Basketball: Regionalliga
Déjà-vu unerwünscht – WWU Baskets fahren hellwach nach Bonn

Münster -

Die WWU Baskets bei den Telekom Baskets Bonn II – da war doch was. Richtig, bereits zwei Mal verlor Münster am Rhein und büßte damit wichtige Punkte ein. Dies soll am Samstag nicht passieren, der Spitzenreiter will sich schadlos halten. Die Voraussetzungen dafür scheinen zumindest zu stimmen.

Donnerstag, 16.11.2017, 17:55 Uhr aktualisiert: 16.11.2017, 17:59 Uhr
Mit Zug zum Korb: Baskets-Kapitän Jan König weiß um die Gefahr, die Münster bei der Bonner Zweitvertretung erwartet. Am Rhein verlor der aktuelle Spitzenreiter in der Vergangenheit bereits zwei Mal.
Mit Zug zum Korb: Baskets-Kapitän Jan König weiß um die Gefahr, die Münster bei der Bonner Zweitvertretung erwartet. Am Rhein verlor der aktuelle Spitzenreiter in der Vergangenheit bereits zwei Mal. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Fahrten in die alte Bundeshauptstadt traten die WWU Baskets Münster in der Vergangenheit immer mit leichten Bauchschmerzen an. Die zweite Mannschaft der Telekom Baskets Bonn war meist ein unangenehmer Gegner, der den Westfalen schon ein ums andere Mal richtig wehgetan hat. Im September 2015 unterlag Münster am Rhein mit 70:71 – eine empfindliche Niederlage im Kampf um den Aufstieg. Im Februar 2017 gab es ein 72:73 – das endgültige Aus im Meisterschaftsrennen. Zwei von vielen Gründen, am Samstag (16.30 Uhr) mit gespitzten Ohren in Bonn aufzulaufen.

Dabei lässt sich Münsters Coach Philipp Kappenstein auch nicht von der mageren Bilanz des Gastgebers blenden, dem in zehn Saisonspielen bislang nur ein Sieg (82:77 gegen Hagen-Haspe) gelang. Das umformierte Team – ein Teil samt Trainer Thomas Adelt wechselte in die Pro B zu den Rhöndorf Dragons – hat zwar an Qualität eingebüßt, ist aber gerade in heimischer Halle gefährlich. Wie Münster schon am eigenen Leib erfahren musste und was auch die Citybaskets Recklinghausen vor zwei Wochen beim 83:81 am Rhein zu spüren bekommen haben. „Zu Hause ist Bonn meist komplett und spielt hoch intensiv. Die jungen Spieler wollen sich zeigen, zudem ist es atmosphärisch in der Bonner Halle schwierig“, sagt Kappenstein und mahnt: „Wir dürfen sie auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen, das hat die Vergangenheit ja schon gezeigt. Das waren immer enge Duelle.“

Gut in Schuss

Doch momentan ist Münster richtig gut in Schuss und erweckt nicht den Anschein, den Schlendrian einkehren zu lassen. Gegen den Regionalligisten BG Kamp-Lintfort zogen die Baskets beim 113:34 in der dritten Runde des WBV-Pokals gnadenlos durch – und stimmten damit logischerweise den Coach zufrieden. „Auch wenn sich Kamp-Lintfort recht früh nicht mehr gewehrt hat, haben wir einige Sachen probieren können. So ein Spiel gibt noch mal Extra-Selbstvertrauen, die Jungs haben viel Spaß. Und das merkt man ihnen an, auch im Training“, erklärt der 38-Jährige, dessen Team sich in den vergangenen Wochen mehr und mehr gefunden und dadurch spielerisch gesteigert hat. „Unser Scoring ist richtig gut, wir haben deutlich weniger Stückwerk in unserem Spiel“, so Kappenstein, dem bis auf die langzeitverletzten Brandon McGill und Nico Funk alle Kadermitglieder zur Verfügung stehen.

Und deren Sinne sind geschärft. Denn ein Déjà-vu auf Feld eins des Bonner Ausbildungszentrums will kein Münsteraner am Samstag erleben.

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