Basketball: Regionalliga
Duell der Ungeschlagenen: WWU Baskets gastieren bei den Hertener Löwen

Münster -

Drei Mannschaften sind derzeit in der Regionalliga noch ungeschlagen, am Samstagabend werden es aber noch höchstens zwei sein. Denn mit den Hertener Löwen und den WWU Baskets Münster treffen zwei Teams mit weißer Weste aufeinander. Die Frage: Welche Weste wird beschmutzt?

Donnerstag, 19.10.2017, 19:05 Uhr aktualisiert: 20.10.2017, 11:22 Uhr
Platz da, hier komm‘ ich: Andrej König (M.) will mit den WWU Baskets im Spitzenspiel bei den ebenfalls noch ungeschlagenen Hertener Löwen den siebten Sieg im siebten Saisonspiel einfahren.
Platz da, hier komm‘ ich: Andrej König (M.) will mit den WWU Baskets im Spitzenspiel bei den ebenfalls noch ungeschlagenen Hertener Löwen den siebten Sieg im siebten Saisonspiel einfahren. Foto: fotoideen.com

Der Herbst kann für die WWU Baskets Münster ein goldener werden. Bislang hielt sich der Basketball-Regionalligist in den anspruchsvollen Partien gegen die Citybaskets Recklinghausen, die BG Hagen und zuletzt gegen die ART Giants Düsseldorf schadlos und schraubte seine Bilanz auf sechs Erfolge aus sechs Partien. Ein stolzer Wert, der auch den Hertener Löwen attestiert wird. Doch am Samstagabend wird eine Weste beschmutzt, wenn es im direkten Duell in der Rosa-Parks-Gesamtschule zu Herten um 19.30 Uhr zum direkten Duell kommt.

Für die Baskets ist es der nächste und beileibe nicht der letzte Knaller dieser Wochen, auf die Partie bei den Löwen folgt das Heimspiel gegen Spitzenreiter BSG Grevenbroich sowie der Gang zur BBG Herford (5:1-Bilanz). „Es geht Schlag auf Schlag, aber das ist auch gut. So bleibt die Anspannung hoch“, sagt Coach Philipp Kappenstein, der gute Erinnerungen an den früheren Zweitligisten hat. Im Vorjahr gewann Münster gegen den damaligen Absteiger beide Liga-Begegnungen und setzte sich auch in den beiden Endspielen um den WBV-Pokal durch. Ein psychologischer Vorteil? Aus Trainersicht eher nicht, vielmehr verweist der 38-Jährige auf die gestiegene Qualität in den Hertener Reihen. „Ich denke, dass sie noch einmal besser geworden sind. Ich hatte Herten schon vor der Saison als einen Kandidaten für die Top drei eingestuft“, sagt Kappenstein.

Das Löwenrudel führt immer noch Atanas Penev an, Felix Neumann und Faton Jetullahi sind ebenfalls alte Bekannte. Zu denen zählt auch Neuzugang Dijon Smith, der nach den Stationen beim BSV Wulfen, in Herford, Düsseldorf und Adler Frintrop sein siebtes Jahr in Deutschland spielt – und aktuell in starker Verfassung ist. 18,8 Punkte im Schnitt sowie 13,2 Rebounds pro Spiel sind herausragende Werte. Als „den dominierenden großen Spieler der Liga“ bezeichnet Kappenstein den Amerikaner, der mit Neumann unter den Brettern für die Lufthoheit sorgen kann. Mehr als nur Zulieferer sind der spanische Linkshänder Marco Porcher und Jordan Whelan. „Nach der guten Rückrunde in der letzten Saison hat sich Herten noch einmal besser aufgestellt. Aber das Team kann uns liegen, wir haben uns in dieser Woche sehr viel auf die individuellen Eins-gegen-eins-Duelle in der Defense eingestellt“, sagt Kappenstein.

Wissen um eigene Stärke

Es schwingt Selbstbewusstsein und das Wissen um die eigene Stärke mit in seiner Stimme, die „furiose zweite Halbzeit“ (Kappenstein) gegen Düsseldorf gibt seinen Schützlingen zusätzlichen Schwung. „Wir haben nicht nur gezeigt, dass wir enge Spiele gewinnen können. Wir haben auch bewiesen, dass wir nach Rückständen wiederkommen können, und zwar schnell“, erläutert der Coach, der personell wohl alle Spieler an Bord haben wird.

Dies gilt auch für Brandon McGill, der allerdings weiter Hüftprobleme hat und sicher nicht bei 100 Prozent ist. Kappenstein: „Wir sind gut vorbereitet, wollen das Tempo hochhalten und müssen bei den Rebounds konsequent arbeiten.“ Setzen die Baskets diese Vorgaben um, ist ihnen mindestens ein enges Spiel garantiert – und ein weiterer Sieg im dann weiter glänzenden Herbst möglich.

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