu spät.

Bevor es zum großen Showdown gegen die Gelsenkirchen Devils kommt, müssen die Blackhawks gegen das Mönchengladbach Wolfpack antreten. „Wir können in beiden Spielen Lernerfahrungen sammeln“, so Eßmann. Vom Titel und vom Aufstieg wollte er zum wiederholten Male nichts wissen: „Wir hatten vor, die Klasse zu halten und vor den Mammuts zu landen. Das haben wir geschafft.“



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