Basketball: Regionalliga
WWU Baskets bestehen Härtetest gegen Recklinghausen

Münster -

Vor dem Spiel überwog angesichts drohender Ausfälle die Skepsis bei den WWU Baskets Münster. Nach dem Spiel war alles rosig. Durch das 76:60 gegen Citybasket Recklinghausen hat der Titelanwärter eine erste beachtliche Duftmarke gesetzt.

Sonntag, 01.10.2017, 13:53 Uhr aktualisiert: 01.10.2017, 17:45 Uhr
Duell der Aufbauspieler mit Symbolcharakter: Brandon McGill von den WWU Baskets setzte sich den Citybasket-Regisseur Dalante Dunklin (r.) durch.
Duell der Aufbauspieler mit Symbolcharakter: Brandon McGill von den WWU Baskets setzte sich gegen den Citybasket-Regisseur Dalante Dunklin (r.) durch. Foto: Peter Leßmann

Mit der Qualität des Gegners steigerten sich die WWU Baskets Münster und eröffneten die englische Woche in der 1. Regionalliga mit ihrem dritten Sieg. Beim von wenig zimperlichen Defensivreihen geprägten 76:60 (45:26) gegen Pro-B-Absteiger Citybasket Recklinghausen ging es mitunter derbe zur Sache. Aber vor rund 500 Zuschauern zeigten die neu formierten Baskets Leidenschaft und Reife. Dass Stefan Wess, der 23 Jahre junge Rückkehrer, wie vom Club erhofft ein echter Faktor sein kann, bewies der 2,03-Meter-Flügel in 27 Minuten Spielzeit eindrucksvoll.

„Das war eine riesige Steigerung im Vergleich zu den anderen Spielen“, sagte Trainer Philipp Kappenstein spürbar erleichtert und stolz darauf, „wie wir diese Feuerprobe bestanden haben. Das war der richtige Kickoff für die schwere Woche“. Am Dienstag geht es bei den Ballers Ibbenbüren weiter.

Der bis vor einem Jahr noch für Münster aktive Routinier Konrad Tota (37) sorgte für die ersten GästeZähler. Aber Wess, der alleine im ersten Viertel 13 Punkte machte, und der agile Alex Goolsby hatten die besseren Quoten. Im Defensiv-Rebound packten die energischen Baskets im Kollektiv wirkungsvoll zu, während auf der anderen Seite in diesem Bereich alleine Tota bestach – mit dem Bestwert des Abends (insgesamt zehn Rebounds).

In einer eher fahrigen Phase des zweiten Viertels avancierte Baskets-Aufbau Brandon McGill, vornehmlich in der Abwehr und als Anspieler ein Ass, mit acht Punkten nacheinander zum Mann der Minuten. „Überragend“ nannte Kappenstein die Leistung des 28-jährigen US-Spielers. „Er ist alles andere als ein Egoist, aber er musste etwas machen.“ Auch was Wess ablieferte, war imponierend: Seine Würfe sind kaum zu verteidigen, wenn er im Sprung mit dem Oberkörper nach hinten kippt und keinen Störer an sich heranlässt.

Der Gäste-Coach Johannes Hülsmann reagierte und stellte nach der Pause mit Christoph Bruns einen der zweitligaerfahrenen Routiniers konsequent aggressiv-offensiv gegen McGill. Die Intensität nahm übers ganze Feld deutlich zu. Es wurde vorne wild und härter unter den Körben. 10:14 ging das dritte Viertel aus, weil die Defensivarbeiter klar dominierten. Recklinghausen schnappte sich vorne die zweiten Bälle, traf aber wie der zunehmend hektische Aufbauspieler Dalante Dunklin nur mäßig.

Zum 50:59 verkürzten die Gäste noch, ehe McGill, Leo Padberg und Wess mit einem starken Dreier trafen. „Wir haben die richtige Reihenfolge eingehalten – Defense vor Offense“, lobte Kappenstein. Ganz zum Schluss ließ er unter großem Jubel der Zuschauer seine Talente ran, von denen nur Nico Funk erkrankt fehlte. Und Migel Wessel (16) sowie Erik Brummert (noch 15) trafen sogar. Punkte WWU Baskets: Wess (20 Punkte), Goolsby (15), McGill (13), Padberg (10), J. König (6), Massing (4), A. König (3), Hänig, Wessel (je 2), Brummert (1).

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