Leichtathletik: Marathon-DM
Bronze für ein Trio der Laufsportfreunde

Münster -

Sie saßen schon im Hotel und hatten nicht mehr mit dem Gewinn einer Medaille gerechnet. Doch dann bekamen David Schönherr, Sven Serke und Yannick Rinne die freudige Nachricht, dass ihre Zeiten beim Frankfurter Marathon für Platz drei bei der Team-DM gereicht hat – Bronze für das LSF-Trio.

Montag, 30.10.2017, 16:24 Uhr aktualisiert: 02.11.2017, 13:26 Uhr
Bronze bei den Deutschen Meisterschaften: David Schönherr, Sven Serke und Yannick Rinne (v. l.) bei der Siegerehrung in Frankfurt/Main
Bronze bei den Deutschen Meisterschaften: David Schönherr, Sven Serke und Yannick Rinne (v. l.) bei der Siegerehrung in Frankfurt/Main Foto: LSF

Persönliche Bestzeit – das war das ausgegebene Ziel der drei Laufsportfreunde Yannick Rinne, David Schönherr und Sven Serke bei den deutschen Marathonmeisterschaften in Frankfurt. Nun ja, Sturmtief „Herwart“ blies auch am Main, wenngleich nicht so heftig. Die Bestzeiten blieben also im Archiv, doch von Traurigkeit keine Spur: „Das eine Ziel haben wir ja erreicht“, strahlte Yannick Rinne nach den 42,195 Kilometern. Das münsterische Trio holte in der Mannschaftswertung Bronze in der Gesamtzeit von 7:37:54 Stunden hinter ART Düsseldorf (7:07:09) und LAC Olympia Berlin (7:32:20). Die LSF sind „reich gesegnet mit Medaillen bei Deutschen Meisterschaften, aber bislang immer in den Altersklassen. Dieser dritte Platz dürfte der größte Erfolg für den Verein in der Hauptwertung sein“, schrieben die Laufsportfreunde tags darauf auf ihrer Homepage. Das zweite LSF-Team mit Mike Claaßen, Manuel Glöckner und Marvin Röthemeyer schaffte es noch auf Platz sechs.

Mit DM-Bronze und einer feinen Urkunde dekoriert, fand Yannick Rinne allerdings erst langsam seine gute Laune zurück. Bis zum Split (1:15:53) lag der 28-Jährige noch auf Bestzeitkurs, „aber dann wurde es richtig hart“, schilderte der Student. Sein Handicap: Erst fand er keine passende Gruppe, dann musste er an eine schnellere heranlaufen, die allerdings auch zu langsam unterwegs war. Die Folge: „Gegen den Wind war ich plötzlich allein. Ab Kilometer 30 bin ich nur noch fürs Team gelaufen“. Kein Wunder, dass Frust aufkam. „Taktisch war das überhaupt nicht klug von mir“, sagte Rinne, der in 2:35:06 Stunden zweieinhalb Minuten über seinem bisherigen Limit blieb. Sven Serke (2:35:43) blieb gar acht Minuten drüber. David Schönherr hingegen kam in 2:27:05 nahe an seine Bestzeit (2:26:53). Dass die drei damit auf Platz drei landen würden, hatten sie nicht mehr erwartet, erst im Hotel erfuhren sie vom Bronzeplatz. Zur Siegerehrung kamen sie glücklicherweise dann doch noch rechtzeitig.

„Bis Kilometer 33 habe ich gedacht, da geht was heute. Ich habe mich unglaublich gut gefühlt“, wähnte sich Schönherr lange auf Bestzeitkurs. Bis Kilometer 25 war er mit der schließlich DM-Zweiten Fate Tola (Braunschweig) unterwegs, danach wechselte der 28-Jährige auf die Überholspur. Die angestrebten 2:25 Stunden waren locker im Bereich des Möglichen, aber dann machte ein Muskel in der Wade zu. „Schade, es hätte mein Rennen werden können“, grantelte Schönherr. Die Mannschaftsmedaille war immerhin ein sehr gutes Trostpflaster.

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