Basketball: Regionalliga
Nächster Akt im heißen Herbst für die WWU Baskets

Münster -

Die nächste große Herausforderung wartet an diesem Samstag auf die WWU Baskets. Im Topspiel genießt der Tabellendritte Heimrecht gegen den noch ungeschlagenen Spitzenreiter Grevenbroich. Anführer der Gäste ist ein guter Bekannter.

Donnerstag, 26.10.2017, 20:11 Uhr aktualisiert: 27.10.2017, 11:50 Uhr
Als Aushilfe im Aufbau agierte Alex Goolsby zuletzt. Ob ihm diese Rolle auch im Spitzenspiel gegen die BSG Grevenbroich wieder zufällt?
Als Aushilfe im Aufbau agierte Alex Goolsby zuletzt. Ob ihm diese Rolle auch im Spitzenspiel gegen die BSG Grevenbroich wieder zufällt? Foto: fotoideen.com

Das Gefühl trügt nicht. Die WWU Baskets Münster stehen in der Regionalliga vor einem Spitzenspiel. Schon wieder, das vierte seit dem 30. September und das dritte am Stück. Doch erst am übernächsten Wochenende mit der Partie bei der BBG Herford endet der heiße Herbst für das Team von Philipp Kappenstein, dann ist die Zeit für ein erstes nachhaltiges Zwischenfazit gekommen. Ein wesentlicher Teil dieser Bestandsaufnahme wird auch das Top-Duell am Samstag (19.30 Uhr) gegen die BSG Grevenbroich sein – ihres Zeichens Spitzenreiter.

Der Gast aus dem Rheinland ist seit Jahren ein Schwergewicht der Liga, nicht nur weil das Team den Beinamen „Elephants“ trägt. Mit sieben Siegen aus sieben Partien führt die BSG die Tabelle an, einzig die Hertener Löwen sind ebenfalls noch ungeschlagen – auch dank des 83:79-Erfolgs am vergangenen Samstag gegen Münster, das nun mit einer Niederlage dahinter lauert. Natürlich würden die Baskets nur zu gerne an Grevenbroich vorbeiziehen, ein Spaziergang aber wird es nicht. „Das ist schon eine gute Mannschaft, keine Frage. Grevenbroich spielt unheimlich schnell, ist sehr athletisch und dadurch bei den Rebounds sehr stark“, sagt Baskets-Trainer Philipp Kappenstein.

Den Anführer der Elefantenherde kennt er noch zu gut. Der Amerikaner Gerrell Martin, in der Vorsaison noch am Horstmarer Landweg in Lohn und Brot, hatte mit 24,3 Punkten im Schnitt (zweitbester Ligawert) großen Anteil, dass Grevenbroich den vereinseigenen und 15 Jahre alten Startrekord knackte. Wichtige Stützen sind die mit einem britischen Pass ausgestatteten US-Zwillinge Malcolm und Marcus Delpeche sowie Routinier Farid Sadek. „Dass Gerrell dort so überragend spielt, wundert mich nicht. Schon die Rückrunde bei uns war sehr gut. Er, Sadek sowie Marko Boksic passen sehr gut zusammen und haben viel Dampf zum Zug“, erklärt Kappenstein, der aber bei allem Respekt vor dem Tabellenführer nicht in Ehrfurcht erstarrt. „Grevenbroich hat zwar sieben Mal gewonnen, dabei aber mit Recklinghausen erst ein Team aus den Top sieben gespielt. Und wir sind schließlich ja auch nicht schlecht.“

An dieser Einschätzung ändert auch die Niederlage in Herten nichts, die Partie stand unter einem unglücklichen Stern. Das Fehlen von Brandon McGill – der US-Aufbau fällt mit einer Hüftblessur weiter aus – sowie das verletzungsbedingte Ausscheiden von Nico Funk schufen Probleme im Ballvortrag. „Wir haben angesprochen, was in Herten nicht so gut war. Aber wir mussten in einem Setup spielen, in dem wir zuvor so noch nie gespielt hatten“, erklärt Kappenstein. Ein Neuzugang für die Position eins ist durch die entstandene Notlage in der Pipeline, allein die Vollzugsmeldung fehlt noch. Und die Zeit läuft.

Doch bei allen Problemen ist der Coach, der zudem Youngster Erik Brummert eine Pause verordnet, zuversichtlich. „Wir können die BSG knacken, das wird ein Duell auf Augenhöhe“, meint Kappenstein, der die Elefantenherde aufhalten will.

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