Sportinternat Münster
Beste Noten für das Sportinternat Münster

Münster -

Welche Auswirkungen ein mögliches Aus des Bundesstützpunktes Volleyball im Zuge der Leistungssportreform von DOSB und Innenministerium auf das Sportinternat Münster hat, ist völlig offen. Die meisten Bewohner sind Volleyballerinnen. Derweil machten sich Ute Schäfer (Vorsitzende) und Jürgen Brüggemann (Geschäftsführer) der Sportstiftung NRW auf den Weg nach Münster und informierten sich über die Arbeit im Internat an der Salzmannstraße. Ihre Bewertung fiel mehr als positiv aus.

Mittwoch, 20.09.2017, 18:14 Uhr aktualisiert: 21.09.2017, 09:42 Uhr
Besuch ist da: Ute Schäfer (2.v.l.) und Jürgen Brüggemann (l.) von der Sportstiftung NRW sowie Thomas Michel von der Bezirksregierung Münster (hinten, 4.v.r.) diskutierten mit Internatsleiterin Ruth Funk (Mitte, r.), zahlreichen Schülern und Lehrern sowie der Leiterin des Fördervereins, Karin Reismann (vorn, r.).
Besuch ist da: Ute Schäfer (2.v.l.) und Jürgen Brüggemann (l.) von der Sportstiftung NRW sowie Thomas Michel von der Bezirksregierung Münster (hinten, 4.v.r.) diskutierten mit Internatsleiterin Ruth Funk (Mitte, r.), zahlreichen Schülern und Lehrern sowie der Leiterin des Fördervereins, Karin Reismann (vorn, r.). Foto: be

Wenn so viel Einigkeit herrscht in einer durchweg positiven Beurteilung des Bestehenden, ist mitunter Vorsicht geboten. Irgendwo steckt der Beelzebub im Detail. Beim münsterischen Sportinternat könnte die Gefahr in der Leistungssportreform und in Verbindung damit in der Reduzierung der Bundesstützpunkte lauern. Könnte, noch ist die Zukunft des Volleyball-Stützpunktes ja ungewiss.

Am Mittwoch stellte sich das erfolgreiche Internat mit seiner Leiterin Ruth Funk einer ebenso illustren wie kompetenten Besuchergruppe vor: allen voran die Vorsitzende der NRW-Sportstiftung, Ute Schäfer und deren Geschäftsführer Jürgen Brüggemann. Ebenfalls dabei: Thomas Michel von der Bezirksregierung, Sportlehrer der NRW-Sportschule Pascal-Gymnasium sowie Funktionäre des Volleyball-Stützpunktes. Sie alle haben sich am Vormittag ein Bild machen können, wie und wie erfolgreich hier gearbeitet wird. Schüler aus fünf Sportarten haben ihr neues Zuhause an der Salzmannstraße gefunden.

Nach dem Besuch des Vormittagstrainings und der Räumlichkeiten im Internat sowie intensiven Gesprächen mit Funk und Karin Reismann als Vorsitzende des (Träger-)Vereins zur Förderung des Leistungssports ist die Quintessenz aller diese: „Großartig, beeindruckend“ und „einzigartig“. Reismann muss darauf hinweisen, dass der Bundesstützpunkt Volleyball, aus dem der Großteil der Internatsschüler kommt, nur bis Mai 2018 gesichert ist: „Das ist nicht einfach für die Schüler und deren Eltern. Wir stehen im direkten Wettbewerb mit anderen Städten“, betont Reismann. Brüggemann sieht „riesige Herausforderungen, die die Verbindung von Leistungssport, Schule und Privatleben in sich birgt. Aber: „Wir lassen keinen im Stich. Wir stehen zu 100 Prozent dafür gerade“, verspricht er. „Jeder bekommt ein berufliches Anschlussangebot. Ihr müsst euch keine Sorgen machen“, sagt er Richtung Internatsschüler. Als die von der Schule kommen, wird‘s eng im Besprechungsraum. Doch schnell ist der Stuhlkreis erweitert, unkompliziert beteiligen sich die Teenager an der Diskussion. Brüggemanns Versprechen hören sie nur allzu gerne.

Drei Fragen an Ute Schäfer

Frau Schäfer, was genau ist die Aufgabe der Sportstiftung NRW?

Schäfer, ehemalige NRW-Ministerin für Sport und

seit 2016 Vorsitzende der Sportstiftung NRW: Die Stiftung fördert die Nachwuchssportlerinnen und -sportler in NRW auf dem Weg vom Landes- in den Bundeskader.

Mit welchen Schwerpunkten?

Schäfer: Schwerpunkte der Stiftung sind etwa die individuelle Förderung von jungen Spitzensportlern, auch nach sozialen Gesichtspunkten oder bei der Unterbringung in Sportinternaten. Wichtig ist ein ganzheitlicher Ansatz, der auch die zukünftige Lebensplanung des jungen Menschen in den Blick nimmt. Der Etat der Sportstiftung beträgt dabei zurzeit 3,9 Millionen Euro.

Wie muss man sich das Prozedere vorstellen?

Schäfer: Uns liegen zum Beispiel Anträge von Fachverbänden oder Laufbahnberatern vor, die ein Gutach­ter­­ausschusss berät und über die im Vorstand entschieden wird.

Sie verlassen Münsters Sportinternat mit welchen Eindrücken?

Schäfer: Münster ist exzellent aufgestellt. Das Angebot für den Nachwuchs im Leistungssport ist beeindruckend. Es gibt ein gut funktionierendes Netzwerk. Die Verantwortlichen haben das hier sehr, sehr gut gelöst.

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