Basketball: Regionalliga
Personalsorgen bei den WWU Baskets vor der englischen Woche

Münster -

Jetzt kommt es dicke für die WWU Baskets Münster. Die schweren Brocken warten für den Titelanwärter fast allesamt in den kommenden Wochen. Los geht das harte Programm gegen Citybasket Recklinghausen. Und ausgerechnet jetzt fehlen wichtige Eckpfeiler.

Donnerstag, 28.09.2017, 17:15 Uhr aktualisiert: 28.09.2017, 17:19 Uhr
Tim Kosel (l.) hat sich etabliert bei den WWU Baskets und ist auch gegen Recklinghausen massiv gefordert.
Tim Kosel (l.) hat sich etabliert bei den WWU Baskets und ist auch gegen Recklinghausen massiv gefordert. Foto: fotoideen.com

Das erste Spitzenspiel der Saison wird ein echter Gradmesser für die WWU Baskets Münster. Der Vorjahresvize hat genau wie Gast Citybasket Recklinghausen zwei Mal gewonnen bisher, am Samstag (19.30 Uhr) steht der erste Showdown am Horstmarer Landweg an. Er markiert zugleich den Auftakt einer unter Regionalliga-Basketballern unüblichen englischen Woche. Denn schon am Dienstag geht es mit dem Auswärtsspiel bei den Ballers Ibbenbüren weiter, ehe samstags wiederum die BG Hagen in die Uni-Halle kommt. Was für ein Pensum!

Und gerade jetzt plagen die Münsteraner Personalsorgen. Denn Andrej König, zuletzt Top-Scorer, und Daniel Woltering (beide fiebrige Erkältung) fallen mit ziemlicher Sicherheit aus, auch bei Center Kai Hänig ist die Aussicht bei nur zehn Prozent, wie Coach Philipp Kappenstein beziffert. „Das sind drei wichtige Leute“, sagt er. Ein Risiko würde er bei keinem aus dem Trio eingehen, weder jetzt noch in Ibbenbüren. „Wir wollen ja nicht, dass die Jungs am Ende einen Rückschlag erleiden und mehrere Wochen ausfallen.“ Gegen Dorsten entschied die Tiefe der Bank die Partie. „Der Vorteil ist nun natürlich weg“, sagt der Trainer. „In der ersten Fünf können wir das auffangen, nach hinten raus wird es eben dünner.“ Max Massing wäre ein Kandidat, um aufzurücken, ansonsten ist Improvisationstalent gefragt.

„Die Luft muss brennen“, fordert Kappenstein. „Es ist klar, dass wir uns querlegen müssen, um zu gewinnen. Es geht nicht darum, schön zu spielen oder den Gegner aus der Halle zu schießen, sondern darum, irgendwie zu gewinnen. Das wird ein ganz enges Ding, in dem Kleinigkeiten wie die Offensivrebounds entscheiden.“ Die personellen Sorgen können zumindest nicht die Vorfreude auf die Partie schmälern. „Es ist schon beeindruckend, wen Recklinghausen in den ersten beiden Spielen besiegt hat“, sagt der WWU-Coach mit Blick auf die BG Hagen und Ibbenbüren. „Auch wenn es zwei Heimspiele waren, gehört das Team für mich zu den Top drei oder vier in der Liga.“ Citybasket hat er zweifellos auf der Rechnung im Titelrennen, zumal die Mannschaft im Kern zusammengeblieben ist und sich mit dem Ex-Münsteraner Konrad Tota sowie US-Boy Dalante Dunklin verstärkt hat.

„Ein Sieg gäbe uns Ruhe und Selbstsicherheit“, sagt Kappenstein. „Andernfalls hätten wir schon richtig Druck, wenn man sich unser Programm der nächsten Wochen anschaut.“ Das Publikum darf sich jedenfalls auf ein „richtig heißes Spiel“ freuen, wie der 38-Jährige betont. „Und die Zuschauer können dabei für uns zu einem echten Faktor werden.“ Nicht zum ersten Mal.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5186435?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Nachrichten-Ticker